Zauberhafte Premiere in Augsburg: GEISTER DER WEIHNACHT

GEISTER DER WEIHNACHT

Gestern feierte GEISTER DER WEIHNACHT als erster Film im neuen Cinestar Augsburg seine umjubelte Premiere. Der aktuelle Weihnachtsfilm der Augsburger Puppenkiste stimmte die großen und kleinen Gäste auf die wohl schönste Zeit des Jahres ein. Schauspieler Martin Gruber (Stimme von Marley), Thomas Rauscher (Scrooge), Gerd Meyer (zweiter Geist), Theaterleiter Klaus Marschall und Produzent Fred Steinbach (KIKO) verbreiteten zusammen mit den Marionetten weihnachtliche Stimmung auf dem Roten Teppich. Sie wurden nach der Filmaufführung von über 400 Premierengästen mit tosendem Applaus gefeiert.

Kino-Weihnachten mit der Augsburger Puppenkiste! Im Jahr ihres 70jährigen Bestehens begeistert die Augsburger Puppenkiste mit einem besonderen Kinoereignis. Nach den großen Erfolgen von »Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel« (2017) und »Die Weihnachtsgeschichte« (2016) kommt nun pünktlich zu Weihnachten 2018 GEISTER DER WEIHNACHT in die Kinos. Drehbuchautorin Judith Gardner hat den wunderbaren Weihnachtsklassiker von Charles Dickens für die Augsburger Puppenkiste neu adaptiert. Seit Anfang diesen Jahres wurden in der Werkstatt der Puppenkiste für den Film Puppen geschnitzt und Bühnenbilder gebaut. Die aufwendige technische Umsetzung sorgt für Bilder in Kinoqualität. Als Sprecher mit dabei sind Martina Gedeck und Martin Gruber. Der Film wird gefördert vom FilmFernsehFonds Bayern.

 

Die ewig junge Geschichte von Ebenezer Scrooge:

Es ist Weihnachten und der kleine Timi singt dem alten Mr. Scrooge ein Weihnachtslied vor. Die beiden erinnern sich daran, dass Scrooge früher Weihnachten gar nicht mochte und Scrooge erzählt Timi, wie es dazu kam: Die Geschichte beginnt am Tag vor Weihnachten in London. Scrooge ist ein kaltherziger und geiziger Mann, der sein Geld als Geldverleiher verdient. Seinen Angestellten, den Buchhalter Bob Cratchit, behandelt er herablassend und gemein. Auch seinen Schuldnern gegenüber kennt Scrooge kein Erbarmen. Die arme Familie Smith kann das geliehene Geld gerade nicht zurückzahlen, aber Scrooge will ihr keinen Aufschub gewähren. Noch nicht einmal an Weihnachten. Denn mit Weihnachten hat Scrooge so gar nichts am Hut. Werte wie Barmherzigkeit und Freude widersprechen seiner Lebenseinstellung. Auch seine Nichte Miss Freddy, die zu Besuch kommt, kann ihn nicht vom Gegenteil überzeugen. Ihre Einladung zum Weihnachtsessen und auch ihre guten Wünsche zu Weihnachten lehnt Scrooge barsch ab.

 

Scrooge feiert mit Timi Weihnachten und erinnert sich ...

Scrooge feiert mit Timi Weihnachten und erinnert sich …

 

Der geizige Scrooge in seinem Kontor

Der geizige Scrooge in seinem Kontor

 

Marleys Geist erscheint:

Nachdem Freddy gegangen ist, bekommt Scrooge Besuch von zwei Männern, die eine Sammlung für die Armen veranstalten. Scrooge will nichts spenden und schickt die beiden unfreundlich weg. Die Glocken des Big Ben schlagen, es ist Feierabend und Cratchit geht mit seinem kleinen Sohn Timi, der ihn draußen erwartet, nach Hause. Scrooge ist allein, als es wieder an der Tür klopft. Niemand steht davor, aber als Scrooge zurück in sein Büro geht, erscheint ihm plötzlich der Geist seines verstorbenen Geschäftspartners Jakob Marley. Der Geist ist mit einer schweren Kette gefesselt, an der viele Münzen hängen. Er erzählt, dass dies die Kette sei, die er sich zu Lebzeiten selbst geschmiedet habe, weil er nur daran gedacht habe Reichtümer zu horten, ohne Menschlichkeit und Barmherzigkeit walten zu lassen. Die Kette sei seine Strafe und auch sein Besuch bei Scrooge sei Teil seiner Buße. Er will Scrooge davor warnen, die gleichen Fehler zu begehen, wie er selbst und kündigt ihm noch den Besuch von drei weiteren Geistern an. Der erste Geist wird gleich in der kommenden Nacht um 1:00 Uhr erscheinen.

Zur gleichen Zeit geht Bob Cratchit mit seinem Sohn Timi an einem Schlittenberg im ärmlichen Arbeitervorort Camden Town zum Schlittenfahren. Timi ist sehr krank und kann nicht mehr gut laufen. Zu Hause werden die beiden von Timis älterer Schwester Martha erwartet, und alle freuen sich gemeinsam auf das wunderbare Weihnachtsessen am nächsten Tag. Doch die Familie Cratchit plagen auch Sorgen. Das Geld ist so knapp, dass es nicht für Weihnachtseinkäufe reicht. Ja, nicht einmal für die täglichen Mahlzeiten reicht es, sodass Timi immer dünner wird. Auch Medizin oder einen Arztbesuch können sie sich nicht leisten. Mr. Cratchit beschließt, Scrooge um mehr Gehalt zu bitten.

 

Bob Cratchit geht mit seinem Sohn Timi zum Schlittenfahren

Bob Cratchit geht mit seinem Sohn Timi zum Schlittenfahren

 

Bob bespricht mit seiner Tochter Martha das Weihnachtsessen

Bob bespricht mit seiner Tochter Martha das Weihnachtsessen

 

Der Geist der vergangenen Weihnacht:

In der Nacht liegt Scrooge immer noch wach in seinem Bett. Das Erscheinen von Marleys Geist und die Aussicht auf weitere Geister haben ihn nicht schlafen lassen. Und tatsächlich: Pünktlich um 1:00 Uhr fängt die Nachttischlampe neben Scrooge plötzlich an zu leuchten und zu schweben und stellt sich Scrooge als der Geist all der Weihnachten vor, die bereits vergangen sind. Der Geist will Scrooge auf eine Reise mitnehmen. Scrooge ist natürlich dagegen, aber als sich sein Bett erhebt und aus dem Zimmer schwebt, kann er nichts dagegen tun. Die beiden fliegen über die Stadt, am Big Ben vorbei in den sternenklaren Nachthimmel.

Plötzlich erscheinen Szenen aus der Vergangenheit von Scrooge: Der sechs- oder siebenjähriger Scrooge sitzt an seiner Schulbank. Alle anderen Kinder haben sich in die Weihnachtsferien verabschiedet, nur Scrooge bleibt allein zurück. Sein Vater hat kein Geld, um seinen Sohn über Weihnachten nach Hause zu holen. Scrooge bleibt nur ein liebevoller Brief seiner Schwester. Der alte Scrooge wird traurig bei den Erinnerungen an seine Kindheit. Und schon erscheint die nächste Szene aus seiner Vergangenheit! Es taucht der Laden auf, in dem Scrooge damals eine Lehre gemacht hatte, zusammen mit seinem Freund Dick. Die beiden schließen den Laden zu und freuen sich darauf, auf ein Fest zu gehen, das ihr Lehrherr jedes Jahr zu Weihnachten veranstaltet. Sobald diese Szene vorbeigezogen ist, erscheint bereits die nächste: Eine Frau ist zu sehen, die auf einem Sessel sitzt und weint. Es ist Bella, die Scrooge an einem Weihnachtsabend verlassen hatte, weil er vor lauter Streben nach Geld keine Zeit mehr für sie hatte.

Scrooge ist erschüttert und traurig von diesen Eindrücken aus seiner Vergangenheit, und der Geist bringt ihn sicher zurück in sein heimisches Schlafzimmer. Der Geist sagt gute Nacht, nimmt seine gewohnte Position auf dem Nachttisch wieder ein und Scrooge fällt in einen tiefen Schlaf.

 

Scrooge fliegt in seinem Bett über die Stadt

Scrooge fliegt in seinem Bett über die Stadt

 

Erinnerung an eine vergangene Weihnacht: der junge Scrooge und sein Freund Dick

Erinnerung an eine vergangene Weihnacht: der junge Scrooge und sein Freund Dick

 

Der Geist der diesjährigen Weihnacht:

Als Scrooge das nächste Mal erwacht, schlägt Big Ben wieder 1:00 Uhr. Um ihn herum ist es bitterkalt und es schneit. Bevor Scrooge sich noch wundern kann, erscheint auch schon der zweite Geist. Es ist ein fröhlicher, barfüßiger Riese mit einem roten Umhang, der sich vom Kopfteil des Bettes löst. Er stellt sich vor als der Geist der diesjährigen Weihnacht. Seine Aufgabe ist es, allen schöne Weihnachten zu bescheren. So sorgt er dafür, dass das Weihnachtsessen der Menschen die richtige Würze bekommen, die Kirchturmglocke läutet und es schneit. Auf ihrem Weg durch den ärmeren Teil von London kommen sie auch an dem Haus der Familie Cratchit vorbei. Vom Dachbalken aus blicken Scrooge und der Geist in das Innere des Hauses. Scrooge bemerkt, in welch einfachen Verhältnissen die Familie lebt und wie winzig klein ihr Weihnachtspudding ist. Doch der Geist weist ihn darauf hin, wie glücklich die Familie an diesem Weihnachtsabend ist, und dass dieses Glück nichts mit der Größe des Puddings zu tun hat. Als nächstes bemerkt Scrooge, dass Timi krank ist und er beginnt, sich um ihn zu sorgen.

Das Erlebte macht Scrooge ganz schön zu schaffen und er fragt den Geist verzweifelt, was man braucht, um den Segen der Weihnacht spüren zu können. Der Geist antwortet ihm: »Ganz einfach: Liebe im Herzen.»

 

Scrooge erscheint der Geist der diesjährigen Weihnacht

Scrooge erscheint der Geist der diesjährigen Weihnacht

 

Kinder singen ein Weihnachtslied und der Geist der diesjährigen Weihnacht und Scrooge hören zu

Kinder singen ein Weihnachtslied und der Geist der diesjährigen Weihnacht und Scrooge hören zu

 

Der Geist der diesjährigen Weihnacht entfacht das Feuer des Maronenmannes

Der Geist der diesjährigen Weihnacht entfacht das Feuer des Maronenmannes

 

Der Geist der zukünftigen Weihnacht:

Als der Glockenschlag des Big Ben erneut ein Uhr schlägt, findet sich Scrooge auf einem Friedhof wieder. Seine Bettdecke verwandelt sich in den dritten Geist, den Geist der zukünftigen Weihnacht. Dieser Geist zeigt Scrooge, was in Zukunft geschehen wird und Scrooge ist entsetzt, als er auf dem Friedhof sein eigenes Grab und das von Timi entdeckt. Inständig bittet er den Geist, das nicht wahr werden zu lassen und er schwört, ab jetzt Weihnachten zu ehren und es das ganze Jahr im Herzen zu wahren.

Und plötzlich spürt er es selbst: die Liebe im Herzen!

 

Scrooge trifft den Geist der zukünftigen Weihnacht auf dem Friedhof

Scrooge trifft den Geist der zukünftigen Weihnacht auf dem Friedhof

 

Neuanfang:

Als Scrooge nach dieser ereignisreichen Nacht zu Hause erwacht, ist er wie verwandelt. Er freut sich, am Leben zu sein und vor allem freut er sich auf Weihnachten!

Freddy, Cratchit und Timi können es kaum glauben, als sie das Büro von Scrooge betreten: Ein Weihnachtsbaum leuchtet, ein großes Feuer wärmt den Kamin und viele Geschenke liegen unter dem Baum. Aber es ist tatsächlich wahr! Scrooge hat alle eingeladen, um mit ihnen gemeinsam Weihnachten zu feiern.

 

Weihnachten bei Scrooge im Kontor - seine Nichte Freddy, Bob Cratchit und Timi kommen zu Besuch

Weihnachten bei Scrooge im Kontor – seine Nichte Freddy, Bob Cratchit und Timi kommen zu Besuch

 

Filminfos:

Drehbuch: Judith Gardner (nach der Buchvorlage von Charles Dickens)
Genre: Marionettentheater
Regie: Julian Köberer und Judith Gardner
Produktion: KIKO Theater-, Film- und Fernsehproduktion
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2018

 

GEISTER DER WEIHNACHT (Filmplakat)

Filmplakat

 

Bananenschneckerls Resümee:

Was für eine wunderschöne Filmidee! Besonders gut gefällt mir an der Filmadaption des Klassikers von Charles Dickens, dass → GEISTER DER WEIHNACHT so versöhnlich beginnt. Denn auf diese Weise wissen vor allem die kleinen Kinobesucher von Anfang an, dass Ebenezer Scrooge heute kein verbitterter alter Geizhals mehr ist und sie keine Angst vor ihm haben müssen. Auch die Geister sind äußerst liebevoll und kindgerecht gestaltet. Ich muss nämlich zugeben, dass mir als Kind das Lesen von Dickens’ »Eine Weihnachtsgeschichte« einen höllischen Schrecken eingejagt hat. Zugegeben: Geiz war danach nie mehr ein Thema für mich. Dennoch finde ich die Umsetzung der Geschichte durch die Augsburger Puppenkiste viel schöner als das Original. Wie geschaffen, um sich im Familienkreis auf die Weihnachtszeit einzustimmen und schon die Allerkleinsten mit der Weisheit vertraut zu machen, dass Geben seliger ist als nehmen.

Ansehen kannst du dir die Inszenierung der Augsburger Puppenkiste ab dem 1. Dezember 2018 in deinem Lieblingskino. Ich freue mich schon darauf – du auch?

XOXO

Sissi

[Quelle: → Universum Film GmbH]

 

Comments
2 Responses to “GEISTER DER WEIHNACHT”
  1. Martina sagt:

    Hallo Sissi,

    ich finde diese Filmidee auch wunderschön!

    Liebe Grüße

    Martina

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