Tipps & Tricks zum Kürbisschnitzen

Tipps & Tricks zum Kürbisschnitzen

Wenn die Tage kürzer werden und sich das Laub verfärbt, dann gehört eine stimmungsvolle Dekoration mit Kürbissen einfach dazu. Daher haben wir für dich Tipps & Tricks zum Kürbisschnitzen zusammengestellt, damit das Gruseln nicht schon beim Schnitzen beginnt. Denn wer hat außer Zombies schon Lust auf blutige Finger? Viel Spaß beim Nachwerkeln!

 

Auf den Kürbis kommt es an!

Kürbisse unterscheiden sich nicht nur optisch und geschmacklich, sondern auch hinsichtlich ihrer Schalenhärte und -dicke sowie ihrer Fleischkonsistenz. Für Halloween-Dekorationen und geschnitzte Kürbisse sind große, weichschalige Kürbisse mit dünner Wandstärke die erste Wahl. Die Sorte »Halloween« hat sich besonders bewährt und ist in der Saison nahezu überall zu bekommen. Die 30 bis 40 Zentimeter großen Exemplare sind perfekt zum Schnitzen mit Kindern und für klassische Kürbislaternen. Ihr einziger Nachteil: »Halloween«-Kürbisse schmecken wässrig und fade und sind in der Küche ungeeignet.

Speisekürbisse wie der Hokkaido sehen wunderschön aus, sind aber oft sehr hart und gerade für Kinder zu schwierig zu bearbeiten. Erwachsene erzielen mit Hokkaidos aber tolle Ergebnisse.

 

Kürbis ist nicht gleich Kürbis ...

Kürbis ist nicht gleich Kürbis …

 

So schnitzt du eine Kürbislaterne:

Das Schnitzen von Kürbislaternen ist ein großer Spaß für die ganze Familie, weil Kinder und Eltern daran zusammen arbeiten können. Gerade jüngere Kinder benötigen oft noch viel Hilfe, um den schweren Kürbis zu handhaben. Ab etwa drei Jahren helfen viele Kinder begeistert den Eltern beim Aushöhlen und mit Ideen, wie das Gesicht aussehen soll. Mit zehn Jahren bewältigen Kinder den Kürbis dann auch ganz allein. Zeitlich sollte man etwa 30 bis 45 Minuten je Laterne einplanen. Bei mehreren Kindern und Kürbissen auch etwas mehr.

Entscheidend ist die Wahl des richtigen Werkzeuges. Wer schon einmal einen Kürbis mit Küchenmesser und Esslöffel bearbeitet hat, der weiß, dass es nicht nur anstrengend und langwierig, sondern auch richtig gefährlich werden kann. Daher solltest du nicht auf eine stabile und wendige Kürbissäge und einen geeigneten, scharfkantigen Löffel verzichten. Die gibt es zum Beispiel als stabiles Set von triangle. Und so gehst du vor:

 

Schritt 1:

Es hilft alles nichts: Der Deckel muss ab! Du öffnest ihn entweder kreisrund, gewellt oder gezackt. Am einfachsten geht das mit einem Winkelmesser oder mit einer Kürbissäge. Die Öffnung sollte nicht zu klein sein, damit du später beim Aushöhlen genug Bewegungsfreiheit hast.

Tipp: Wenn du im 45°-Winkel zur Kürbismitte hin einstichst, liegt der Kürbisdeckel später wieder besonders gut auf und du erreichst das Innere leichter.

 

Schritt 2:

Danach müssen die Kerne und überschüssiges Fruchtfleisch entfernt werden. Dazu schabst du kräftig mit einem scharfkantigen Löffel die Fasern und Kerne vom Fruchtfleisch. Dort, wo später Augen, Mund und andere Ausschnitte liegen sollen, schabst du die Wand dünner, bis nur noch etwa Zentimeter Fruchtfleisch stehen bleiben.

Tipp: Die Kerne vieler Kürbisarten musst du nicht wegwerfen. Getrocknet und im Ofen geröstet, sind sie ein leckerer Snack! Mit Salz und Gewürzen verleihst du ihnen zusätzlich das gewisse Etwas.

 

Schritt 3:

Nun ist es Zeit, kreativ zu werden. Wenn du mit Vorlagen arbeitest, kannst du diese mit Stecknadeln oder Tesa am Kürbis fixieren und die Konturen mit einer Nadel durchstechen.

Möchtest du lieber frei anzeichnen, eignet sich ein wasserfester Stift oder auch ein gewöhnlicher Kugelschreiber. Drückst du nicht zu fest auf, kannst du die Linien später mühelos mit der rauen Seite eines Spülschwammes wegradieren. Wenn der Kugelschreiber streikt, weil sich Fruchtwachs angesammelt hat, reinigst du die Spitze einfach mit einem Taschentuch.

Tipp: Besonders schön wirken große Augen, die an Comic-Figuren erinnern. Dafür wird das Auge nur oberflächlich mit einem Kürbisschnitzer freigelegt und nur die Pupille wird ausgeschnitten.

 

Schritt 4:

Ist das Gesicht geplant, kannst du damit beginnen, mit einer Kürbissäge die Öffnungen für Augen, Nase und Mund auszuschneiden. Dazu stichst du die Säge einfach in den Kürbis und bewegst sie mit schnellem Ritze-Ratze und leichtem Druck in die Schnittrichtung hin und her. Viel Kraft ist gar nicht nötig – einfach mit leichten und schnellen Bewegungen sägen.

 

Schritt 5:

Zuguterletzt kannst du noch einmal richtig dein Fantasie spielen lassen. Augenbrauen? Haare? Ohren oder gruselige Narben? Solche Details geben deinem Kürbis Charakter und sind mit Spezialwerkzeugen wie Kürbisschnitzern schnell gemacht.

Nutzt du Kürbisschnitzer, um Flächen freizulegen, kannst du danach auch mit der Dicke des Fruchtfleisches spielen. Je dünner der Fleisch hinter der freigelegten Fläche, desto stärker scheint später das Licht hindurch.

 

Schritt 6:

Fast geschafft! Deine Kürbislaterne ist fertig und bereit für die Beleuchtung. Ob mit einem Teelicht oder einem speziellen LED-Licht, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen. Wenn du dich für ein Teelicht entscheidest, achte aber bitte unbedingt darauf, dass der Kürbis ausreichend groß ist, sodass zwischen Flamme und Deckel ausreichend Raum bleibt.

 

Mit dem passenden Werkzug ist Kürbisschnitzen kein Hexenwerk!

Mit dem passenden Werkzug ist Kürbisschnitzen kein Hexenwerk!

 

Oberflächenreliefs – ungewöhnlich und lange haltbar:

Besonders schön sind Kürbisse, die nur in der Schale dekoriert werden. Außerdem sind sie – sofern Wetter und die Qualität des Kürbisses mitspielen – recht lange haltbar. Denn wenn die Verletzungen der Schale nicht zu flächig sind, trocknen die Schnittstellen ein und sind somit vor Verderben geschützt. Der so geschnitzte Kürbis kann unbeleuchtet bleiben, ist mit Beleuchtung aber dennoch ein ganz besonderer Hingucker.

Um dem besonderen Effekt zu erzielen, entfernst du mit Kürbisschnitzern an den gewünschten Stellen nur die Schale und gegebenenfalls auch ein wenig Fleisch. Mit einem zweiteiligen Schnitz-Set erzielst du schon tolle Ergebnisse. Für mehr Tiefe und Dimension kannst du weitere Schnitzer und andere Werkzeuge benutzen.

 

Schritt 1- die Planung:

Wie soll dein Kürbis gestaltet werden? Wie viele Ebenen soll er bekommen? Unterschiedliche Ebenen sorgen besonders bei beleuchteten Kürbissen für tolle 3-D-Effekte. Angezeichnet wird genau wie bei der Kürbislaterne mit einem geeigneten Stift.

 

Schritt 2 – die Konturen:

Schneide zuerst mit einem V-förmigen Kürbisschnitzer alle Linien und Konturen aus. Die scharfe Form des Schnittes sorgt später für besonders schöne Licht- und Schatteneffekte.

 

Schritt 3 – alle Flächen freilegen:

Mit dem U-förmigen Schnitzer legst du nun alle übrigen Flächen frei. Da er nicht so tief schneidet wie der V-förmige Schnitzer, entsteht dabei ein interessanter 3-D-Effekt. Möchtest du mit mehreren Ebenen arbeiten, legst du die tiefste Ebene zuerst frei. Dafür benutzt du am besten den langen U-förmigen Kürbisschnitzer.

 

Schritt 4 – Beleuchtung:

Möchtest du den Kürbis beleuchten, öffnest du ihn entweder vom Boden oder vom Deckel her und entfernst das Kerngehäuse und überschüssiges Fruchtfleisch. Je dünner du die Kürbiswand schabst, desto schöner ist später der Effekt. Aber du solltest es dabei auch nicht übertreiben, denn dann leidet die Stabilität.

 

Kürbisse für Künstler:

Werfen wir einen Blick in die USA, wo Halloween groß gefeiert wird, dann finden wir schnell heraus, das Kürbisschnitzen nicht bei beleuchteten Laternen endet. Dort gibt es wahre Künstler, die aus dem großen Gemüse ganz Unglaubliches herstellen.

Ray Villafane, Gründer der Villafane Studios, ist ein solcher Künstler, der aus Kürbissen unvergleichlich lebensechte, gruselige und oft auch amüsante Skulpturen schnitzt. Die Technik, die dahinter steckt, ist dabei gar nicht so schwierig und auch für den Anfänger erstaunlich leicht umsetzbar.

Mit schabenden Bewegungen wird dabei Lage für Lage der Kürbisse abgetragen, bis die gewünschten Züge entstehen. Danach werden mit feinen Werkzeugen scharfe Konturen gezogen, sodass Licht und Schatten den Kürbis in ein lebendiges Wesen verwandeln.

Ein Küchenmesser reicht hier natürlich nicht aus. Neben den richtigen Werkzeugen wie dem → triangle Modellier-Set »Villafane Studios« empfiehlt sich auch ein Blick ins Internet sowie in Ray Villafanes großartige und zu eigenen Kreationen anregende → Step-byStep-Tutorials.

 

So verlängerst du die Haltbarkeit deiner Kunstwerke:

Leider sind bearbeitete Kürbisse nicht allzu lange haltbar. Je nach Wetterlage bleiben sie nur zwei bis sechs Tage frisch. Daher schnitzt man sie am besten erst direkt vor Halloween. Zwar kursieren diverse Tipps im Netz, um das Leben der Kürbislaterne zu verlängern, wie beispielsweise das Einsprühen des Kürbisinneren mit Haarspray, aber mehr als ein bis zwei Tage kann man auch damit den Verderb nicht aufhalten.

Länger frisch – nämlich bis zu schs Wochen – bleiben Kürbisse, die nur oberflächlich dekoriert werden. Wenn das Kerngehäuse nicht beschädigt wird, sondern nur die Schale geritzt oder abgeschält wird, trocknet die Oberfläche ein und bildet wieder eine feste Hülle. Sie verhindert das Eindringen von Keimen und damit den Verderb. Solche Kürbisse sind sogar später noch in der Küche verwendbar.

Und dann gibt es sogar noch eine Möglichkeit, deine Kürbiskunstwerke dauerhaft zu konservieren. Alles was du dafür benötigst, ist ein dicht schließendes Glasgefäß, in das der Kürbis passt, und viel klarer Essig. Frisch geschnitzt mit Essig bedeckt und luftdicht verschlossen, können die gruseligen Kunstwerke viele Monate und zuweilen selbst Jahre überstehen. Sollte der Essig trüb werden, entnimmst du den Kürbis vorsichtig, reinigst das Gefäß und legst ihn in frischen Essig ein. Dieser Trick funktioniert übrigens am besten mit hartfleischigen Mini-Kürbissen und Süßkartoffeln.

 

Schön schaurig, oder?

Schön schaurig, oder?

 

Bananenschneckerls Resümee:

Ich liebe gruselige Halloween-Kürbisse! Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich in diesem Jahr zum Schnitzen komme. Einige Freunde wollen sich zwar zum Kürbisschnitzen treffen, aber im Moment herrschen in München fast noch Bikinitemperaturen. Da wären all die Mühe und Kreativität für die Katz! Am Donnerstag soll es sogar 23 Grad warm werden. Mal ehrlich: Das ist doch kein Wetter zum Kürbisschnitzen! So sehr ich das schöne Spätsommerwetter genieße, so schwer fällt es mir auch, mich in die richtige Stimmung für Halloween zu versetzen. Vielleicht hole ich mir heuer nur ein paar niedliche Miniaturkürbisse für die Gartendekoration und tobe mich ansonsten in der Backstube und am Herd aus. Mal gucken …

Hast du dir schon Kürbisse ins Haus gholt? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quelle: → triangle via → TrendXPRESS // Artikelbild: webandi/Pixabay // Kürbisfoto: Josh Wilburne/Unsplash // Kürbisse mit Schnitzwerkzeug: triangle // Kürbislaternen: jardauc/Pixabay]

 

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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