Die Hitze setzt auch Bäumen zu

Die Hitze setzt auch Bäumen zu

An heißen Sommertagen muss man besonders auf seinen Flüssigkeitshaushalt achten und reichlich Wasser trinken – so die gängige Empfehlung. Das gilt nicht nur für Mensch und Tier, sondern auch für Bäume. Denn anhaltende Hitze und Trockenheit macht auch Bäumen zu schaffen: An heißen Tagen brauchen Bäume wesentlich schneller ihre Wasserreserven auf. Junge Bäume sind dabei besonders betroffen, denn sie haben weniger Wasserreserven, auf die sie zurückgreifen können, als ausgewachsene Laubbäume.

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) appelliert daher an alle Bürger, Straßenbäume und Sträucher an besonders heißen Tagen nicht verdursten zu lassen. »Stadtbäume haben es bei Hitze besonders schwer und benötigen in solchen extremen Situationen unsere Hilfe. Bei Sonnenschein und hohen Lufttemperaturen heizen sich die Gebäude und Straßen in den Städten stärker auf. Straßenbäume und Bäume in Parks und Grünanlagen puffern dabei einen Teil der entstandenen Wärmestrahlung der Gebäude ab«, erklärt BdB-Präsident Helmut Selders und ergänzt: »Bäume sind damit eine lebendige Klimaanlage, denn durch die Verdunstungskälte, die sie bewirken, beeinflussen sie positiv die Lufttemperatur.«

Und nicht zuletzt sorgen Bäume für eine bessere Luft in unseren Städten: Sie produzieren Sauerstoff – das Lebenselixier für Mensch und Tier – und filtern Feinstaub aus der Luft.

 

Gesundes Grün und Schatten sind Geschenke der Bäume an uns

Gesundes Grün und Schatten sind Geschenke der Bäume an uns

 

Bananenschneckerls Resümee:

Alle Jahre wieder ziehen Markus und ich bei sommerlichen Hitzewellen mit Gießkannen los und versorgen die Bäume vor dem Haus mit Wasser. Wichtig, wenn auch du die Stadtbäume in deiner Nachbarschaft gießen willst: Entnimm bitte das dafür benötigte Wasser stets dem Wasserhahn und nicht etwa natürlichen Gewässern! Denn Bäche, Flüsse und Seen sowie die in ihnen lebende Pflanzen- und Tierwelt leiden ebenfalls unter Hitzestress. Gerade in den letzten Tagen mussten wir eine alarmierende Aufwärmung der Gewässer in Deutschland und unseren Nachbarländern beobachten. Tausende Fische sind bereits gestorben.

Nicht nur die → Schweiz sitzt auf dem Trockenen. Auch bei uns leiden die Gewässer unter der anhaltenden Hitze und Trockenheit. So entdeckte ich am Montagabend in der Würm mehrere Forellen, denen der Fluchtreflex abhanden gekommen war. Kein Wunder: Fische benötigen zum Überleben Sauerstoff. Wenn das Wasser jedoch immer wärmer wird, nimmt es weniger Sauerstoff auf und die Fische haben kaum noch Kraft – weder zum Bewegen noch zur Nahrungsaufnahme. Wenn du jetzt mit Eimer oder Gießkanne Wasser entnimmst, kann dies die Fische so stressen, dass ihr Kreislauf kollabiert. Besonders kritisch ist die Lage bei Wassertemperaturen von über 24 Grad in Still- und kleineren Fließgewässern. Doch selbst die Isar hat sich massiv erwärmt, wie ich während der gestrigen Schlauchboottour von Schäftlarn nach München erleben musste: Der Wildfluss ist aktuell sogar wärmer als der Münchner Lußsee!

Abhilfe schaffen kann jetzt nur noch eine längere Regenperiode. Denn wir können zwar die Bäume in der Stadt gießen. Unsere Gewässer allerdings nicht. Sie brauchen dringend Regen.

Warst du in dieser Hitze ebenfalls schon mit der Gießkanne unterwegs und hast Bäume und Sträucher gegossen? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quelle: → Bund deutscher Baumschulen und eigene Recherche // Artikelbild: BdB // Foto: David Vig]

 

Comments
2 Responses to “Die Hitze setzt auch Bäumen zu”
  1. Sassy sagt:

    Hier hat es seit April nur an drei oder vier Tagen etwas Regen gegeben. Aber die Bäume an der Straße vor unserm Haus gießen wir im Sommer immer mit, wenn es lange trocken bleibt. 🙂

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  1. […] Auf den Dauerregen folgte eine → Hitzewelle, auf Hochwasser Niedrigwasser. Sämtliche Gewässer wärmten sich alarmierend auf, so auch die […]



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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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