Frohes Summen zum Weltbienentag!

Frohes Summen zum Weltbienentag!

Großer Bahnhof für »Biene Maja«: Am morgigen Sonntag ist der erste Weltbienentag! Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai als Weltbienentag ausgerufen, um der breiten Öffentlichkeit die Leistungen von allen Bienen vor Augen zu führen. Ihre Bestäubungsarbeit ist von unschätzbarem Wert. So beziffert der Weltrat für Biologische Vielfalt den wirtschaftlichen Wert von fliegenden Bestäubern auf über 577 Milliarden US-Dollar. Wenn von Bienen die Rede ist, steht das Haustier der Imker – die Honigbiene Apis mellifera – im Vordergrund der öffentlichen Debatte. Auf die »wilden Verwandten« fällt viel weniger Rampenlicht. »Dabei stehen bei den Wildbienen in Deutschland bereits über 50 Prozent auf der Roten Liste«, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. »Die Gefahr, dass langfristig immer mehr Wildbienenarten von der Erde verschwinden, ist groß!«

Die oft hoch spezialisierten Wildbienenarten haben zwei massive Probleme: Knappe Nahrung und unzureichende Nistmöglichkeiten. »Wildbienen leiden unter Städte- und Straßenbau, der intensiven und auf wenige Kulturarten spezialisierten Landwirtschaft und dem Verschwinden von Feldrainen, Heiden und Magerrasen sowie anderen warmen und sandigen Lebensräumen«, erklärt von Münchhausen. Die Deutsche Wildtier Stiftung weist im Zuge des Weltbienentages darauf hin, dass vor allem Wildbienen im Gegensatz zur domestizierten Honigbiene Schutz und Hilfe brauchen. »Viele Bienenfreunde, die den Insekten etwas Gutes tun wollen, wissen nicht, dass Honigbienen und Wildbienen völlig unterschiedliche Arten mit stark verschiedenen Ansprüchen sind, so von Münchhausen.

 

Wildbienen

Wildbienen

 

Fünf wichtige Unterschiede zwischen Honig- und Wildbienen:
  1. Honigbienen gehören alle zu einer Art: der Apis mellifera. Bei den Wildbienen gibt es allein in Deutschland über 600 verschiedenen Arten. Weltweit sind es über 20 000 Arten. Ihre Namen sind unverwechselbar. Sie heißen Schneckenhausbiene (Osmiabicolor), Sandbiene (Andrena), Mörtelbiene (Megachile) oder Seidenbiene (Colletes).
  2. Honigbienen werden gezüchtet und leben als soziale Art in einem Volk mit mehreren Tausend anderen Individuen in Stöcken. Wildbienen sind meist Einzelgänger mit individuellen Ansprüchen an ihren Lebensraum: Einige legen Niströhren im Erdboden an, andere bevorzugen Mauerritzen zum Nestbau, wieder andere Pflanzenstängel.
  3. Honigbienen fliegen viele Pflanzen an, Wildbienen sammeln Nektar an sehr wenigen, manchmal sogar nur an einer einzigen Pflanzenart.
  4. Honigbienen produzieren Honig, aus den Nestern europäischer Wildbienen kann kein Honig gewonnen werden.
  5. Der Stich der Wildbiene ist für den Menschen wesentlich harmloser als der einer Honigbiene und meist kaum spürbar.

 

Das sagt der Schokoschnegel:

Im Schneckenhaus ist jeder Tag Weltbienentag. Natürlich nicht im Haus, sondern im Garten. Was sollten die kleinen Flieger auch in unserem Zuhause? Neben einem reichen Blütenangebot aus allerlei bienenfreundlichen Samenmischungen wie zum Beispiel dem → WildgärtnerFreude Bienengarten finden Wildbienen bei uns verschiedene, gut angenommene Nisthilfen und einen bemoosten → Bienenigel als Bienentränke. Allerdings müssen wir noch lernen, die verschiedenen Wildbienenarten zu erkennen und voneinander zu unterscheiden. Biene ist nämlich nicht gleich Biene! Eine wertvolle Hilfe ist hierbei für uns das Portal → »Deutschland summt!« der Stiftung für Mensch und Umwelt. Es lohnt sich, dort vorbeischauen, wenn auch du mehr über Wildbienen lernen und erfahren möchtest, wie du ihnen am sinnvollsten helfen kannst. Vielleicht machst du ja sogar beim diesjährigen → Pflanzwettbewerb »Wir tun was für Bienen« mit?

Wie ist es mit dir: Summst du schon? Ich freue mich über deinen Kommentar!

XOXO

Markus

[Quelle: → Deutsche Wildtier Stiftung und eigene Recherche // Artikelbild: Jenna Lee]

 

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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