Zen-Pflanzen - Bonsai, Ficus Ginseng und Glücksbambus

Zen-Pflanzen

Ruhig, mysteriös und faszinierend. Das sind die Attribute, die Bonsai, Ficus Ginseng und Glücksbambus ausmachen. Diese Zen-Pflanzen sorgen für einen achtsamen Mai, der das Interieur und den Geist auf einen Sommer voll heiterem Trubel einstimmen. Die exotischen Schönheiten bergen eine Energie, die den Betrachter in den Bann zieht und dazu verlockt, immer wieder einen Blick auf die edlen Pflanzen zu werfen.

Tausende Jahre Zen-Tradition können als Kombination von Balance, Einfachheit und natürlicher Schönheit zusammengefasst werden. Pflanzen wie Bonsai, Ficus Ginseng und Glücksbambus schaffen eine Atmosphäre der Ruhe, die besonders in einem minimalistisch gehaltenen Interieur wirkt. Ihr Ursprung liegt in den schlicht konzipierten Gärten der Zen-Buddhisten, in denen sie Ende des 14. Jahrhunderts erstmalig gezüchtet wurden. Die feinsinnige Schönheit der Miniaturpflanzen half schon damals bei Meditationen und wirkt auch in der hektischen Moderne als Ruhepol. Auf den ersten Blick spartanisch, entfalten die Pflanzen über längere Zeit ihre Wirkung. Anmut und Ausstrahlung der Zen-Pflanzen laden zu einer achtsamen Betrachtung und entschleunigter Bewunderung ein. Die Belohnung: innere Ruhe und frische Energie.

 

Arrangement mit Zen-Pflanzen

Arrangement mit Zen-Pflanzen

 

Zen-Pflanzen in all ihrer Vielfalt:

In Japan bedeutet Bonsai wörtlich »Baum in der Schale«. Dieser, wie auch andere hölzerne Pflanzen, können mit Hilfe von Zu- und Beschneiden in Miniaturbäume verwandelt werden. Die Form der Miniausführung ist maßgeblich durch das Wesen und die Art des Ausgangsbaumes bestimmt. Die japanische Disziplin spiegelt sich in dieser Methodik wieder – ein Unterlassen, das eine neue Schönheit erschafft. Steintöpfe in neutralen Farben und in schlichter Form unterstreichen dieses Flair perfekt.

 

Bonsai und Ficus Ginseng:

Die Bonsai-Aufzucht und das damit einhergehende, Mantra-artige Beschneiden fordern eine geübte Hand. Nur dadurch ist gewährleistet, dass jede Pflanze trotz der stringenten Baumschule ihren eigenen Charakter ausbilden kann. Das spiegelt besonders der unregelmäßig gewachsene Ficus Ginseng wieder. Sein Facettenreichtum begeistert den Betrachter jedes Mal aufs Neue, denn je nachdem, aus welchem Winkel der Blick auf die exotische Pflanze fällt, springen neue Details ins Auge. Diese außergewöhnliche Pflanze könnte als grünes Haiku beschrieben werden – als eine Weisheit, die über Jahre gewachsen ist und sich als grüner Gast in das Zuhause einfügt. Die sichtbaren Wurzeln machen die Ästhetik des Ficus Ginseng aus, die sich in Räumen mit natürlichen Farben und viel Freiraum perfekt entfalten kann. Der gewählte Topf selbst sollte daher nicht zu sehr ablenken, sondern bescheiden und natürlich wirken.

 

Glücksbambus:

Die Kombination aus Ficus Ginseng mit der schlichten, stringenten Form des Glücksbambus ergänzt den heimischen Fokuspunkt für Meditationen ideal. Die Form des Bambus ist dabei frei wählbar: gerade, zielgerichtet, spiralförmig oder verspielt. Die Assoziation mit einem auch in Deutschland beheimateten Gewächs könnte aufkommen und beweist sich sogar als richtig. Der Glücksbambus ist nämlich entfernt verwandt mit dem Spargel. Ursprünglich in Kamerun beheimatet, feiert er demgegenüber seine größte Beliebtheit in China. In Fernost wird er ganz nach seinem Namen als Glückssymbol verschenkt. Hierzulande wirkt der Glücksbambus am besten in einem transparenten, mit Wasser befüllten Becken oder schlichten Schalen. Das Wasser rundet dabei das Idyll der Bambuslandschaft hervorragend ab.

 

Die Vielfalt der Zen-Pflanzen kommt im Bonsai besonders gut zum Ausdruck

Die Vielfalt der Zen-Pflanzen kommt im Bonsai besonders gut zum Ausdruck

 

Pflegehinweise:
  • Die Zen-Pflanzen stehen bevorzugt an einem hellen Ort, brauchen aber keine volle Sonneneinstrahlung.
  • Bonsai und Ficus Ginseng sollten leicht feucht gehalten werden, stehen aber nicht gern in einer Wasserpfütze.
  • Ist die Erde angetrocknet, ist es Zeit zu gießen – ist sie noch sehr feucht, braucht es erst einmal kein Wasser.
  • Der Glücksbambus kann komplett im Wasser gehalten werden, wobei du darauf achten solltest, dass die Wurzeln nicht austrocknen. Wird er im Topf kultiviert, ist Staunässe zu vermeiden.
  • Ein Mal im Monat solltest du deine Zen-Pflanzen düngen.

 

Stilvolle Kombination unterschiedlicher Zen-Pflanzen

Stilvolle Kombination unterschiedlicher Zen-Pflanzen

 

Das miaut Schrödingers Katze:

Meouw! Alle drei Zen-Pflanzen haben einen festen Platz in meinem Herzen – und in meinem Zuhause. Den Glücksbambus verschenke ich darüber hinaus sehr gern zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Jubiläen in kleinen passenden Glasvasen oder Schalen. Apropos Geschenke: Vor zwei Wochen hat Sissi von einer Freundin völlig überraschend ein Paket mit einem Bonsai geschickt bekommen. Sicher hast du das Foto auf → Instagram gesehen. Wir haben allerdings noch nicht herausbekommen, ob es sich bei dem niedlichen Ficus um einen Ficus Ginseng handelt oder um eine der vielen anderen Arten aus der Familie der Maulbeergewächse. Hübsch ist er so oder so.

Wie gefallen dir die Zimmerpflanzen des Monats Mai? Wohnen einige Zen-Pflanzen auch in deinem Zuhause? Ich bin gespannt auf deine Antwort und schnurre wie immer bei jedem Kommentar!

XOXO

Schrödingers Katze

[Quelle: → Pflanzenfreude.de]

 

Comments
One Response to “Zen-Pflanzen”
  1. Leane sagt:

    Wir wollen, wenn unser Wohnzimmer fertig renoviert ist, uns auch die eine oder andere Pflanze zulegen.

    Liebe Grüße

    Leane

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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