Lass den Rasen wachsen! - Wer seltener mäht, lockt Wildbienen und Schmetterlinge an

Lass den Rasen wachsen!

Weit über 35 Millionen Gartenbesitzer in Deutschland können – und sollten! – sich entspannt zurücklehnen und den Rasenmäher häufiger im Schuppen lassen. Wer weniger oft mäht, hilft damit nämlich Wildbienen und Schmetterlingen. »Dass grüner Faconschnitt out ist, zeigt die neueste wissenschaftliche Studie des USDA Forest Service in Washington«, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Das amerikanische Forschungsinstitut belegt, was viele Artenschützer schon lange beklagen: Akkurater Rasen schwächt die Artenvielfalt im Garten. Sage also bitte deinem Englischen Rasen bye-bye!

»Wenn der Rasen wachsen darf, zieht die Fläche innerhalb kurzer Zeit Wildbienen und Schmetterlinge geradezu magisch an«, so Goris. Pflanzen wie Hornklee oder Löwenzahn sind beispielsweise eine lebenswichtige Nahrungsquelle für Bestäuber. Und sehen noch dazu sehr hübsch aus, wie Sissi und ich finden. Auch Gänseblümchen gehören zu den gern von Bienen und Co. besuchten Wildpflanzen im Garten. »Ist die Insektenvielfalt durch das Rasenwachstum erst gestiegen, stellen sich schnell weitere nützliche Gäste ein. Neben Vögeln, die sich von Larven, Käfern und Würmern ernähren, kommen Wildtiere wie Igel und Marienkäfer in den Garten.« Erstere futtern gern Schnecken, während Marienkäfer und ihre Larven sich an Blattläusen gütlich tun. Es lohnt sich also doppelt, nicht ständig den Rasenmäher anzuwerfen.

Ein Tipp on top: Wer sein Grün optisch aufwerten und Bestäubern das ganze Jahr über eine schmackhafte Nahrungsquelle liefern möchte, kann eine → Wildblumenwiese anlegen. Wer dann in deinen Garten kommt, erfährst du im kostenlosen → Wildbienenratgeber der Deutschen Wildtierstiftung.

 

Wer seltener mäht, lockt Wildbienen und Schmetterlinge an

Wer seltener mäht, lockt Wildbienen und Schmetterlinge an

 

Das sagt der Schokoschnegel:

Für eine bunte Wildblumenwiese ist unser Garten leider zu klein. Typisch Großstadt eben … Daher war Rasenmähen auch nie ein Thema für uns. Immerhin aber ist es mir in den letzten Jahren gelungen, den einen oder anderen Freund dazu zu bewegen, den Rasenmäher abzuschaffen und Samenmischungen wie den → WildgärtnerFreude Bienengarten auszusäen. Das erfreut nicht nur Wildbienen und Schmetterlinge, sondern bringt auch eine Menge Zeitersparnis beim Gärtnern mit sich: Es reicht nämlich vollkommen aus, zwei Mal im Jahr die Sense zu schwingen. Klingt doch gut, oder? Die gewonnene Zeit kannst du dann prima in DIY-Artenschutzprojekte investieren. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Bau eines Insektenhauses? Oder du werkelst Sissis → Bienenigel nach, der auch von Schmetterlingen gern genutzt wird.

Mähst du deinen Rasen oder lässt du ihn wild wachsen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

XOXO

Markus

[Quelle: → Deutsche Wildtier Stiftung und eigene Recherche // Bilder: Jon Flobrant]

 

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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