Forelle in der Salzkruste

Forelle in der Salzkruste

Am Montag hieß es endlich wieder »Petri Heil!« an der schönen Würm. Die Angelsaison 2018 ist eröffnet! Nach den langen Monaten der Schonzeit lag eine gewisse stille Feierlichkeit in der Luft, als die ersten Angler in der Morgendämmerung ihre Ruten auswarfen und auf einen Biss hofften. Ehrensache, dass ich es mir nicht habe nehmen lassen, in aller Herrgottsfrühe aufzustehen und das Geschehen am Würmufer zu beobachten. Ein tolles Erlebnis! Hier hoppelte ein wildes Kaninchen über die Wiese, dort tapste ein Igel durch die Hecke und die Luft war erfüllt vom morgendlichen Gezwitscher der Vögel – ein Gratiskonzert der Natur! Logisch, dass auch der beste Ehemann von allen in dieser Woche schon mehrfach zum Angeln gegangen ist und die eine oder andere Forelle nach Hause gebracht hat.

Für mich bedeutet das dann immer, neue Rezepte auszuprobieren. Der »gemeine Angler« legt seine Forelle meistens auf den Grill oder in die Pfanne oder backt sie im Ofen. Alles sehr lecker, keine Frage! Aber ab und zu verlangt es uns dann doch nach Abwechslung. Und so gab es bei uns in dieser Woche schon japanisch gegrillte Regenbogenforelle mit Teriyaki-Soße, die ich eigens für mein Picknick mit der lieben → Katrin gezaubert habe, → Forellencroustillons auf Rettichsalat mit Petersilienpesto und Forelle in der Salzkruste. Das Rezept besticht gleichermaßen durch seine Einfachheit wie durch seine Kreativität. Im Mittelpunkt stehen natürliche Aromen, saftiges Grillgut und einzigartiger Genuss. Eine gesunde Ernährung ist damit garantiert.

 

Das Rezept für Forelle in der Salzkruste:

Zutaten für zwei Forellenfreunde:
– 2 Kilo grobes Meersalz
– 1 Teelöffel Fenchelsamen
– 2 Eier von glücklich gackernden Hühnern
– 100 Milliliter Wasser
– 1 fangfrische Forelle
– 1 Bio-Orange
– 1 Bio-Zitrone oder -Limette
– 20 Gramm selbst gemachtes Fischgewürz
– 4 entsteinte und halbierte schwarze Oliven
– 10 Gramm fein gehackte Petersilie
– 10 Gramm abgezupfte Thymianblättchen

Zubereitung der Forelle in der Salzkruste:
Vermische zuerst für den Salzmantel das grobe Meersalz, die Fenchelsamen, die Eier und das Wasser, bis die Zutaten leicht binden. Füge gegebenenfalls noch ein wenig Wasser hinzu, falls die Masse zu krümelig ist. Stelle die Mischung beiseite und lasse sie eine Stunde stehen.

Brause dann die Forelle mit kaltem Wasser ab und tupfe sie liebevoll mit Küchenpapier trocken. Kappe die Zitrusfrüchte beidseitig, schneide sie jeweils in sechs Scheiben und entferne die Kerne. Würze die Bauchhöhle der Forelle mit dem Fischgewürz und fülle sie mit der Hälfte der Zitrusfruchtscheiben, den Oliven sowie den frischen Kräutern. Gib nun ein Drittel der Salzmischung in eine Grillschale, lege je zwei Orangen- und Zitronen- oder Limettenscheiben auf das Salz und bette die Forelle darauf. Verteile die restlichen Fruchtscheiben auf dem Fisch und bedecke ihn mit dem restlichen Salz. Stelle die Grillschale auf den Rost und grille die Forelle indirekt rund 20 Minuten bei etwa 220 Grad Celsius. Nimm die Forelle vom Grill und lasse sie vor dem Öffnen der Salzkruste fünf Minuten ruhen. Dazu schmecken ein bunter Salat der Saison und ein trockener Riesling. Guten Appetit!

Tipp:
Du kannst die Forelle in der Salzkruste auch ganz wunderbar in 20 bis 25 Minuten im vorgeheizten Backofen zubereiten: Ober-/Unterhitze: etwa 220°C, Heißluft: etwa 200°C, Gas: Stufe 4.

 

Schnell gegrillt: Forelle in der Salzkruste
Schnell gegrillt: Forelle in der Salzkruste

 

Bananenschneckerls Resümee:

Du kannst natürlich nicht nur Bachforelle oder Regenbogenforelle in der Salzkruste grillen. Nein, auch Bachsaibling, Barbe, Hecht, Zander, Barsch, Karpfen und Aitel bekommen durch den Salzmantel und die verwendeten aromatischen Kräuter eine ganz besondere Note. Sie alle schwimmen in der Würm, wobei der Schokoschnegel meist »nur« Forellen und Saiblinge fängt. Drei der Salmoniden darf er dem Gewässer am Tag entnehmen, das Jahresfanglimit ist dabei auf 40 Salmoniden begrenzt. Also muss er sich seine Angeltage gut einteilen! Und das ist auch gut so, denn für uns steht beim Angeln nicht eine möglichst hohe Fangquote, sondern die Freude am Outdoorleben im Mittelpunkt.

Wie gefällt dir das Rezept für Forelle in der Salzkruste? Und wie bereitest du Forelle am liebsten zu? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar und wünsche dir ein schönes Wochenende!

XOXO

Sissi

[Fotos: → OUTDOORCHEF via TrendXPRESS]

Comments
11 Responses to “Forelle in der Salzkruste”
  1. Leane sagt:

    Hmmm köstlich, mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen.

    Liebe Grüße

    Leane

  2. Da bekomme ich Hunger meine Liebe …

    Grüße

    Heike

  3. Martina sagt:

    Hallo Sissi,

    jetzt habe ich großen Appetit auf Forelle. Tolles Rezept zum Nachmachen!

    Liebe Grüße

    Martina

  4. Eggi sagt:

    Sieht das lecker aus! Da schmeiße ich doch gleich mal den Grill an …

    Gruß

    Eggi

  5. Schokoladenhai sagt:

    Danke für dieses leckere Rezept! Die Forelle in Salzkruste wird am Sonntag gegrillt, wenn mir das Anglerglück hold ist.

    Gruß

    Schokoladenhai aka Thomas

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  1. […] Gerade Fisch vom Grill ist eine feine Sache und meist auch blitzschnell zubereitet. Sicher, die → Forelle in der Salzkruste vom letzten Freitag ist ein bisserl zeitaufwendiger. Einfacher und schneller in der Zubereitung […]



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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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