Von wegen Kuscheln! Ruppiges Vorspiel garantiert Nachwuchs

Ruppiges Vorspiel garantiert Nachwuchs

Eichhörnchen sind keine klassischen Winterschläfer. Wer die possierlichen Nager jetzt beobachtet, sieht sie entweder auf dem Weg zu ihren geheimen Futterplätzen oder überrascht die Männchen bei ihren Annäherungsversuchen. Sie werben nicht gerade charmant um die Eichhörnchendamen: Das Weibchen wird oft bis in die Baumkrone verfolgt und gejagt. Manchmal hetzen gleich mehrere Männchen hinter ihr her. Wird es ihr zu bunt, kommt es zum Kampf. Die Bedrängte wehrt sich mit aggressiven Schreien und Bissen. Ist sie jedoch mit der Paarung einverstanden, gehört das Davonlaufen zum Vorspiel. »Nach einer Tragzeit von 38 Tagen kommen dann bis zu sechs Junge im Kobel – dem Eichhörnchennest – zur Welt«, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. »Der Erzeuger hat sich dann längst aus dem Staub gemacht. Die Aufzucht ist bei Eichhörnchen reine Frauensache.«

Der Nachwuchs ist nackt, blind und taub und wiegt kaum mehr als acht Gramm. Im Kobel haben es die Nesthocker gemütlich. Das Nest wird aus Zweigen und Blättern errichtet, mit Moosen und Gras ausgepolstert und ist nahezu regendicht. Die dicken Wände des Kobels bieten im Winter einen guten Wärmeschutz. Eichhörnchen besitzen gleich mehrere Kobel. Ein Eingang weist immer nach unten. »Das ist quasi die Eingangstür zum Nest«, sagt Eva Goris. Die hohlkugelförmigen Bauten werden in einer Astgabel normalerweise in über sechs Metern Höhe platziert. »Wenn Sie jetzt bei dem schlechten Wetter Eichhörnchen außerhalb des Nestes sehen, unterbricht das Tier entweder gerade seine Winterruhe, um zu fressen – oder es ist auf der Suche nach einem Partner«, erklärt die Sprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung.

 

Das sagt der Schokoschnegel:

Im Moment hopsen mir ziemlich häufig Eichhörnchen über den Weg. Von Kuscheln keine Spur! Im Gegenteil: Das wilde Treiben in den Baumwipfeln kann einem Angst und Bange machen. Denn oft genug kam es schon vor, dass die kleinen Nager meinen Kopf oder meine Schultern nur um Haaresbreite verfehlten. Und im letzten Spätsommer ist ein paarungswilliger Eichhörnchenmann sogar auf mir gelandet, als ich gerade meine Angelrute auswerfen wollte! Vor Schreck wäre ich beinah ins Wasser gefallen … Dann aber musste ich lachen und denke, das Eichhörnchen war mindestens ebenso erschrocken über die unerwartete Landung wie ich.

Zum Glück geht es während der → Paarungszeit nicht bei allen Wildtieren so stürmisch zu. Einige lassen es auch ruhiger angehen, so wie Meister Biber oder meine schuppigen Freunde, die Fische. Mit viel Glück kannst du an ruhigen Wintertagen sogar einen Hauch von Romantik im Liebeswerben unserer Tierwelt beobachten. Doch wie dem auch sei: Hauptsache, auch in diesem Jahr sind die Kinderstuben unserer einheimischen Wildtiere wieder gut besetzt, oder? Eichhörnchennachwuchs ist sogar ganz besonders niedlich und ich freue mich schon auf die ersten Eichhörnchenbabies in diesem Jahr.

Magst du Eichhörnchen und hattest du ebenfalls schon lustige Begegnungen mit ihnen in der freien Natur oder in deinem Garten? Ich freue mich über deinen Kommentar!

XOXO

Markus

[Quelle: → Deutsche Wildtier Stiftung // Artikelbild: Antje Deepen-Wieczorek, piclease]

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