Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Nashörner

Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Nashörner

Nach Eisbären, Elefanten, Löwen und Delfinen widmet sich der Schauspieler und Naturschützer Hannes Jaenicke in seiner vielfach prämierten ZDF-Doku-Reihe einer weiteren bedrohten Tierart: dem Nashorn. Das ZDF zeigt am 16. Januar 2018 um 22:15 Uhr »Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Nashörner«.

Kaum eine Tiergattung steht momentan so in der Schusslinie wie Nashörner. Im letzten Jahr wurden auf dem afrikanischen Kontinent mehr als 1 200 wegen ihres Horns von Wilderern getötet. Der Handel ist weltweit illegal, doch die hohe Nachfrage lässt offenbar die Preise in die Höhen schießen: Von etwa 50 000 Euro pro Kilogramm ist die Rede.

Hannes Jaenicke verfolgt die blutige Spur der Wilderer. Seine erste Etappe führt nach Kenia, wo die letzten drei Vertreter des nördlichen Breitmaulnashorns leben. Unter ihnen: Sudan, der letzte Bulle dieser Art (siehe Artikelbild). Rund um die Uhr wird er von Rangern bewacht. Die Reise geht weiter nach Südafrika, dem momentanen Zentrum der Nashornwilderei. Wie gefährlich die Lage ist, erfährt der Schauspieler in einem Nashornwaisenhaus – einem Hochsicherheitsgefängnis, in dem über 30 Nashornbabys Schutz finden.

Das mit Abstand größte Abnehmerland für gewildertes Nashorn ist Vietnam. Hannes Jaenicke reist nach Hanoi. Er will wissen, wie der illegale Nashornhandel aufgebaut ist, und trifft außer einem vietnamesischen Investigativjournalisten auch Konsumenten des Horns. Die Wilderei auf Nashörner ist längst auch in Europa angekommen: Im März 2017 wurde in einem Zoo bei Paris ein Nashorn getötet und sein Horn abgesägt. Auch Hornexponate aus naturgeschichtlichen Museen wurden bereits gestohlen. Selbst deutsche Zoos mussten ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärken.

 

Das sagt der Schokoschnegel:

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr mich das Thema Nashornwilderei entsetzt. Immerhin streifen diese imposanten Tiere nun schon seit rund sechzig Millionen Jahren über unseren Planeten. Und jetzt sind die Nashörner vom Aussterben bedroht, weil irgendwelche Deppen sie aufgrund ihrer Hörner töten. Widerlich! Dabei besteht das Horn aus nichts anderem als Keratin, das auch in unseren Fingernägeln steckt. Niemand käme auf die Idee, menschliche Fingernägel zu pulverisieren und zu verzehren, um seinen Status oder seine Potenz zu steigern. Warum also Nashornpulver konsumieren? Für mich unvorstellbar.

Was viele nicht wissen: De facto ist das Nördliche Breitmaulnashorn bereits ausgestorben. Denn Sudan ist schon zu alt, um noch für Nachwuchs zu sorgen und seine beiden Gefährtinnen Najin und Fata können sich ebenfalls nicht mehr fortpflanzen. Auf natürlichem Wege läuft da also nichts mehr. Und ob künstliche Reproduktion funktioniert, muss die Zeit erst noch zeigen. Apropos Zeit: Auf → ZEIT ONLINE findest du einen lesenswerten Artikel über die drei Nashörner, die Hannes Jaenicke besucht hat.

Hast du schon einmal Nashörner in einem Nationalpark gesehen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

XOXO

Markus

[Quelle: → ZDF // Artikelbild: obs/ZDF/Markus Strobel]

Comments
2 Responses to “Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Nashörner”
  1. Martina sagt:

    Hallo Markus,

    die Nashornwilderei ist ein widerliches Geschäft! Die Dokumentation werde ich mir ansehen und den Artikel auf ZEIT ONLINE lese ich gleich auch noch.

    Liebe Grüße

    Martina

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