Gesunde Honigküche

Gesunde Honigküche

Honig ist nicht nur eine leckere Süßigkeit. Er kann auch zum Kochen und Backen verwendet werden und liefert Müslis und Smoothies die gewünschte süße Note. Außerdem steckt Honig voller gesunder Inhaltsstoffe. Ist es dann verwunderlich, dass wir Deutschen Weltmeister im Honigessen sind? Überdies gibt es in keinem anderen Land so viele Schul- und Stadtimker wie bei uns. Klagten die Imkerverbände früher über Nachwuchssorgen, ist das Interesse an Bienen inzwischen wieder gewachsen. Initiativen wie → »Deutschland summt!« oder → »Bienen machen Schule« stellen die Honigbiene und ihre wilden Schwestern in den Mittelpunkt und werben so für eine vielfältige Stadtnatur und eine gesunde Mensch-Umwelt-Beziehung.

Bienenhonig gilt als das älteste Süßungsmittel der Menschheit. Stand den Menschen früher der Sinn nach Süßem, plünderten sie die Nester der Wildbienen. Schon in der Antike entwickelte sich die »organisierte« Bienenhaltung. Griechen und Römer waren die ersten, die eine systematische Bienenzucht unterhielten und Wissen über die emsigen Wesen sammelten. Den Honig aßen sie zum Brot. In Ägypten fand Honig sogar als Zahlungsmittel Verwendung. Bis in das 16. Jahrhundert hinein wurde übrigens fast ausschließlich mit Honig gesüßt. Den Veganern unter uns mag das vielleicht nicht schmecken. Doch artgerecht gehalten, schadet den Bienen die Honigentnahme nicht.

 

»Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.« (Albert Einstein)

 

Was ist eigentlich Honig?

Wir kennen alle den süßen Geschmack und die geschmeidige Konsistenz von Honig. Doch was ist eigentlich drin in diesem Naturprodukt? In der Honigverordnung (HonigV) wird Honig als »natursüßer Stoff« definiert, »der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen«. Honig wird also nicht nur aus Blütennektar, sondern auch aus den süßen Säften von Tieren und Pflanzen gewonnen, dem Honigtau.

 

Wer macht den Honig?

Die Arbeiterbienen transportieren den Nektar in ihrem Körperinneren in der so genannten Honigblase. Dort wird er mit körpereigenen Säften und Enzymen vermischt, bevor er in die Wabenzelle gefüllt wird. Gleich darauf saugt ihn eine andere Biene wieder ein und vermischt ihn abermals mit ihren Körpersäften. Das Spielchen wiederholt sich solange, bis der Nektar zu jenem dickflüssigen Saft heranreift, den wir als Honig kennen. Die warme Umgebungstemperatur im Bienenstock (um die 35°C) hilft dabei, dass Wasser verdunstet und der Honig seine typische Konsistenz erhält. Was die fleißigen Bienen zur eigenen Nahrungsversorgung in die Wabe befördern, wird vom Imker entnommen und ausgeschleudert oder abgepresst.

 

Honig im Überblick:

Honig lässt sich nach Herkunft, Sorte und Art der Gewinnung einteilen. Nach Herkunft unterscheidet man Blüten- und Honigtauhonig. Sammeln die Bienen den Nektar von Blüten, spricht man von Blütenhonig. Er enthält eine Vielzahl von geschmacklichen Nuancen. Der Honigtauhonig besteht hauptsächlich aus Honigtau, der auf Nadel- und Laubbäumen klebt. Der würzige Geschmack verrät, wo die Bienen sammeln waren. Die aus reichlich Honigtau bestehenden Blatt- und Waldhonige haben in der Regel eine nicht ganz so hohe Süßkraft wie der Blütenhonig.

 

Honigsorten:

Bei den Blütenhonigen unterscheidet man Honigsorten wie beispielsweise Akazien-, Kastanien-, Linden-, Klee- oder Rapshonig. Im Süden Deutschlands sind die Wald- oder Tannenhonige beliebter als im Norden. Neben den heimischen Produkten gibt es auch interessante Spezialitäten aus aller Welt: Eukalyptushonig aus Italien, brasilianischen Kaffeeblütenhonig, Lavendelhonig aus Frankreich, griechischen Thymianhonig oder Jellybushhonig aus Australien. Dem neuseeländischen Manuka-Honig wird eine besondere gesundheitliche Wirkung zugesprochen. Welche Blüten und Pflanzen die Bienen anfliegen, lässt sich mittels Jahreszeit und Standort bestimmen. Wird Honig unter einer bestimmten Sortenbezeichnung angeboten, muss er zum überwiegenden Teil aus dem Blütennektar bzw. dem Honigtau dieser Pflanzen gewonnen werden.

 

Honig in der Ernährung:

Honig besteht zu 75 bis 80 Prozent aus Zuckerstoffen, überwiegend aus einem Gemisch von Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker). Darüber hinaus enthält er Wasser, Vitamine, Mineralstoffe und verschiedene bioaktive Stoffe, Antioxidantien sowie Enzyme. Kühl, dunkel und trocken gelagert hält er sich jahrelang. 100 Gramm Honig enthalten rund 300 Kalorien, Zucker dagegen 400 Kalorien. Aufgrund seines hohen Fruchtzuckeranteils liegt die Süßkraft von Honig über der von Zucker. Wer mit Honig süßt, kann daher bei gleicher Süßkraft Kalorien sowie Zuckerstoffe einsparen.

Während Haushaltszucker außer Kohlenhydraten keine weiteren Nährstoffe liefert, sind im Honig immerhin geringe Mengen von Vitaminen und Mineralstoffen enthalten. Trotzdem sollte er nur sparsam verwendet werden. Natürlich kann auch Honig Karies verursachen. Er ist sogar für die Zähne besonders schädlich, da er durch seine Klebrigkeit lange daran haftet. Dies trifft jedoch nicht für den aus Neuseeland stammenden Manuka-Honig zu, auch wenn er die gleichen Zuckerstoffe enthält. Durch seine besonderen Inhaltsstoffe wirkt Manuka-Honig antikariogen und beugt sogar Parodontose vor. Dies wurde in mehreren Studien wissenschaftlich bewiesen.

 

Was tun, wenn Honig kristallisiert?

Wenn Honig auskristallisiert, ist das übrigens kein Zeichen schlechter Qualität. Honig ist ein Naturprodukt und je nach Zusammensetzung kristallisieren einige Honigsorten wie z. B. der Rapshonig schneller als Waldhonig. Vorsichtig im Wasserbad unter Rühren erwärmt, ist er schnell wieder flüssig und schmeckt genauso gut wie vorher. Dabei sollte Honig nicht über 40°C erwärmt werden, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe nicht mehr wirken können. Eine Ausnahme bildet Manuka-Honig: Sein Wirkstoff, das Methylglyoxal (MGO) ist temperaturbeständig.

 

Honig in unserer Küche:

Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 1,1 Kilo liegt Deutschland weltweit an der Spitze. Honig ist ein beliebter Brotaufstrich. Doch er eignet sich auch hervorragend zum Süßen von Speisen wie Quark, Joghurt, Müsli, Salatdressings und Saucen und für die Zubereitung von Gebäck und Kuchen. Gerade aus der Weihnachtsküche ist Honig nicht wegzudenken. Bereits die Griechen und Römer legten den Grundstein für Gewürzkuchenrezepte, aus denen der deutsche Lebkuchen, das englische Gingerbread und das französische Pain d’épices hervorgegangen sind.

 

Beliebte Rezepte mit Honig:

Obwohl wir als vegan orientierte Pescetarier weitgehend auf tierische Produkte verzichten, findet Honig im Schneckenhaus vielfältige Verwendung. Einige unserer beliebtesten Rezepte liste ich dir im Folgenden auf. Ich wünsche dir viel Spaß beim gesunden Honiggenuss!

→ Heißer Hustenkiller

→ Linsensalat im Glas

→ Nettle Tea Mojito

→ Fruchtige Müsliriegel

→ Heidelbeer-Smoothie

→ Pistazieneis mit Thymianhonig

→ Heißer Apfel-Fenchel-Drink

→ Geröstete Cashewkerne mit Sesam

→ Chili-Schokoladenküchlein

→ Avocado-Zitrus-Smoothie mit Moringa

→ Vegetarisches Weihnachtsmenü – Gebratene Früchte mit Honig

→ Weihnachtszeit ist Honigzeit – Manuka-Energieriegel

→ Gebackene Banane aus dem Bananenbräter

→ Amour fou: Baguette

→ Knusprige Kokoskugeln

→ Sissis Bauernbrot

 

Bananenschneckerls Resümee:

Bienenhonig ist wirklich etwas Feines! Wir kaufen ihn meist beim Stadtimker oder auf dem Biobauernhof. Besonders gern mag ich Kleehonig und Heidehonig auf knusprigem, selbst gebackenen Brot. Aber auch zum Backen von Weihnachtsleckereien verwende ich ihn oft. Eine meiner jüngsten kulinarischen Entdeckungen ist Edelkastanienhonig, den mir Freunde aus der Pfalz mitgebracht haben. Durch sein herbes, leicht bitteres Aroma verleiht er meinen Schwarztees eine besondere Note. Hast du ebenfalls einen Lieblingshonig? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quelle: Wirths PR und eigene Recherche]

Comments
One Response to “Gesunde Honigküche”
  1. Hallo Sissi,

    ich liebe Honig und gebe ihn jeden Morgen in meine Milch, zusätzlich nehme ich ihn ebenfalls beim Backen und für Smoothies. Toller Artikel – Danke!

    LG Katrin

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

Ihr zur Seite steht ein erfahrenes Team von Autoren, die sich im Blog ebenfalls regelmäßig zu Wort melden. Schau am besten öfter mal bei uns vorbei!