Halloween #14 - Doll's House

Halloween #14 – Doll’s House

Halloween rückt näher und du weißt noch nicht, wie du dein Zuhause stilgerecht für die Halloweenparty dekorieren sollst? Natürlich kannst du jetzt in den nächsten Horrorladen rasen und dich mit schaurig-schöner Partydekoration eindecken. Inzwischen bieten selbst die Discounter eine bunte Vielfalt an Halloweenartikeln für jeden Geschmack. Doch der Kauf von Skeletten und Totenköpfen, Würmern, Kakerlaken und Ratten oder Zombies und abgehackten Körperteilen geht schnell ins Geld, sogar bei Sonderangeboten. Keiner weiß das besser als ich, denn mit dem Horrorhobby ist bei mir eine gewisse Sammelleidenschaft verbunden. Die Versuchung ist halt groß, wenn man Halloween so liebt wie ich. Damit mein Portemonnaie jedoch nicht ebenso heult wie ein Werwolf bei Vollmond, steht auch Selbermachen bei mir hoch im Kurs! So wie vor einigen Jahren, als wir das Schneckenhaus mithilfe von Flohmarktfunden und ein bisserl Fantasie in ein Doll’s House der etwas anderen Art verwandelt haben.

Normalerweise ist ein Doll’s House, ein Puppenhaus, etwas Niedliches. Wahrscheinlich hatte jedes kleine Mädchen ein Puppenhaus oder hat zumindest mit Puppen gespielt. Nun stelle dir einmal vor, all deine Zimmer sowie dein Garten oder Balkon werden von Puppen erobert. Puppen mit starren, seelenlosen Augen … Sie bevölkern deine Bücherregale, sitzen auf dem Sofa, schwimmen scheinbar leblos in der Badewanne und lauern im Kühlschrank. Ganz schön unheimlich, oder? Das fanden auch unsere Halloweengäste. Puppen jagen nämlich vielen Menschen eine Heidenangst ein. Ihre menschenähnlichen Züge lassen kalte Schauder über unseren Rücken laufen. Und wenn wir uns dann noch fragen, ob die Puppen eine eigene bösartige Persönlichkeit besitzen, ist es meist um unsere Fassung geschehen. Davon künden auch die vielen Horrorfilme, in denen verfluchte oder besessene Puppen mörderische Jagd auf Menschen machen. Wer von uns bekommt keine Gänsehaut beim Anblick von Annabelle, Chucky oder Brahms?

Mache dir die herrlich morbide Faszination zunutze, die von Puppen ausgeht, und gestalte in diesem Jahr zu Halloween dein eigenes Doll’s House!

 

Subtil, aber wirkungsvoll: Bluttränen im Augenwinkel

Subtil, aber wirkungsvoll: Bluttränen im Augenwinkel

 

Das brauchst du für dein Doll’s House:

– alte Puppen – je mehr, desto besser!
– Cutter zur Narbengestaltung
– Schleifpapier zum Anschleifen der »Puppenhaut«
– schwarze, rote und weiße Farbe oder Nagellack
– Erde oder Kaffeesatz
– auf Wunsch: Kunstblut

Und so gestaltest du dein Doll’s House:
Überlege dir zuerst, ob du dein gesamtes Zuhause oder nur einen Raum in ein Doll’s House verwandeln möchtest. Entscheide dich dann für einen Puppenstil. Soll die schiere Masse an »abgeliebten« Puppen mit ihren toten Augen für den Gruseleffekt sorgen? Dann brauchst du sehr, sehr viele alte Puppen. Oder sollen Hexenpuppen, Vampirpuppen oder gar Zombiepuppen deine Gäste das Fürchten lehren? In diesen Fällen genügen schon ein Dutzend Puppen, die du entsprechend herrichtest. Ich habe für dich einige Bilder herausgesucht, von denen du dich inspirieren lassen kannst. Viel Spaß!

 

Zombiepuppen:

Mit ein wenig Farbe kannst du jede noch so hübsche Puppe in eine Zombiepuppe verwandeln.

 

Zombiepuppe im viktorianischen Kleidchen

Zombiepuppe im viktorianischen Kleidchen

 

Bei Dunkelheit sieht die Zombiepuppe noch gruseliger aus

Bei Dunkelheit sieht die Zombiepuppe noch gruseliger aus

 

Vampirpuppen:

Wo ist Van Helsing, wenn man ihn braucht?

 

Durch ihre Augen wirkt diese Vampirpuppe besonders grausig

Durch ihre Augen wirkt diese Vampirpuppe besonders grausig

 

So manch eine Vampirpuppe genießt es, endlich mal wieder ordentlich abzuhängen

So manch eine Vampirpuppe genießt es, endlich mal wieder ordentlich abzuhängen

 

Monsterpuppen:

Wenn Frankenstein auf Chucky trifft, kommen dabei sehr seltsame Kreaturen heraus …

 

Vorsicht: Nicht auf den Beifahrersitz setzen!

Vorsicht: Nicht auf den Beifahrersitz setzen!

 

Dämonenpuppen:

Vom Dämon besessene Puppen lassen nicht nur bei Nacht den Angstschweiß fließen.

 

Da wird doch der Dämon im Kinderstühlchen verrückt!

Da wird doch der Dämon im Kinderstühlchen verrückt!

 

Teufel? Dämon? Auf jeden Fall ist mit dieser Puppe nicht gut Kirschen essen

Teufel? Dämon? Auf jeden Fall ist mit dieser Puppe nicht gut Kirschen essen

 

Body Farm:

Wie eingangs schon erwähnt, kannst du auch deinen Garten mit Puppen bevölkern. Wie wäre es zum Beispiel mit einer kleinen Body Farm? Sehr gruselig sieht es aus, wenn du einzelne Arme in der Erde vergräbst und nur die Hände herausgucken. Oder du lässt einige »Gehenkte« von Hecken und Bäumen baumeln. Oder, oder, oder … Ich bin sicher, dir fällt zu dem Thema eine Menge ein!

 

Mit Erde und verwittertem Laub wirkt diese Puppe wie eine im Wald verscharrte Leiche

Mit Erde und verwittertem Laub wirkt diese Puppe wie eine im Wald verscharrte Leiche

 

Fast schon ein kleines Stilleben

Fast schon ein kleines Stilleben

 

Schau mir durch die Augen, Kleines ...

Schau mir durch die Augen, Kleines …

 

Einzelne Beine machen sich sehr gut als »Wegweiser« auf der Terrasse oder im Vorgarten

Einzelne Beine machen sich sehr gut als »Wegweiser« auf der Terrasse oder im Vorgarten

 

Dieses Püppchen wirkt auch ohne Kunstblut erschreckend

Dieses Püppchen wirkt auch ohne Kunstblut erschreckend

 

Bananenschneckerls Resümee:

Das Doll’s House kam bei den Gästen unserer Halloweenparty hervorragend an. Die unheimliche Stimmung war in jedem Raum zu spüren. Das Highlight der Party bildete ganz klar die »Blutwanne« im Badezimmer. Hierfür habe ich einfach die Badewanne mit einer Mischung aus Wasser und Kunstblut gefüllt und fünf langhaarige Puppen mit dem Gesicht nach unten im »Blut« schwimmen lassen. Einzelne Hände und Arme ergänzten das Szenario. Teelichter, deren Flackern unheimliche Schatten auf die Wände warf, rundeten den Gruseleffekt wirkungsvoll ab. Da ich viele der verwendeten Puppen geschenkt bekommen und stets Kunstblut und Farbe im Haus habe, hat mich die gesamte Halloweendekoration übrigens gerade mal 30 Euro gekostet.

Wenn du das Puppenthema konsequent durchziehen willst, empfehle ich Einmachgläser mit Puppenaugen und Puppengliedmaßen auf dem Halloweenbüffet. Und vielleicht hast du ja sogar Lust auf das passende Gruselessen? Aus Keks- und Brotteig lassen sich mit ein wenig Geschick neckische »Puppenleichenteile« werkeln. Außerdem kannst du – je nach gewähltem Puppenmotiv – auch zur Mottoparty einladen und deine Gäste bitten, sich als Hexen, Zombies, Vampire, Dämonen … zu verkleiden. Lass einfach deine Fantasie spielen! Wie gefällt dir die Idee eines Doll’s House? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

 

Comments
2 Responses to “Halloween #14 – Doll’s House”
  1. Hallo Sissi,

    nichts für mich – zu kruselig 😛 … da sind aber auch ein paar Puppern dabei … 😀

    LG Katrin

  2. Halloween mag ich recht gern …. aber Horrorpuppen kann garnicht ab …. da bekomme ich wirklich Angst. Sie wirken meist so echt und böse.

    LG Romy

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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