Aufräumen für Faule: #AFF 12 – Geschirr

#AFF 12 – Geschirr aussortieren

Wir bleiben noch ein bisserl in der Küche und sehen uns am zwölften Tag unserer aktuellen Serie »Aufräumen für Faule« (#AFF) unser Geschirr an. Nur logisch, nachdem wir gestern bereits überzählige → Tassen und Becher entsorgt haben, oder? Ich habe diese beiden Bereiche bewusst getrennt: Zum einen hatte ich dir im → Startartikel versprochen, dass jede einzelne der insgesamt 30 Tagesaufgaben nicht mehr als 15 Minuten deiner kostbaren Zeit in Anspruch nimmt – immerhin sind wir ja faul und wollen uns nicht bei »Deutschland sucht die Superhausfrau« bewerben. Zum anderen besitzen die meisten von uns so viel unterschiedliches Geschirr plus Tassen plus Becher, dass mir eine Trennung der Themen gerechtfertigt erschien.

Bewusst geworden ist mir unser Geschirrüberfluss erstmals, als der Geschirrschrank überquoll. Dabei hatten wir »eigentlich« nur zwei Sets mit Tafelgeschirr: ein etwas edleres und eines für den Alltag. Was an sich ja schon mal vollkommener Unfug ist, wie ich dir bereits vor Kurzem beim Thema → Besteck erläutert habe. Warum sollten wir das »gute« Geschirr für besondere Anlässe schonen und uns nicht jeden Tag daran erfreuen? Eben! Und da unser Alltagsgeschirr ohnehin nicht mehr vollständig war, fiel es uns relativ leicht, uns davon zu trennen. Sicher, auch diese Teller, Platten, Schalen und Schüsseln haben einmal Geld gekostet. Doch wir konnten einen dankbaren Abnehmer dafür finden und somit zwei Parteien glücklich machen – den Beschenkten und uns, die wir nun viel mehr Platz im Geschirrschrank haben. Außerdem macht es Spaß, jetzt täglich vom »guten« Geschirr zu essen: Das Auge isst bekanntlich mit!

Trotz des Aussortierens gab es aber immer noch eine Reihe von Geschirrteilen, die trotzig und sperrig ihren Platz im Küchenschrank behaupteten: Schüsseln, Schalen und Schälchen, riesige Pizza- und Pastateller sowie Servierplatten in allen möglichen Größen. Sogar ein nie benutztes Spargelgeschirrset fand sich ganz hinten im Schrank. Nun futtern wir Pizza und Pasta zwar ebenso gern wie die meisten, aber sind hierfür wirklich spezielle Teller nötig? Nö, nicht die Spur! Wir haben sie ohnehin fast nie benutzt, weil sie für den Alltagsgebrauch viel zu unhandlich sind. Also weg damit! Das stilvolle Spargelservice musste ebenfalls weichen – zu unpraktisch! Ich bin sicher, auch du hast viel zu viel Geschirr im Schrank. Dinge, die du selten bis nie benutzt oder in zigfacher Ausführung besitzt. Doch was davon benötigst du wirklich? Es ist an der Zeit, deinen Geschirrschrank zu durchforsten, überzähliges oder angesprungenes Geschirr rigoros auszumisten und nur das zu behalten, was regelmäßig in Gebrauch ist. Ich wünsche dir dabei viel Spaß!

 

#AFF 12: Sichte deine Küchenschränke und finde mindestens zehn Geschirrteile, von denen du dich leichten Herzens trennen kannst.

 

Aufräumen für Faule: #AFF 12 – Geschirr

Kaputte Teller eignen sich höchstens noch für den Polterabend!

 

Das kann weg:
  • Alles Geschirr ganz hinten im Schrank, das du bereits seit Monaten nicht mehr benutzt hast, insbesondere Spezialgeschirr für saisonales Gemüse oder selten servierte Gerichte.
  • Alles Geschirr, das du leicht durch etwas anderes ersetzen kannst – brauchst du für Müsli, Eis und andere Desserts wirklich unterschiedliche Schalen und Schälchen?
  • Alles Geschirrteile, die zu keinem vollständigen Set gehören.
  • Alle Geschirrteile mit Sprüngen oder einem anderen Knacks.
  • Alle Geschirrsets, die du doppelt und dreifach besitzt – entscheide dich für ein Set und benutze es täglich!
  • Alle Geschirrteile, die du nicht leiden kannst.
  • Kindergeschirr, aus dem dein Nachwuchs herausgewachsen ist.

 

Das darf bleiben:
  • Alles Geschirr, das du gern und regelmäßig benutzt.

 

Ein paar Extratipps zur Organisation deines Geschirrschrankes:

Angeknackstes Geschirr gehört umgehend ausgemustert. Denn Risse und Sprünge sehen nicht nur unschön aus und sind unhygienisch, nein, sie erhöhen auch das Verletzungsrisiko, wenn das Geschirr endgültig zerspringt. Ich habe das während meiner Studentenzeit mal mit einem Teller heißer Suppe erlebt – kein Spaß! An den Verbrühungen habe ich noch tagelang herumlaboriert. Falsch verstandene Sparsamkeit ist hier fehl am Platz. Und auch Geschirr, das du nie benutzt, hat in deinem Zuhause nichts zu suchen. Was bei dir zustaubt, kann einen anderen Menschen vielleicht glücklich machen. Allein dieses Bewusstsein kann eine hohe Motivation beim Ausmisten sein. Klar, Besitz loszulassen, ist nicht immer einfach. Ich verstehe es sehr gut, wenn du nur ungern Geschirr abgibst, das »eigentlich doch noch ganz gut« ist. Aber es macht keinen Sinn, Tellerberge aufzutürmen, wenn du in der Woche doch nur maximal sechs Teller benötigst. Umgib dich nur mit Geschirr, das deinen Genuss beim Essen und Trinken erhöht. Damit dir das auch gelingt, habe ich noch ein paar praktische Extratipps zur Organisation deines Geschirrschrankes für dich:

  • Gönne deinem Geschirr einen festen Platz in der Küche. Ideal sind vollausziehbare Geschirrschubladen mit Einsätzen und Trennstegen. So hast du immer im Blick, was für Geschirr du besitzt und Teller & Co. sind jederzeit erreichbar – das Tischdecken wird zum Kinderspiel! Sehr nützliche Ordnungshelfer sind auch Regaleinsätze, mit denen du dein Geschirr übersichtlich auf zwei Etagen aufbewahren kannst. In vielen Küchenschränken gibt es nur ein oder zwei Einlegeböden und man verschwendet dann gerade bei hohen Schränken zuviel Platz. Mithilfe von Regaleinsätzen kannst du den Platz im Küchenschrank mühelos verdoppeln und ersparst dir das Ineinanderstapeln von Tellern, Schalen und Schüsseln – und verringerst so überdies die Gefahr von Geschirrbruch.
  • Sortiere stets »Gleiches mit Gleichem« – stelle Dessertschalen zu Dessertschalen, Kaffeegedecke zu Kaffeegedecken, Suppenteller zu Suppentellern etc.
  • Sichte deinen Geschirrschrank oder deine Geschirrschublade in einem regelmäßigen Turnus und sortiere aus, was du nicht mehr brauchst. In den meisten Fällen genügt es, wenn du dies ein Mal im Jahr tust.
  • Sortiere ungeliebtes Geschirr sofort aus, nachdem du es bekommen hast. Es macht keinen Sinn, Geschenke aufzuheben, wenn du sie doch nie benutzen wirst.
  • Verkaufe dein überzähliges, ungeliebtes Geschirr auf dem Flohmarkt oder als kleine, thematisch sortierte Sets online.
  • Mädchenwohnheime und Frauenhäuser freuen sich immer über neues bwz. neuwertiges Geschirr – frage einfach mal bei dir vor Ort nach, welche Möglichkeiten du hast.
  • Orientiere dich an der Regel »Eins rein, eins raus«. Das heißt, dass du erst dann ein neues Geschirrset kaufst, wenn du mindestens ein überzähliges Geschirrset verschenkt oder verkauft hast.
  • Leihe dir für Feste und Familienfeiern zusätzlich benötigtes Geschirr, anstatt es zu kaufen.

 

Bananenschneckerls Resümee:

So leicht mir das Aussortieren und Entrümpeln sonst auch fällt, beim Geschirr wurde es für mich schwierig. Ich liebe schönes Geschirr! Am liebsten hätte ich eines für jede Jahreszeit: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Und natürlich auch für besondere Feiertage wie Ostern und Weihnachten. Oder für romantische Anlässe und den Valentinstag. Und, und, und … Aber da ich mir für dieses Jahr mehr Minimalismus vorgenommen habe, bin ich dir mit gutem Beispiel vorangegangen und habe alles fortgegeben, was in die Kategorie »Überfluss« fiel. Zur Belohnung darf ich mich über wesentlich mehr Platz in meiner Küche freuen. Ich hoffe, dir geht es ebenso.

Noch ein Tipp zum Schluss: Verstaue alle aussortierten Geschirrteile, die du verschenken oder verkaufen möchtest, in einem Korb im Flur und bringe sie schnellstmöglich aus dem Haus. So gerätst du nicht in Versuchung, sie erneut in die Hand zu nehmen und vielleicht doch wieder in den Geschirrschrank zu stellen. Und nun bin ich neugierig, was du heute aussortiert hast. Teile doch deinen Aufräumerfolg unter dem Hashtag #AFF auf Instagram oder Twitter mit uns. Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

 

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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