Hast du noch alle Tassen im Schrank? - Meisenknödel in der Tasse

Hast du noch alle Tassen im Schrank?

Böse Zungen behaupten gern, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank. Was soll ich sagen? Sie haben recht – manche stehen oder hängen nämlich auch im Garten. Und das aus gutem Grund! Sicher kennst du das: Der Küchenschrank ist vollgestopft mit Tassen aller Art. Große Tassen kuscheln sich an kleine, neue Tassen machen sich wichtig und schubsen alte nach hinten, während winzige Espressotassen ein Schattendasein neben ihren riesenhaften Brüdern, den dicken Kaffeepötten, fristen. Nicht zu vergessen natürlich die Gläser für Tee, Latte Macchiato und Artverwandte. Schluss damit! Meist greifen wir ja doch zu unserer aktuellen Lieblingstasse und das übrige Tassengedöns staubt ungeliebt und traurig vor sich hin. Ich mag solch ein wildes Tassensammelsurium nicht. Schon gar nicht, wenn es dabei bunt oder gar gemustert zugeht.

Und wo wir gerade einmal beim Thema sind: Wieso nur bekommt man eigentlich immer so viele hässliche Tassen geschenkt? Gerade als Blogger kann ich ein trauriges Lied davon singen … Hinzu gesellen sich überflüssige Werbetassen und die Kaffeebecher von Tante Erna vom letzten Weihnachtsfest – zu Hülf! Zugegeben, es gibt wirklich unglaublich viel schönes Geschirr auf dieser Welt. Am liebsten würde ich mir sogar gleich mehrere Serien anschaffen, sodass ich je nach Lust und Laune daraus auswählen kann. Aber zum einen wäre das verschwenderischer Überfluss und zum anderen fehlt mir der Platz für das Ausleben einer solchen Leidenschaft. Also versuche ich, mich auf reinweißes Geschirr zu beschränken. Das gilt auch für Tassen.

Wann immer ich kann, verschenke ich Tassen, die nicht zu meinem »Geschirrkonzept« passen. Da eine meiner Freundinnen als Betreuerin in einem Mädchenwohnheim arbeitet, finde ich zum Glück auch stets dankbare Abnehmer. Manche Tassen aber durchlaufen auch ein Upcycling. So wie die in dieser Woche von mir rigoros ausgemusterten → Kaffeetassen von Maxwell & Williams‎. Optisch gefallen mir die Tassen zwar gut. Aber sie waren nur noch zu fünft und sind überdies zu klein, um im kaffeedurstigen Schneckenhaus rege in Gebrauch zu sein. Also weg damit! Oder vielmehr: Ab in den Garten damit – als Meisentassen. Vielleicht erinnerst du dich noch an mein neues → LANDHAUS Futtersilo von EMSA? Unsere Gartenvögel gewöhnen sich offenbar nur schwer daran. Wie es aussieht, fehlen ihnen die gewohnten Meisenknödel. Also habe ich gestern neue gemacht, in Tassenform. Hier kommt die Anleitung zum Nachmachen – viel Spaß!

 

Das Rezept für selbst gemachte Meisenknödel in der Tasse:

Zutaten für vier bis acht Meisentassen:
– 500 g Bio-Kokosfett
– 500 g Futtermischung für einheimische Singvögel
– 3 EL Bio-Pflanzenöl (z. B. Bio-Sonnenblumenöl oder Bio-Sesamöl)
– ausgediente, möglichst dickwandige Tassen
– als »Anflugsitz«: Ästchen, kurze Bambusstäbe oder Eisstiele
– zum Aufhängen: Bänder, Kordeln, Stoffstreifen oder Kabelbinder

Zubereitung der Meisenknödel in der Tasse:
Zuerst das Kokosfett in einem großen Topf erhitzen. Dabei darauf achten, dass dieses nicht zu köcheln beginnt! Sobald das Fett geschmolzen ist, sorgfältig die Futtermischung und das Pflanzenöl unterrühren. Anschließend die Masse sofort in die sauberen Tassen füllen und als »Anflugsitz« jeweils ein Ästchen, ein Bambusstäbchen oder einen Eisstiel hineinstecken. Über Nacht vollständig auskühlen lassen. Wenn du es eilig hast, kannst du die Meisentassen nach einer kurzen Abkühlzeit auch im Kühlschrank aushärten lassen. Zuletzt die fertigen Meisentassen mit einem Band oder ähnlichem – bitte keinen Gartendraht verwenden! – in mindestens anderthalb Meter Höhe über dem Boden an einem Baum oder in einer Hecke aufhängen.

Tipp:
Hübsch verpackt, eignen sich die niedlichen Meisenknödel in der Tasse auch prima als Geschenk oder Mitbringsel für Gartenbesitzer und leidenschaftliche Vogelbeobacher.

 

Mit einem schönen Band lassen sich die Meisenknödel in der Tasse am gewünschten Platz aufhängen - Bild: Sissi St. Croix

Mit einem schönen Band lassen sich die Meisenknödel in der Tasse am gewünschten Platz aufhängen

 

Bananenschneckerls Resümee:

Die optisch ansprechenden Meisenknödel in der Tasse sind schnell gemacht und nicht nur eine wertvolle Futterquelle für unsere einheimischen Gartenvögel, sondern auch eine schöne Überraschung für alle Vogelliebhaber. Es macht Spaß, unseren gefiederten Freunden eine kleine Freude zu bereiten und sie beim Körnerschmaus zu beobachten! Das finden bestimmt auch deine Kinder, die beim Anmixen der Futtermischung und beim Aufhängen der Meisentassen schon prima mithelfen können. Nur vom heißen Kokosfett sollten sie bitte die Finger lassen. Aber das versteht sich hoffentlich von selbst. Sind die Tassen leergefuttert, kannst du sie problemlos abwaschen oder in der Spülmaschine reinigen und neu befüllen.

Wie gefällt dir meine Idee, ungeliebte Tassen einem neuen Verwendungszweck zuzuführen? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar und wünsche dir einen schönen Sonntagabend!

XOXO

Sissi

 

Comments
4 Responses to “Hast du noch alle Tassen im Schrank?”
  1. Martina sagt:

    Hallo Sissi,

    danke für diese tolle Idee! Jetzt kann ich endlich ein paar alte Tassen verwerten und hoffentlich ein paar Piepser auf meinen Balkon locken.

    Liebe Grüße

    Martina

  2. Hallo Sissi,

    ich glaube, ich habe noch alle Tassen im Schrank 😛 aber dank Deines Vogelfutterrezeptes bald nicht mehr, denn ich werde wohl auch eine davon opfern und den Piepsern ebenfalls eine Freude damit machen 😀 Vielen lieben Dank fürs Rezept!

    LG und schönen Abend

    Katrin

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  1. […] du dich? Bereits im März habe ich dich gefragt, ob du → noch alle Tassen im Schrank hast und dir eine pfiffige Möglichkeit für das Upcycling von überzähligen Tassen gezeigt. Meine […]

  2. […] spielt auch das Wetter endlich mit! Und so konnten wir in der ersten Märzwoche bereits gemeinsam → Meisenknödel in der Tasse basteln. Beim Anmischen des Vogelfutters fand die sonnengelbe Schaufel aus dem Geräte-Trio […]



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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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