Warum ich keinen Lieblingsautor habe - Bild: congerdesign/Pixabay

Warum ich keinen Lieblingsautor habe

Hast du einen Lieblingsautor? Ich nicht! Zum einen liebe ich immer den Autor, dessen Buch ich gerade lese. Gefällt mir die Schreibe eines Autors nicht, lege ich das Buch beiseite – das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher! Zum anderen ist meine Leselust grundsätzlich von meiner Tagesform abhängig. Es gibt Zeiten, in denen mich Klassiker wie Daniel Defoe (»Robinson Crusoe«), Charles Dickens (»Oliver Twist«) oder Hermann Hesse (»Der Steppenwolf«) durch den Alltag begleiten. An anderen Tagen ist mir eher philosophisch (Blaise Pascal: »Pensées«), fantastisch (Edgar Allan Poe: »Phantastische Erzählungen«) oder gar märchenhaft (Brüder Grimm: »Kinder- und Hausmärchen«) zumute, während ich an wieder anderen Tagen Sigmund Freuds »Unbehagen in der Kultur« teile oder gemeinsam mit Friedrich Nietzsche den Kopf schüttele über »Menschliches, Allzumenschliches«. Tja, so ist das bei mir.

Blöd nur, dass → @jsbeautylife und → @janatinette heute im Rahmen ihrer #jajajanuar-Challenge nach unseren Lieblingsautoren fragen. Dumm gelaufen, oder? Das ist nun schon der dritte Tag, an dem ich passen muss. Und warum nur sind mir als erstes ausgerechnet die oben genannten altehrwürdigen Bücher eingefallen? Die mag heute nun wirklich nicht jeder lesen … Offenbar bin ich ein literarischer Freak. Da ist es nur ein kleiner Trost, dass sämtliche Titel auf der ZEIT-Liste der »100 besten Bücher der Weltliteratur« stehen und ich natürlich auch moderne Belletristik lese – von Frank McCourts »Die Asche meiner Mutter« über Charlotte Links »Die Entscheidung« bis hin zu »Das Joshua-Profil« von Sebastian Fitzek.

 

Und was ist mit Lieblingsgenres?

Mein Lesegeschmack ist breit gefächert. In meinen Bücherregalen kuscheln Thriller mit Krimis, Autobiografien mit Gedichtbänden, Science-Fiction und Fantasy mit Erotika, Märchen mit Horrorromanen usw. usf. Im Sommer schrecke ich an heißen Tagen selbst vor gut gemachter Chick Lit nicht zurück. Kurzgeschichten liebe ich ebenfalls sehr und so haben Dutzende von Anthologien bei mir ein Zuhause gefunden. Ebenso Koch- und Backbücher, aber das vesteht sich bei einem Foodie vermutlich von selbst. Als kleines Mädchen wollte ich immer in einer Bibliothek wohnen, wenn ich erwachsen bin. Leider ist das nicht erlaubt, hihi … Eine meiner größten Ängste ist die Vorstellung, dass ich niemals alle Bücher lesen kann, die je erschienen sind oder in Zukunft noch veröffentlicht werden, und es kein Leben nach dem Tod gibt, in dem ich das nachholen kann. Immerhin kam allein im Jahr 2015 die Summe der deutschen Neu- und Erstauflagen auf 89 506 Titel (Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels).Uff! Noch Fragen?

Abgesehen von Büchern rund um den Genuss mag ich Krimis und Thriller am liebsten. Inzwischen bevorzuge ich sie sogar gegenüber Horrorromanen. Das gilt insbesondere für Psychothriller, denn diese bieten besonders tiefe Einblicke in die Perspektiven von Opfern und Tätern und faszinieren mich mit ihrer düsteren Dramatik. Ist nicht der Horor im Hirn eines Psychopathen viel gruseliger als ein Zombie im Küchenschrank? Ich denke schon … In meinem Augen gibt es kein gefährlicheres Monster als das »Monster Mensch«. Bestes Beispiel hierfür ist sicherlich der Roman »EVIL« von Jack Ketchum, der mich auch nach wiederholtem Lesen jedes Mal aufs Neue zutiefst erschüttert. Aber auch Autoren wie Barbara Vine (aka Ruth Rendell), Dan Wells oder Max Bentow lehren mich das Fürchten. Gänsehaut ist beim Lesen ihrer Bücher garantiert!

 

Bananenschneckerls Resümee:

In jüngeren Jahren hatte ich durchaus Lieblingsautoren. Simone de Beauvoir zum Beispiel, die nicht ganz unschuldig daran ist, dass ich Französisch gelernt und viele Jahre in Frankreich gelebt habe. Auch Jean Genet, Philippe Djian und Samuel Beckett zählten lange Zeit zu meinen Lieblingen. Die wunderbar komische Krimiautorin Dorothy Cannell. Anne Rice, die Königin der modernen Schauerliteratur. Und natürlich der unvergleichliche Stephen King. Die Liste ließe sich fortsetzen. Bis auf Anne Rice, deren Romane ich inzwischen unerträglich finde, habe ich den Autoren die Treue gehalten. Einen klaren Favoriten aber gibt es nicht – und vermutlich werde ich diesen auch nicht mehr finden. Jeder Autor besticht durch einen eigenen Stil. Ich mag diese Abwechslung und lasse mich gern von den unterschiedlichen Gedankenwelten der Autoren zu immer neuen Leseabenteuern verführen. Schließlich esse ich ja auch nicht nur eine Eissorte …

Wie ist es mit dir – welchen Autor liest du besonders gern und warum? Welches ist dein Lieblingsgenre? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

 

Comments
2 Responses to “Warum ich keinen Lieblingsautor habe”
  1. Hallo Sissi,

    ein Lieblingsgenre habe ich auch nicht. Oft will ich lesen und komme dann wieder nicht dazu 🙂 aber irgendwann klappt das schon wieder mal!

    LG Katrin

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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