Riesling-Rahm-Süppchen - Bild: Shutterstock

Riesling-Rahm-Süppchen

Gestern habe ich dir das in der Hessen-Reihe des Hanauer CoCon Verlages erschienene Kochbuch → »Rheingauer Küchengeschichten. Lieblingsrezepte aus unserer Heimat« von Lydia Malethon und Sabine Fladung vorgestellt. Zu meiner großen Freude darf ich heute ein weiteres Rezept samt Geschichte aus dem Büchlein mit dir teilen: das Riesling-Rahm-Süppchen. Dieses samtige Süppchen fehlt im Rheingau in keinem Haushalt. Doch wer dabei an Resteverwertung von Korkschmeckern denkt, der sollte lieber den Kochlöffel beiseite legen. Am besten kombinierst du die Suppe mit einem Glas Wein … Viel Spaß beim Nachköcheln!

 

Jaspers Riesling-Rahm-Ratemal-Süppchen:

Einer der Renner im Gutsausschank des Weingutes Altenkirch und absoluter Liebling des gesamten Weingutsteams ist das Riesling-Rahm-Süppchen. Doch am häufigsten hat das samtige Süppchen wohl der Chef selber gegessen. Jasper Bruysten, der in Holland geborene Rheingauer aus Leidenschaft, will sogar herausschmecken können, mit welchem Altenkircher Riesling da gekocht wurde. Kommt er aus dem Bodenthal, so fällt das Süppchen würziger aus. Kommt er aus dem Schlossberg, so besticht die Kreation durch eine pikante Säure, die den Gaumen putzt, erfrischt und bereit macht für weitere kulinarische Abenteuer.

Gut zu wissen: Jede Rheingauer Hausfrau, die auf sich hält, hat in ihrem Repertoire garantiert ein Süppchen mit Wein. Doch wie überall und immer beim Kochen macht die Qualität der Zutaten den kleinen feinen Unterschied aus. Deshalb trinkt nicht nur Jasper Bruysten gerne genau den Wein zum Essen, der auch mit verkocht wurde. So entsteht ein harmonisches Geschmackserlebnis. Und so kann bei der Weinauswahl nichts schiefgehen.

Jasper Bruysten ist Betriebsleiter und Kellermeister im Weingut Altenkirch in Lorch. Er ist viel unterwegs – im Weinberg, im Keller, im Rheingau und in der weiten Welt. Wenn er nach Hause kommt, freut er sich auf seine Familie und ein gemütliches Essen. (LM)

 

Das Rezept für Riesling-Rahm-Süppchen:

Zutaten für vier Suppenliebhaber:
– 1 Knoblauchzehe
– 2 Möhren
– 1/4 Selleriestängel
– 2 große Kartoffeln
– 4 Schalotten
– 10 g Butter
– 1 l Gemüsebrühe
– 350 ml Lorcher Riesling (trocken)
– 250 ml Sahne
– Muskatnuss
– Salz, Pfeffer

Zubereitung des Riesling-Rahm-Süppchens:
Die Knoblauchzehe fein hacken, die Schalotten und Möhren in kleine Würfel, Sellerie und Kartoffeln in kleine Stücke schneiden. Alles zusammen in Butter andünsten und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit der Gemüsebrühe und dem Lorcher Riesling ablöschen und so lange kochen, bis das Gemüse gar ist. Die warme Suppe mit einem Stabmixer oder in der Küchenmaschine pürieren und eventuell noch durch ein Sieb passieren. Zuletzt die Sahne hinzufügen und die Suppe in vorgewärmten Tellern oder Suppentassen servieren.

 

Du möchtest mehr über die Autorinnen wissen?

 

Sabine Fladung:

Sabine Fladung, im Rheingau geboren und aufgewachsen, hat nach dem Abitur 1984 an der Rheingau-Schule in Geisenheim ein Studium der Germanistik und vergleichende Sprachwissenschaften mit Schwerpunkt Japanisch-Chinesisch an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz begonnen. Parallel zum Germanistikstudium begann sie als freie Mitarbeiterin im Rheingau-Echo, einer regionalen Wochenzeitung, zu arbeiten. Als Mutter der Zwillinge Katharina und Alexander und des Nesthäkchens Robert hängte sie das Studium an den Nagel und verlegte sich ganz auf die freie journalistische Arbeit. Vornehmlich arbeitet sie seit über 30 Jahren für das Rheingau-Echo, befasste sich aber auch schon für andere Zeitungen und Publikationen mit Kunst, Kultur und Küche in der heimischen Weinbauregion. »Für mich ist es jeden Tag auf’s Neue ein Geschenk, in einer der schönsten Gegenden Deutschlands leben zu können, die mit dem Rhein und seiner prachtvollen Uferlandschaft, den herrlichen Rebenhängen, den reich bewaldeten Ausläufern des Taunus, historischen Schlössern und Burgen und vor allem auch den gastfreundlichen Bewohnern, die guten Weine, passende Speisen und die schönen Dinge des Alltags von jeher zu schätzen wissen und das Leben hier so genussreich machen«, so die Journalistin. In ihren Publikationen, egal ob Vereinsberichterstattung, kulturelle und kulinarische Themen oder gar Mundarterzählungen stellt sie deshalb gerne ihre Heimat, die Menschen und die Kultur in den Mittelpunkt. Die vielen Restaurants, Geschäfte, Gaststätten und Gutsschänken ihrer Heimat hat sie dabei immer auch fest im Blick.

 

Lydia Malethon:

Lydia Malethon wurde am Hildegardistag in Rüdesheim am Rhein geboren. Mit der großen Kirchenlehrerin als Schutzpatronin wuchs sie auf, besuchte die St. Ursula Schule in Geisenheim und studierte nach dem Abitur Publizistik, Literaturwissenschaft und Geschichte. Nach Abschluss des Studiums, das sie an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz absolvierte, reiste sie – die Welt im Blick, den Rheingau im Herzen – durch ferne Länder. Sie war als Fachjournalistin für verschiedene Magazine unterwegs und berichtete über die touristische Situation der Zielgebiete. Nach aufregenden Jahren in fremden Betten, über den Wolken und zwischen den Zeitzonen dieser Erde ereilte sie der Ruf des Falken. Fortan war sie Pressesprecherin des damals in Niedernhausen im Taunus ansässigen Falken Verlages. Über zehn Jahre lang informierte sie Menschen und Medien über das Geschäft mit der Ware Ratgeber und entwickelte eine Leidenschaft für das Thema Kochen. Noch heute gehören Kochbücher für sie zum (Über-)Leben. Mit Genuss und Gesundheit beschäftigt sie sich jetzt hauptberuflich. Gemeinsam mit ihrem Mann Joachim Piszczan führt sie die Geschäfte von PR Profitable. Die Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betreut viele langjährige Kunden in ganz Deutschland und – seitdem die beiden ihren Sitz von Wiesbaden in den Rheingau verlegt haben – zunehmend auch in der Region. »Der Rheingau ist (m)ein Schatzkästlein. Hier wohnt auch meine Seele«, sagt die PR-Frau aus voller Überzeugung.

 

Lydia Malethon (vorne) und Sabine Fladung (hinten) - Bild: CoCon Verlag

Lydia Malethon (vorne) und Sabine Fladung (hinten)

 

Bananenschneckerls Resümee:

Uns hat das Riesling-Rahm-Süppchen aus den »Rheingauer Küchengeschichten« hervorragend gemundet! Doch da nichts in unserem Blogzine oder Tellern landet, was nicht vegetarisch, vegan oder pescetarisch ist, haben wir die im Originalrezept angegebene Fleischbrühe frech durch Gemüsebrühe ersetzt. Ich bin sicher, sowohl Kellermeister Jasper Bruysten als auch die beiden Autorinnen werden uns dies verzeihen. Du kannst das Süppchen natürlich kochen, wie du magst. Auch eine vegane Variante ist möglich – und schmeckt!

Wie gefällt dir das Rezept für Riesling-Rahm-Süppchen? Konnte ich dir den Mund wässrig machen? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar und wünsche dir einen schönen letzten Tag im Jahr 2016!

XOXO

Sissi

[Transparenz: Das Rezept stammt aus dem Buch »Rheingauer Küchengeschichten. Lieblingsrezepte aus unserer Heimat« und wurde mit freundlicher Genehmigung des → CoCon Verlages veröffentlicht. // Artikelbild: Shutterstock.]

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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