Erste Hilfe bei akuten Atemwegsinfekten - Bild: Manfred Antranias Zimmer/Pixabay

Erste Hilfe bei akuten Atemwegsinfekten

Jetzt im Herbst bietet das nasskalte Wetter ideale Bedingungen für Krankheitserreger. Zudem reizt trockene Heizungsluft die Schleimhäute und schwächt die Abwehrfunktion. Akute Atemwegsinfekte sind damit vorprogrammiert. Die besten Tipps zur Vorbeugung und Unterstützung der Heilung hat medicalpress für uns zusammengefasst.

 

Keine Selbstmedikation bei Atemnot, starken Schmerzen oder hohem Fieber:

Nicht mit jedem akuten Atemwegsinfekt muss man gleich zum Arzt. Unkomplizierte Infekte der oberen Atemwege wie Erkältungen kann man erst mal mit Hausmitteln behandeln. Sollten sich die Beschwerden nicht innerhalb von fünf Tagen bessern oder treten gar Atemnot, Schmerzen beim Atemholen, starke Ohren-, Kopf- oder Gliederschmerzen auf, ist ein Arztbesuch jedoch notwendig. Gleiches gilt bei hohem Fieber (über 39°C), starker Erschöpfung oder wenn man sich bereits in einem fortgeschrittenem Lebensalter befindet. Bei Säuglingen oder kleinen Kinder sollte ebenfalls ein Mediziner zu Rate gezogen werden. Besonders vorsichtig sollten auch Schwangere sein. Diese sollten keine Medikamente – auch nicht auf pflanzlicher Basis – einnehmen, ohne sich im Beipackzettel, beim Arzt oder Apotheker vergewissert zu haben, dass diese für sie geeignet sind.

 

Vorsicht ist besser als Nachsicht:

Stress, Schlafmangel, Rauchen oder vorherige Krankheiten – all dies schwächt die Abwehrkräfte und macht uns anfälliger für akute Atemwegsinfekte. Neben Bewegung, viel frischer Luft und kalt-warmen Wechselduschen verbessert auch eine gesunde, vitaminreiche Ernährung die Immunabwehr. Kiwis und Zitrusfrüchte beispielsweise enthalten viel Vitamin C, das sich positiv auf die Abwehrkräfte auswirkt. Das Spurenelement Zink aktiviert das Immunsystem und hilft gegen Erkältungsviren. Ebenso empfehlenswert sind pflanzliche Sonnenhutpräparate (Echinacea) oder Frischpflanzensäfte. Das Ansteckungsrisiko lässt sich durch häufiges Händewaschen, den Verzicht auf Händeschütteln und korrektes Naseputzen verringern. Hierbei hält man sich jeweils ein Nasenloch zu und schnaubt nicht zu heftig in ein Papiertaschentuch, das anschließend entsorgt wird.

 

Verbesserung des Wärmeempfindens:

Bei den ersten Symptomen eines Atemwegsinfektes sollten die Betroffenen ihre Füße etwa zehn Minuten in langsam immer wärmer werdendem Wasser baden. Hierfür Füße in 36 Grad warmes Wasser halten und anschließend solange schrittweise warmes Wasser hinzufügen, bis 40 Grad erreicht sind oder man es problemlos noch darin aushalten kann. Durch die Fußbäder werden die Schleimhäute im Kopf-Hals-Bereich besser durchblutet und so die Immunabwehr unterstützt. Zudem können sie Schmerzen lindern. Gekaufter oder selber gemachter Ingwertee verbessert ebenfalls das Wärmegefühl und eignet sich somit hervorragend im Anfangsstadium.

 

Was tun bei Halsschmerzen, Schnupfen und Husten?

Soweit gesundheitlich nichts dagegen spricht, sollte man bei einem akuten Atemwegsinfekt etwa zwei Liter pro Tag trinken. Halsschmerzen lassen sich gut mit warmen Erkältungstees, Lutschbonbons oder Gurgellösungen – beispielsweise mit Salbei – lindern. Ebenso können → homöopathische Mittel bei Schmerzen helfen und sie verkürzen. Der Vorteil ist, dass diese Präparate auch bei Kindern angewendet werden können. Viele Arzneimittel enthalten pflanzliche Schleimstoffe (Spitzwegerich), die sich schützend auf die Schleimhaut im Mund und Rachen legen. Dies lindert sowohl Halsschmerzen als auch Hustenreiz. Nasensprays oder -tropfen mit Meerwasser befeuchten die Nasenschleimhaut, verflüssigen das Sekret und eignen sich somit gut bei verstopfter Nase. Einige Präparate enthalten ätherische Öle. Diese erleichtern das Atmen, indem sie den zähen Schleim lösen und abschwellend wirken. Ebenso empfehlenswert sind Dampfbäder oder -inhalationen. Sie befreien die Nase und lindern Hustenreiz. Dem Wasser können ätherische Öle wie z. B. Eukalyptus und Fichtennadel oder entzündungshemmende Kamille zugesetzt werden.

 

Das miaut Schrödingers Katze:

Meouw! Die erste Herbstwoche haben meine Familie und ich gesund überstanden. Wir unternehmen täglich einen Spaziergang an der frischen Luft und fahren so oft wie möglich mit dem Rad. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies unsere Abwehrkräfte stärkt. Außerdem macht es Spaß! Sollte sich einer von uns dennoch eine Erkältung einfangen, ist unsere Hausapotheke gut bestückt – von ätherischen Ölen über Kräutertees bis hin zu homöopathischen Zinkpräparaten zur Stärkung unseres Immunsystems.

Hast du ebenfalls schon für die Schnupfenzeit vorgesorgt? Welche Hausmittel dürfen in deiner Hausapotheke nicht fehlen? Ich bin gespannt auf deine Antwort und schnurre wie immer bei jedem Kommentar!

XOXO

Schrödingers Katze

[Quelle: medicalpress]

Comments
2 Responses to “Erste Hilfe bei akuten Atemwegsinfekten”
  1. Das mit dem Fussbad kannte ich auch noch nicht. Danke, wieder etwas gelernt!

    LG Katrin

  2. Ilsa sagt:

    Danke für diesen Beitrag! Den Trick zur Verbesserung des Wärmeempfindens kannte ich noch nicht.

    LG

    Ilsa

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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