Was sind Azofarbstoffe? - Bild: Alexandra/Pixabay

Was sind Azofarbstoffe?

Die chemisch-synthetisch hergestellten Azofarbstoffe stellen die größte Gruppe der Farbstoffe dar und werden zum Teil auch zum Einfärben von Süßigkeiten verwendet. Azofarbstoffe zeichnen sich durch kräftige, lichtechte Farben aus und lassen sich gut mischen. Anilin, der Ausgangsstoff zur Azofarbstoffherstellung, wird in einer chemischen Reaktion aus Erdöl gewonnen. Lecker, oder?

Aufgrund des dringenden Verdachts, Allergien und Pseudoallergien auszulösen sowie Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität bei Kindern zu verstärken, existiert bereits seit dem 20. Juli 2010 eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, welche die folgenden Azofarbstoffe enthalten:

  • E 102 – Tartrazin
  • E 104 – Chinolingelb
  • E 110 – Gelborange
  • E 122 – Azorubin
  • E 124 – Cochenillerot
  • E 129 – Allurarot

In der Europäischen Union muss seitdem auf Süßigkeiten, Getränke und weitere Lebensmittel mit den genannten Farbstoffen der Warnhinweis »kann sich nachteilig auf die Aktivität und Konzentration von Kindern auswirken« gedruckt werden.

 

Für ein Verbot reichen wissenschaftliche Erkenntnisse nicht aus:

Verbraucherschützer kritisieren zwar, dass Azofarbstoffe in Lebensmitteln nicht gänzlich verboten wurden. Andererseits begrüßen sie den Hinweis nicht nur als Warnsignal für Verbraucher, sondern auch als Aufforderung an die Industrie, auf Azofarbstoffe zu verzichten und diese durch Frucht- und Pflanzenextrakte zu ersetzen. Ein EU-weites Verbot von Azofarbstoffen konnte nicht durchgesetzt werden, da bisher keine Studie eine gesundheitsschädliche Wirkung von Azofarbstoffen belegen kann.

 

Bananenschneckerls Resümee:

Irgendwie merkwürdig, oder? Auf der einen Seite stimmen die EU-Mitgliedsländer dem oben zitierten Warnhinweis zu, auf der anderen Seite aber werden gewisse Zusatzstoffe nicht verboten, obwohl sie gesundheitsschädlich sein können. Wenn etwas nicht gefährlich ist, muss ich auch nicht davor warnen. Es wird gewarnt, also ist es gefährlich. Punkt.

Manche Dinge im Lebens sind »eine ganz einfache Kiste«, wie mein Papa sagen würde. Viele meiner Freunde und Familienmitglieder meiden Azofarbstoffe daher konsequent. Ich kenne aber auch Menschen, die bedenkenlos ihre Kinder vor dem Fernseher oder der Spielekonsole parken und ihnen eine Tüte Süßigkeiten in die Hände drücken – damit sie ihre Ruhe haben. Und ja, auf diesen Tüten habe ich den Warnhinweis gelesen. Geht’s noch? Nur, damit Mutti in Ruhe telefonieren, bloggen oder chatten kann? Muss doch nicht sein!

Sicher, noch steht eine Studie aus, welche die Gefährlichkeit von Azofarbstoffen engültig beweist. Aber wir wissen alle, dass solche Studien Geld kosten und hinter der Erdölindustrie eine riesige Lobby steht. Selbst wenn wir den Gesundheitsfaktor außer Acht lassen: Ich finde den Gedanken an Erdölderivate in Lebensmitteln schlicht eklig. Natürliche Frucht- und Pflanzenauszüge sehen ebensp schön bunt aus wie Azofarbstoffe und da weiß ich dann auch, dass ich nichts Ungesundes futtere.

Wie siehst du das: Sollten Azofarbstoffe in Lebensmitteln verboten werden? Und achtest du beim Einkaufen auf die Zutatenlisten? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quellen: → aid infodienst, → UBA, zusatzstoffe-online.de und → Wikipedia]

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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