Mit Gewürzen gegen den Herbstblues - Bild: Taken/Pixabay

Mit Gewürzen gegen den Herbstblues

Im Herbst werden viele Menschen von einer eigenartigen Schwermütigkeit begleitet. Doch gegen den »Herbstblues« gibt es einfache Mittel, die man in nahezu jedem Haushalt findet. medicalpress stellt uns die besten Stimmungsaufheller aus dem Gewürzregal vor.

 

Anis:

Ähnlich wie Zimt oder Nelken ist auch Anis ein Gewürz, das die meisten von uns mit Weihnachten assoziieren. Unverkennbar sind sein typisch süßlich-würziger Duft und Geschmack mit der leicht herben Note. Schon Pythagoras von Samos bezeichnete um 550 v. Chr. ein mit Anis gewürztes Brot als Delikatesse. Im Jahre 2014 wurde Anis zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Seine heilungsfördernden Eigenschaften liegen im Öl und den Anissamen. Das Öl wirkt beruhigend, es hilft bei Depressionen, Angstgefühlen, nervösen Beschwerden oder Stress. Die Früchte der Gewürz- und Heilpflanze enthalten darüber hinaus wertvolle Fette, Kohlenhydrate, Proteine sowie Cholin, Flavonoide und Sterole. Aufgrund seiner drüsenstimulierenden Wirkung wird Anis auch stillenden Frauen empfohlen.

 

Rosmarin:

Rosmarin, ein immergrüner Strauch mit dunkelgrünen Blättern, ist ein Gewürz mit unverwechselbarem Geschmack. Doch nicht nur in der Küche wird es gern verwendet – auch aufgrund seiner therapeutischen Wirkung ist es ein beliebtes Heilmittel: Rosmarin verbessert die Verdauung, senkt den Cholesterinwert und wirkt harntreibend. Klinische Studien bestätigen, dass eine Ernährung, die reich an Kräutern wie Rosmarin, Salbei und Melisse ist, Alzheimerpatienten helfen kann. Rosmarin verfügt über eine Vielzahl an ätherischen Ölen, Flavonoiden und Bitterstoffen, die den Kreislauf anregen und neue Energie spenden. Damit ist Rosmarintee eine Alternative zum Kaffee. In Studien wurde außerdem die antidepressive Wirksamkeit von Rosmarinsäure bestätigt.

 

Safran:

Safran ist eines der teuersten und edelsten Gewürze der Welt. Er gehört zu den Schwertliliengewächsen und wächst hauptsächlich in Vorderasien und im Mittelmeerraum. Seine Ernte ist mühsam und erfordert viel Geduld, da sie von Hand ausgeführt wird. Das goldgelbe Gewürz ist jedoch nicht nur für seinen Geschmack und Wirkungsbereich in der Küche bekannt: Vielmehr haben Wissenschaftler sein Potenzial als natürliches Antidepressivum herausgestellt. Studien mit mittelschwer depressiven Probanden haben bestätigt, dass das Gewürz eine vergleichbare Wirkung wie ein Psychopharmakon hatte. Es ist in der Lage, die Konzentration von Serotonin und Dopamin zu erhöhen, was zu einem erhöhten Glücksgefühl sowie einer verbesserten Stimmung beiträgt.

 

Vanille:

Schon die Azteken verwendeten Vanille nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel. Allgemein wird ihr Duft von den meisten Menschen als sehr angenehm empfunden, weshalb sie auch häufig als Duftnote in Parfüms zu finden ist. Sie gilt darüber hinaus als Aphrodisiakum. Dabei umfasst die Gattung Vanilla etwa 110 Arten, doch nur 15 von ihnen liefern die aromatischen Kapseln, aus denen das Gewürz gewonnen werden kann. Viele Menschen sind der Meinung, dass der Duft von Vanille eines der besten Antidepressiva darstellt. Auch ihr Geschmack lindert nervöse Verspannungen. Vanille hilft darüber hinaus bei Müdigkeit, Angst, Stresszuständen und Depressionen. Gleichzeitig stimuliert das wohlduftende Gewürz die Sekretion von Verdauungssäften und fördert so die Verdauung.

 

Zimt:

Er weckt die Erinnerung an Omas Apfelkuchen und gilt als ausgezeichnetes Aromatherapeutikum: Zimt zählt mit seinem besonderen Aroma zu einem der beliebtesten Gewürze der Welt und ist aus der Weihnachtsbäckerei kaum wegzudenken. Das Gewürz wird aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen gewonnen. Doch es ist nicht nur eine geschmackvolle Küchenzutat. Experten empfehlen gegen Nervenleiden und Depressionen täglich eine Messerspitze Ceylon-Zimt im Mund zu kauen und wieder auszuspucken. Phillip Eichel von der Wheeling Jesuit University hat herausgefunden, dass das süße Aroma von Zimt gleichzeitig die kognitiven Funktionen verbessert. Eine Studie, die im Journal of Alzheimer-Krankheit veröffentlicht wurde, zeigt zudem, dass das Gewürz auch gegen die neurodegenerativer Erkrankung helfen kann. Die im Zimt enthaltenen Verbindungen Zimtaldehyd und Epicatechin können das Auftreten des Tau-Proteins im Gehirn hemmen, das zu Gedächtnisbeeinträchtigungen führt.

 

Bananenschneckerls Resümee:

Zum Glück habe ich – nicht nur dank → Soul Food – relativ selten gegen den Herbstblues zu kämpfen. Ob das an meinem geradezu verschwenderischen Gebrauch von Gewürzen in der Küche liegt? Möglich wär’s! Auch den oben erwähnten Rosmarintee trinke ich oft und gern. Wir alle sollten uns bewusst sein, was wir essen und trinken und womit wir unsere Speisen würzen. Nicht ohne Grund heißt es: Essen hält Leib und Seele zusammen. Mir macht es jedenfalls sehr viel Spaß, immer neue Wechselwirkungen zwischen unserer Ernährung und unserem Wohlbefinden zu entdecken. Meine aktuellen Lieblingsgewürze sind übrigens Ingwer und Schwarzkümmel. Beide werde ich dir bei Gelegenheit noch ausführlich vorstellen.

Wie ist es mit dir: Liebst du Gewürze ebenso sehr wie ich? Welches magst du besonders gern? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quelle: medicalpress]

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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