Homöopathie als Trend zurück zur Natur - Bild: Detlev Cosler/Pixabay

Homöopathie als Trend zurück zur Natur

Die Nachfrage nach homöopathischen Therapien in Arztpraxen, bei Heilpraktikern und Wellnessanbietern steigt ständig. Ratgeberbücher zum Thema finden reißenden Absatz. Kein Wunder: Richtig angewendet ist Homöopathie praktisch nebenwirkungsfrei.

 

Was verstehen wir unter Homöopathie?

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet »ähnliches Leiden« (homoios = gleichartig; pathos = Krankheit) und leitet sich vom Ähnlichkeitsprinzip her, einem der Grundprinzipien der homöopathischen Therapie. Der deutsche Arzt Samuel Hahnemann (1755 bis 1843) begründete die alternative Heilmethode. Hierbei wird Gleiches mit Gleichem therapiert (»Similia similibus curentur«): Die Symptome, die ein natürlicher Ursprungsstoff in hohen Dosen bei einem gesunden Menschen auslösen würde, werden mit demselben Stoff in einer starken Verdünnung (Potenzierung) behandelt. Symptome einer Krankheit sind für die Homöopathie Versuche des Körpers, sich selbst zu heilen. Deshalb sollen homöopathische Mittel diese Symptome nicht bekämpfen, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Im Zuge dessen kann es während einer homöopathischen Behandlung zu einer »Erstverschlimmerung« kommen. Diese wird jedoch als Zeichen für die Wirksamkeit der Behandlung gewertet.

 

Wirkprinzip und Kritik:

Anders als bei klassischen Medikamenten nimmt die Wirksamkeit in der Homöopathie nicht bei höherer Dosierung, sondern bei höherer Potenzierung zu. Die starke Verdünnung wird verwendet, um toxische Überreaktionen zu vermeiden. Rein rechnerisch ist ab einer Potenz von D12 (zwölf Mal 1:10 verdünnter Ausgangsstoff) gar kein Wirkstoffmolekül mehr nachweisbar – und dennoch wirkt sie.

Um einen von Homöopathiegegnern gern angebrachten Placeboeffekt kann es sich jedoch nicht handeln, denn sie wirkt auch bei Säuglingen und Tieren. Natürlich funktioniert sie nur, wenn das richtige Mittel unter Berücksichtigung der ganzheitlichen Situation des Patienten ausgewählt wird – dabei wird es sehr komplex. Eine Selbstbehandlung ist daher sehr schwierig, weshalb man lieber einen ausgebildeten Homöopathen zu Rate ziehen sollte.

 

Selbstbehandlung mit Komplexmitteln:

Homöopathie wird eingesetzt bei chronischen Leiden sowie akuten Infekten, aber auch um individuelle Probleme wie Schlaflosigkeit, Stressgefühle oder Angstzustände zu verbessern – aus diesem Grund ist die Homöopathie inzwischen auch im Wellnessbereich angekommen.

Gerade Komplexmittel – erprobte Kombinationspräparate aus aufeinander abgestimmten homöopathischen Einzelmitteln, die über einen ähnlichen Wirkmechanismus verfügen –, welche frei verkäuflich in Apotheken erhältlich sind, sind ideal für die Selbstbehandlung. Sie können auch von Anfängern eingesetzt werden und sind sehr beliebt, da ihre Wirkungsweise breiter gestreut ist als bei den Einzelmitteln.

Zu den beliebtesten Komplexmitteln gehören Augentropfen, Mittel gegen grippale Infekte, gegen Zahnungsbeschwerden bei Kleinkindern sowie Mittel gegen Schlafprobleme und Unruhezustände.

 

Bananenschneckerls Resümee:

Homöopathische Komplexarzneimittel sind ideal für die Hausapotheke. Gerade bei kleinen Wehwehchen, bei denen du dir den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker ersparen möchtest. (Heu-)Schnupfen zum Beispiel, vorübergehende Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden nach einem zu üppigen Essen. Dosis und Dosierung kannst du den Beipackzetteln entnehmen oder dich in der Apotheke beraten lassen. Bitte beachte stets, dass sich – insbesondere bei chronischen Erkrankungen – auch die Auswahl eines homöopathischen Arzneimittels auf eine medizinisch gesicherte Diagnose stützen sollte. Ich empfehle dringend, ärztlicherseits verordnete Medikamente nicht ohne Rücksprache mit deinem Arzt abzusetzen!

Als Bildschirmarbeiterin habe ich immer Mittel gegen Augenermüdung und Reizzustände der Augen im Haus. Daneben dürfen bei mir Mittel gegen Erkältungskrankheiten und grippale Infekte ebenso wenig fehlen wie Mittel gegen Menstruationsbeschwerden, Kopfschmerzen sowie Alltags- und Sportverletzungen. Die Kosten für Homöopathika sind im Allgemeinen überschaubar, liegen oft sogar unter den Kosten für herkömmliche Medikamente. Wenn du dir deine eigene Hausapotheke mit homöopathischen Komplexmitteln zusammenstellen möchtest, findest du in deinem Apotheker den passenden Ansprechparter.

Verwendest du selbst regelmäßig Homöopathika? Welche Erfahrungen hast du damit gesammelt? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quelle: medicalpress]

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2 Responses to “Homöopathie als Trend zurück zur Natur”
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  1. […] oder Gurgellösungen – beispielsweise mit Salbei – lindern. Ebenso können → homöopathische Mittel bei Schmerzen helfen und sie verkürzen. Der Vorteil ist, dass diese Präparate auch bei Kindern […]

  2. […] zukünftig gern öfter Beiträge dazu posten. Für nächste Woche ist schon ein kleiner Artikel zur → Homöopathie geplant. Wie stehst du zur Naturheilkunde? Welche Erfahrungen hast du damit gesammelt? Ich freue […]



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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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