Die Entwicklung der Zahnbürste - Bild: Sissi St. Croix

Die Entwicklung der Zahnbürste

Vor rund 500 Jahren fing es mit Holzstöckchen an … In Indien wird im vierten Jahrhundert erstmals ein Utensil zur Zahnreinigung schriftlich erwähnt: In der berühmten altindischen Sammlung medizinischen Wissens, der Susruta, ist von faserig gekauten Zweigen die Rede – sie wurden zusammen mit einer Mixtur aus Honig, Öl und Gewürzen verwendet, um die Zähne zu reinigen.

Der Prophet Mohammed (570 bis 632) war wohl einer der ersten überzeugten Zähneputzer. Er schnitzte sich kleine Holzstäbchen aus Wurzeln, um damit Speisereste aus den Zähnen zu entfernen – ein solcher miswâk oder siwâk wird übrigens auch heute noch im arabischen Raum verwendet.

Die erste Zahnbürste nach heutigem Verständnis wurde wahrscheinlich in China gefertigt und fand im Jahr 1498 schriftliche Erwähnung. Zunächst war sie pinselförmig, rund ein Jahrhundert später wurde der erste plattenförmige Borstenträger – wie er heute noch üblich ist – in einer chinesischen Enzyklopädie dokumentiert.

In Deutschland wird die Zahnbürste 1749 das erste Mal im Universallexikon aller Wissenschaften und Künste genannt. Als besonderer Luxusartikel war sie zur Zeit der großen Könige nur reichen Adels- oder Hansefamilien vorbehalten.

Ende des 18. Jahrhunderts beginnt die eigentliche »Laufbahn« der Zahnbürste in deutschen Landen: Ein Münchener Bürstenmacher stellt einen Antrag zur Ausübung der »Zahnbürstlmachung« aus Knochen sowie eingezogenem Ziegen- und Pferdehaar. Wieso bloß finde ich das jetzt irgendwie eklig?

Im Jahr 1906 wurde Zähneputzen als Unterrichtsfach an englischen Schulen eingeführt; seit 1909 gab es unter englischen Schülern Zahnbürstenclubs – durch Großeinkauf war es möglich, Zahnbürsten zum Stückpreis von rund 18 Pfennig zu erwerben, die dann für 20 Pfennig an interessierte Clubmitglieder abgegeben wurden.

Seit etwa 1950 wurden die ersten Zahnbürsten entwickelt, die unseren heutigen Ansprüchen genügen – mit weichen Nylonborsten.

Heutzutage benutzen rund 80 Prozent der Deutschen zur täglichen Mundpflege eine Handzahnbürste. Ihre Entwicklung ist in den letzten Jahrzehnten rasant vorangeschritten: Kleinere und abgewinkelte Bürstenköpfe, verfeinerte Borsten und gebündelte Büschel sind nur einige Beispiele. Verblassende Indikatorborsten zum rechtzeitigen Wechsel der Bürste, schräg gestellte CrissCross-Borsten zur noch gründlicheren Plaqueentfernung oder spezielle Zahnbürsten für verschiedene klinische Bedürfnisse stellen die derzeit fortschrittlichsten Entwicklungen dar.

 

46 Sekunden sind zu wenig!

Doch bei aller Produktvielfalt wird bei der systematischen Anwendung der Zahnbürste noch immer vieles falsch gemacht. Auch das Bewusstsein zum regelmäßigen Wechsel der Bürste ist noch weit unterentwickelt. Gerade einmal 46 Sekunden werden durchschnittlich für das Zähneputzen aufgewendet. Viel zu kurz, wie Zahnärzte beklagen: Sie fordern eine Mindestputzdauer von zwei Minuten. Es wird also derzeit nur etwas mehr als ein Drittel der empfohlenen Putzzeit in deutschen Haushalten erreicht. Ganz schön erschreckend, oder?

 

Die falsche Putztechnik ist in aller Munde …

Die große Mehrheit der Zahnbürstenbenutzer führt horizontale Schrubbbewegungen durch und drückt dabei überdies zu fest auf – eine wenig wirksame und potenziell auch zahnsubstanzschädliche Vorgehensweise. Erst die Kombination von rüttelnden, von Rot (vom Zahnfleisch kommend) nach Weiß (zur Zahnkrone hin), und kreisenden Bewegungen entspricht der reinen zahnärztlichen Lehre (Bass-Technik) – eine Technik, die derzeit aber nur von den wenigsten Menschen tatsächlich vollkommen beherrscht wird.

 

Die Systematik ist genauso wichtig wie die Technik:

Experten raten dringend zu einer Reihenfolge der Reinigung nach Zahnoberflächen und Gebissabschnitten. Allgemein empfohlen wird dabei die KAI-Putzsystematik: Dazu werden die Zähne in der Reihenfolge Kauflächen, Außenflächen, Innenflächen gereinigt.

 

Zahnbürsten regelmäßig wechseln!

Durchschnittlich nur etwa zwei Zahnbürsten verbrauchen die Deutschen im Jahr. Zu wenig, warnen Zahnärzte: Sie empfehlen einen Wechsel der Zahnbürste spätestens nach drei Monaten, also einen Verbrauch von vier Stück im Jahr, um stets eine optimale Wirkung mit dem Produkt zu erzielen. Hintergrund ist, dass nach drei Monaten die Borsten meist ausgespreizt und abgenutzt sind, nicht mehr gründlich reinigen und sogar das Zahnfleisch verletzen können. Aufgrund der bakteriellen Belastung empfehlen einige Experten sogar ein noch kürzeres Wechselintervall – und nach einer Erkältung sollte die Bürste sofort ausgetauscht werden!

 

Die Zahnbürste als High-Tech-Gerät:

Kleinere, abgewinkelte oder geteilte Bürstenköpfe sowie ergonomische Griffe sind ebenso das Ergebnis intensiver Forschungsarbeit wie neue Borstenkonfigurationen mit gebündelten Büscheln und verfeinerten Borsten, die zum Beispiel durch Verblassen den rechtzeitigen Zeitpunkt zum Bürstenwechsel anzeigen oder schräg gestellt sind für eine noch effizientere Pflege. So werden inzwischen viele unterschiedliche Zahnbürstenmodelle angeboten, die sich nach den persönlichen Vorlieben und klinischen Bedürfnissen des Anwenders richten. Der Fortschritt in der Handzahnbürstentechnologie wurde dabei auch durch neue Herstellungsverfahren und hochtechnologische Bestopfungstechniken unterstützt, die eine Massenfertigung mit großer Exaktheit und minimalen Qualitätsabweichungen ermöglichen.

 

Zahnreinigung ist nichts Neues:

Die ersten Anfänge der Zahnreinigung lassen sich zwar kaum klären, doch wenden noch heute einige Naturvölker ursprüngliche Strategien an, wie die Benutzung fingergerdicker, an einem Ende ausgefranster Stöcke aus weichem Wurzelholz. Ähnliche Beispiele finden sich aus geschichtlicher Zeit bei den Ägyptern – sie nahmen diese Hilfsmittel vereinzelt sogar mit ins Grab, was bereits von einer hohen Wertschätzung gesunder und schöner Zähne zeugt. Die Griechen verrieben mit den Fingern ein Pulver auf den Zähnen und benutzten Zahnstocher, während die Römer Zahnpulver aus Bimsstein und Marmorstaub gebrauchten. Dabei wurden die Zähne ohne besonderes Instrument mit einem Leinenlappen oder den Fingern abgerieben. Bis ins Mittelalter erfuhren die Reinigungstechniken der Antike dann keine wesentlichen Änderungen. Ganz im Gegenteil: Vielfach ging altes Wissen verloren – in weiten Teilen der mittelalterlichen Bevölkerung wurde die Mundpflege stark vernachlässigt.

 

Die Zahnbürste ist eine chinesische Erfindung:

Nicht etwa in Europa, sondern im Reich der Mitte tauchte die Zahnbürste vor über 500 Jahren erstmals auf. Zunächst fand sie auch nur in China breite Verwendung, ihr Siegeszug in der Alten Welt sollte noch Jahrhunderte auf sich warten lassen. In Europa wird sie zwar erstmals im Jahr 1649 erwähnt, doch setzte sich ihr Gebrauch nur zögerlich durch. Noch immer bevorzugten weite Teile der Bevölkerung in der Alten Welt die Pflege der Zähne mit Federkielen oder anderen Behelfsmitteln. Erst im 18. und 19. Jahrhundert konnte sich die Zahnbürste langsam etablieren – bestückt wurde sie dabei bis weit ins 20. Jahrhundert hinein meist mit Schweineborsten.

 

Von der Naturborste zum Nylon:

Ein Meilenstein in der Geschichte der Mundpflege stellt die Umstellung auf Nylonborsten dar. Denn den Schweineborsten hafteten buchstäblich Nachteile an: Tierhaare sind nicht nur spitz und hart und können somit das Zahnfleisch verletzen, sondern speichern in den Hohlräumen auch Feuchtigkeit – damit sind sie ideale Brutstätten für Bakterien und Pilzsporen, was wiederum Mundinfektionen begünstigt. Erst, als in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts das Nylon erfunden wurde, kam eine Lösung des Problems in Sicht. Im Jahre 1938 wurden die synthetischen Filamente erstmals zur Verfeinerung der Zahnbürste genutzt – Biegefestigkeit, Elastizität und Feuchtigkeitsresistenz qualifizierten sie gegenüber der Naturware.

 

Endgerundete Borsten:

Das Zähneputzen mit endgerundeten Borsten ist heute Standard in der modernen Mundpflege. Denn von den zunächst steifen und kantigen Nylonborsten gingen Gefahren einer Verletzung des Zahnfleisches sowie eines erhöhten Abriebs der Zahnhartsubstanz aus. Dies sollte sich erst im Jahre 1950 ändern, als die erste Zahnbürste mit endgerundeten, weichen Nylonborsten hergestellt wurde. Zunächst wurden die Bürsten noch vom Erfinder Dr. Robert Hutson selbst über den Postweg vertrieben. Doch entstand aufgrund der großen Nachfrage schnell ein florierendes Unternehmen: Oral-B.

 

Plan ist besser!

Zahnärzte empfehlen ein planes Borstenfeld zur Pflege der Zähne nach der so genannten Bass-Putztechnik. Mit einem solchen Multitufted-Borstenfeld wird ein durchschnittlicher Zähneputzer allerdings in der Regel kein so gutes Ergebnis erzielen wie mit einer Zahnbürste mit anderer Borstenkonfiguration – zum Beispiel schräg stehenden, so genannten CrissCross-Borsten. Diese sind schräg stehend und kreuzweise auf dem Bürstenkopf angebracht, um optimal auf der Zahnoberfläche ansetzen zu können. Dabei biegen sie sich und dringen bis tief in die Zahnzwischenräume vor – Plaque zwischen den Zähnen wird gelöst, auf die Zahnoberfläche gebracht und weggebürstet. Bei der Rückwärtsführung dringen die Borsten dann in entgegengesetzter Richtung erneut in die Zahnzwischenräume ein, um Plaque zu entfernen.

Zur Entwicklung entsprechender Zahnbürsten mit CrissCross-Borsten kam auch ein fortschrittlicher Putzroboter zum Einsatz: So wurde mit der Hochgeschwindigkeitsfotografie der Weg einer einzelnen Borste und ihr Kontakt mit den Zähnen genau verfolgt. Dabei wurden auch die Vorteile der längeren Kontaktzeit mit dem Zahn und dem tieferen Eindringen in die Räume zwischen den Zähnen durch die Schrägstellung der Borsten dokumentiert.

Die höhere Effizienz wird allerdings nur dann erreicht, wenn der Neigungswinkel der Borste größer als zwölf Grad ist. Nach zahlreichen Versuchen mit unterschiedlichen Konfigurationen stellte sich schließlich ein Winkel von 16 Grad als optimal heraus – und ging so in die Konstruktion einer ersten Handzahnbürste mit CrissCross-Borsten ein. Diese entfernte durch die neuartige Borstenkonfiguration Plaque im Zahnzwischenraum, am Zahnfleischrand und im Bereich der hinteren Backenzähne besonders effektiv.

 

Auch Zahnfleisch will stimuliert werden:

Zur Stimulation des Zahnfleisches – und damit zur Vorbeugung von Zahnfleischerkrankungen und Gesunderhaltung des Gewebes insgesamt – unterstützen bei bestimmten Zahnbürstenmodellen zusätzliche Gummifinger links und rechts am Rand des Bürstenkopfes den Zahnputzvorgang. Zu diesem Zweck gleiten die »Massagefinger« flexibel am Zahnfleisch entlang und vitalisieren es sanft.

 

Power-Tip:

Mit dem Begriff Power-Tip wird ein separates Borstenbüschel am oberen Ende des Bürstenkopfes bestimmter Handzahnbürsten bezeichnet. Durch einen – bei einigen Modellen aus bis zu 730 Borsten bestehenden – Power-Tip lassen sich zum Beispiel auch Stellen hinter den Backenzähnen erreichen und von Plaque befreien.

 

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Borsten …

Farbmarkierte Borsten erinnern an den Zeitpunkt des Zahnbürstenwechsels – und helfen so zu verhindern, dass der Benutzer mit ineffektiv gewordenen, ausgespreizten Borsten putzt. Die so genannten Indicator-Borsten werden mit einem patentierten Verfahren hergestellt, wobei blaue Speziallebensmittelfarbe die Borsten bis zu einer definierten Tiefe erreicht. Durch die mechanischen Vorgänge beim Putzen entfärben sich dann die blauen Borsten mit der Zeit – die Farbe ist dabei extra so »eingestellt«, dass sie bei zwei Mal täglichem und regelgerechtem Gebrauch der Zahnbürste nach acht bis zehn Wochen zur Hälfte verblasst ist: Dann wird es langsam Zeit, die verwendete Zahnbürste gegen eine neue auszutauschen.

 

Von zart bis hart:

Der Härtegrad der Borsten spielt nach Meinung vieler Experten keine so dominante Rolle bei der Wahl der Zahnbürste. Dennoch wird wegen drohender Verletzungsgefahr allgemein davon abgeraten, sich die Zähne ausschließlich mit Bürsten zu reinigen, die harte Borsten aufweisen. Daher bieten einige Hersteller auch Zahnbürsten in verschiedenen Härtegraden an – insgesamt wird dabei ein Trend zu eher weichen Borsten verzeichnet.

 

Mikrostrukturiert:

Mit Mikro-Struktur-Borsten sind bestimmte Zahnbürsten seit Mitte der Neunzigerjahre bestückt. Diese Borsten entfernen Plaque sowohl mit den Borstenseiten als auch mit den Borstenenden. Ein neuartiger Materialverbund und eine spezielle Technologie verleihen der Oberfläche eine zur Reinigung prädestinierte Mikrostrukturierung. Verglichen mit Standardborsten wird mit dieser Technologie eine verbesserte Plaqueentfernung erzielt.

 

Sanftes Zähneputzen ist Trend:

Zahnbürsten zur besonders sanften Mundpflege liegen immer mehr im Trend. Denn neben einer wachsenden persönlichen Vorliebe zum sanften Zähneputzen sprechen oftmals auch medizinische Gründe für eine besonders schonende Form der Mundhygiene. So leiden bis zu 40 Prozent der Bevölkerung an hypersensiblen Zähnen, wenn diese mit Kaltem, Heißem, Süßem oder Saurem in Kontakt kommen, unter anderem bedingt durch freiliegende Zahnhälse nach Rückbildung des Zahnfleisches. Wird von Patienten mit gereiztem Zahnfleisch nicht mehr ausreichend gründlich geputzt, erhöht sich die Gefahr einer solchen Rückbildung – ein unerwünschter Kreislauf wird so in Gang gesetzt.

Einige Hersteller bieten daher spezielle Zahnbürsten zur sensitiven Mundpflege an: Zum Beispiel entfernen extraweiche, endgerundete und patentierte SoftCare-Borsten auf einem planen Borstenfeld effektiv Plaque und schonen dabei Zähne und Zahnfleisch. Ein Power-Tip an der Spitze des Bürstenkopfes sowie ein rutschfester Griff unterstützen zusätzlich die präzise Handhabung einer solchen Handzahnbürste.

 

Zahnaufhellung durch Zähneputzen?

Auch zur natürlichen Aufhellung der Zähne wurden Zahnbürsten mit speziellen Borstenfeldern entwickelt. Dabei bilden längere, spiralförmig angeordnete Borsten eine Vertiefung und halten auf diese Weise die Zahncreme für eine intensivere Wirkung länger auf dem Bürstenkopf. Dicht angeordnete zentrale Borsten polieren gleichzeitig die Zahnoberflächen und entfernen so in Kombination mit der Zahncreme oberflächliche Verfärbungen – für natürlich weißere Zähne.

 

Zahnbürsten für Spangen- und Prothesenträger:

Speziell für Träger von festen Zahnspangen und anderen kieferorthopädischen Apparaturen wurden Handzahnbürsten mit kürzeren, härteren Innenborsten zur effektiven Reinigung der Multibänder und Brackets, festsitzende Zahnspangen, entwickelt. Prothesen verlangen ein planes Borstenfeld für die Reinigung der Außenbögen sowie ein keilförmiges Borstenfeld, das auch die schwer zugänglichen Stellen der Innenbögen erreicht – beides wird zum Beispiel in Form einer Prothesenbürste mit Doppelbürstenkopf angeboten.

 

Kinderzahnbürsten für den Nachwuchs:

Zahnbürsten für Kinder sollten immer über besonders weiche Borsten für eine schonende und dennoch gründliche Zahnreinigung, einen geeigneten Griff zur einfachen Handhabung für Kind und Eltern sowie einen gepolsterten Bürstenkopf zur sicheren Anwendung im Mundraum verfügen. Um die Motivation zu steigern, weisen die meisten Modelle bunte Farben oder kindgerechte Motive auf den Handstücken auf. Einige Anbieter haben auch altersgerechte Zahnbürstenkonzepte entwickelt, die den verschiedenen Entwicklungsstufen des Kindes Rechnung tragen. Die einzelnen Varianten orientieren sich dabei an der motorischen und gebissanatomischen Entwicklung des Kindes vom Baby- bis ins Schulalter (z. B. Oral-B Stages).

 

Expertenstatements:

Prof. Dr. Andrej M. Kielbassa, Direktor der Zahnerhaltungskunde und Parodontologie Campus Benjamin Franklin, Charité-Universitätsmedizin Berlin: »Die Zahnbürste wird in der Regel noch zu selten benutzt und auch meist nicht optimal angewendet. Hinzu kommt, dass Zahnbürsten nicht rechtzeitig ausgewechselt werden. Nur etwa zwei Handzahnbürsten werden im Durchschnitt pro Jahr und Patient verwendet – dabei zeigen klinische Studien, dass abgenutzte Zahnbürsten wesentlich weniger effizient sind als neue.«

Dr. med. dent. Ralf Rössler, Zahnarzt und Dozent an der Steinbeis-Universität Berlin: »Die systematische Zahnreinigung ist genauso wichtig wie die Putztechnik. Das heißt, die Reihenfolge beim Zähneputzen, beginnend mit den Kauflächen, dann die Außenflächen bis zu den Innenflächen der Zähne ist ebenso einzuhalten wie auch die Regel, dabei mit kreisenden Putzbewegungen von Rot nach Weiß zu putzen. Das planlose Schrubben, wie es weit verbreitet ist, lässt viele Gebissstellen unberührt und kann sogar einen Abrieb des Zahnschmelzes und Verletzungen des Zahnfleisches hervorrufen. Zudem empfehle ich einen Zahnbürstenwechsel bereits nach ungefähr zwei Monaten – die Qualität der Borsten ist sicher unproblematisch, aber es steigt die bakterielle Belastung der Bürste.«

 

Auf die Reihenfolge kommt es an!

KAI-Putzsystematik:

  1. Zahncreme auftragen – Zu Beginn des Zähneputzens wird eine kleine Menge Zahncreme auf den Bürstenkopf aufgetragen.
  2. Kauflächen – Begonnen wird mit der Reinigung der Kauflächen. Dabei wird die Zahnbürste sanft hin- und herbewegt.
  3. Außenflächen – Anschließend wird die Zahnbürste an die Außenflächen der Zähne angelegt und der Belag mit kurzen, sanften Auswischbewegungen von Rot nach Weiß entfernt.
  4. Innenflächen – Die Zahnbürste wird an den Innenseiten entlanggeführt. Die unteren Schneidezähne sollten dabei besonders gründlich gereinigt werden, da sich hier leicht Zahnstein bildet. Dazu wird die Zahnbürste senkrecht gehalten und es wird wieder von Rot nach Weiß geputzt.

 

Richtig Zähneputzen mit der Bass-Technik:
  • Winkel – Die Zahnbürste wird im Winkel von etwa 45 Grad am Übergang Zahnfleisch-Zahn an der Zahnoberfläche angesetzt.
  • Putzbewegung – Nun wird die Zahnbürste mit kleinen rüttelnden Bewegungen vor- und zurückbewegt. Anschließend wird die Zahnbürste mit einer Drehbewegung über die Zahnoberfläche geführt, um die bereits gelockerte Plaque auszuwischen.

 

Das miaut Schrödingers Katze:

Meouw! Hast du geahnt, dass es so viel über Zahnbürsten und das Putzen deiner Zähne zu wissen gibt? Ich bin selbst ganz verblüfft … Zum Beispiel wusste ich nicht, dass man nach einer Erkältung seine Zahnbürste austauschen soll. Ab sofort werde ich das natürlich tun. Morgens und abends benutze ich übrigens meine elektrische Zahnbürste, zwischendurch greife ich zur Handzahnbürste.

Wie oft wechselst du deine Zahnbürste aus? Und womit putzt du deine Zähne lieber – mit der Handzahnbürste oder mit der elektrischen Zahnbürste? Ich bin gespannt auf deine Antwort und schnurre wie immer bei jedem Kommentar!

XOXO

Schrödingers Katze

Quelle: Oral-B®

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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