Kleine Teekunde - Teekanne RON von BergHOFF - Bild: BergHOFF

Kleine Teekunde

Es gibt ihn in unzähligen Variationen, man kann ihn warm oder kalt genießen, süß oder bitter, belebend, entspannend und sogar entgiftend. Die Rede ist von einem der wohl beliebtesten Getränke der Welt: Tee. Er ist aus den meisten Kulturkreisen nicht mehr wegzudenken, wobei die Geschichte des Tees durchzogen ist von eher zufälligen Begebenheiten. Nachdem wir heute schon so viel über Eistee gesprochen haben, dachte ich, es sei höchste Zeit für eine kleine Teekunde! Unter der Vielfalt der Teesorten ist für jede Jahreszeit und jeden Genießertyp etwas dabei. Für Erfrischung im Sommer sorgen → Eistees oder Früchte- und Kräutertees. Für innere Wärme im Herbst oder Winter trinken wir gern heiße Tees, die eine belebende oder auch entspannende Wirkung haben. In jedem Fall aber schafft Tee eines: Er steigert unser Wohlbefinden.

 

Ursprung und Verarbeitung:

Die Urahnen unserer Teepflanzen sind Camellia sinensis (chinesischer Tee) und Camellia assamica (Assam-Tee aus Indien). Alle »echten« Teesorten werden aus einer dieser beiden Pflanzen gewonnen. Schwarztee beispielsweise stammt von derselben Pflanze wie grüner Tee – der Teepflanze Camellia sinensis. Nur Erntezeit und Verarbeitung unterscheiden die beiden Teearten. So wird Grüntee nicht fermentiert (Gärung), weshalb er auch »grün« bleibt.

Zur Verarbeitung bzw. Herstellung von Tee benötigt man in der Regel fünf Schritte:

  1. Welken (Withering)
  2. Rollen (Rolling)
  3. Aussieben
  4. Oxidation
  5. Trocknung (Firing)

Was viele Teeliebhaber nicht wissen: Zur Teegewinnung werden nicht allein die Blätter verwendet. Auch andere Pflanzenteile wie Blüten, Früchte, Stängel, Rinden oder Wurzeln werden verarbeitet. Tee, der aus frischen Blättern zubereitet wird, schmeckt selbstverständlich besser als die getrocknete Alternative, ist aber lange nicht so haltbar. Aus diesem Grund wird Tee – mit Ausnahme von Grüntee – fermentiert und getrocknet. Je nach Pflanzenteil, Oxidation und Verarbeitungsprozess entstehen so die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, die wir alle kennen und schätzen: Grüner Tee, Weißer Tee, Oolong und Schwarzer Tee sowie Gelber Tee oder sogenannter »nachgegorener Tee« (Pu Erh).

 

Die Vielfalt der Teesorten:

Die Zahl der im Handel angebotenen Teesorten ist vielfältig und wächst stetig. Hier eine kleine Auswahl der im deutschsprachigen Raum beliebtesten Sorten:

  • Earl Grey (mit Bergamotte natürlich aromatisierter Schwarztee)
  • Darjeeling (milder Schwarztee)
  • Ceylon (kräftiger Schwarztee)
  • Ostfriesentee (sehr kräftige Mischung aus diversen Schwarztees)
  • Matcha (Grünteepulver)
  • Früchtetee (z. B. Hagebutte – gilt nur als »teeähnlich«)
  • Kräutertee (wie Früchtetee nur »teeähnlich«)
  • Rooibos (vom Rotbusch aus Afrika)

Wenn du dich für eine Sorte entschieden hast, kannst du zwischen losem Tee, portioniertem Tee in Filterbeuteln, Teerosen (gebündelten Teezweigen) und gepresstem Tee (Teeziegeln) wählen. Worauf immer dein Herz fällt, ist reine Geschmackssache. Früher habe ich losen Tee bevorzugt, heute darf es aber auch gern mal ein Pyramidenteebeutel sein, wenn ich es eilig habe. Hauptsache, der Tee hat genug Raum, um sich zu entfalten!

 

Übung macht den Meister – die Teezubereitung:

So unterschiedlich die Sorten, so vielfältig sind auch die Zubereitungsmöglichkeiten. Du hast die Qual der Wahl: Entweder befolgst du artig die Anleitung auf der Verpackung oder du probierst selbst aus, wie dir dein Lieblingstee am besten schmeckt. Bei aller Experimentierfreude gibt es nur einige wenige Faustregeln zu beachten – der Rest ist Übungssache.

  • Der Tee wird stärker, umso mehr Blätter du verwendest.
  • Je länger die Ziehzeit, umso intensiver ist der Geschmack. Achtung! Bei zu langer Ziehzeit wird der Tee bitter.
  • Die Wassertemperatur variiert je nach Tee. Schwarztees mögen es heiß und sind relativ unempfindlich (95°C). Die meisten grünen Teesorten wollen behutsam behandelt werden und benötigen eine Wassertemperatur von maximal 60°C bis 80°C.
  • Nimm stets weiches, kalkarmes Wasser und koche es nur ein Mal auf, damit nicht zu viel Sauerstoff verloren geht. In Gegenden mit kalkreichem Wasser empfiehlt sich die Verwendung eines Tischwasserfilters wie dem BWT Magnesium Mineralizer für den vollen Teegenuss. Dieser entfernt schonend geschmacksstörender Stoffe und bringt das feine Aroma von Tee perfekt zur Geltung.

 

Teegeschirr – die Auswahl ist groß:

Teegeschirr wird aus vielen verschiedenen Materialien angeboten. Die meisten Teeliebhaber schwören dabei auf Glas, Gusseisen, Porzellan, Keramik oder Ton. Doch auch Teekannen aus anderen Metallen oder Bambus bereichern das Angebot. Wähle aus, was dir am besten gefällt! Unser Tipp: Weiße und grüne Tees sehen im Glas- oder Porzellanservice besonders appetitlich aus. Im traditionellen Tongeschirr fühlen sich Sorten wie Oolong, Schwarztees oder Pu Erh am wohlsten. Lange Zeit besaß ich eine japanische Teekanne aus Gusseisen, habe damit aber schlechte Erfahrungen gemacht: Trotz aller liebevollen Pflege rostete das teure Ding munter vor sich hin. Heute verwende ich meist eine preiswerte Glaskanne mit praktischem Filtereinsatz.

 

Teegedeck à table von ASA Selection - Bild: ASA Selection

 

Wie die Geschichte begann:

In vielen Teilen der Erde besitzt das Aufgussgetränk Tee eine lange Tradition. Asien kann wohl die älteste Teetradition aufweisen (etwa 5 000 Jahre), wobei auch die Anfänge der ostfriesischen und europäischen Teekultur bis in das frühe 17. Jahrhundert zurück reichen. In England zelebriert man den klassischen 5 o’clock tea am Nachmittag, in Russland dürfen beim Teetrinken Samowar und süßende Konfitüre nicht fehlen.

Es war einmal …

 …in China:
Die wohl bekannteste und bedeutendste Teekultur wird bis heute in China zelebriert, wo der Tee auch seinen Ursprung findet. Der Legende nach hat Kaiser Shen Nong 2 700 v. Chr. während einer langen Reise Rast unter einem Baum gemacht und, um seinen Durst zu löschen, einen Kessel kochendes Wasser aufgesetzt. Leichter Wind trieb ein paar Blätter eines Strauches in den Kessel. Daraufhin färbte sich das Wasser gelb-grün und verströmte einen angenehmen Duft. Hingerissen von dem, was ihm da in die Nase stieg, probierte der Kaiser das Getränk und fühlte sich sogleich belebt und erfrischt. Vermutlich ahnst du es schon: Bei dem Strauch handelte es sich um eine Teepflanze.

 …in Indien:
In Indien hingegen erzählt man sich, dass einer der Söhne des Königs Kosjuwo den Tee entdeckt hat. Als Prinz Dharma mit dem Ziel, die Werte des Buddhismus zu verbreiten, nach China reiste, legte er das Gelübde ab, neun Jahre nicht mehr zu schlafen. Am Ende des dritten Jahres geriet der Plan, sich durch diesen Entzug würdig zu erweisen, in Gefahr. Den Prinzen überfiel eine überwältigende Müdigkeit, die ihn dazu veranlasste, gedankenverloren ein paar Blätter zu pflücken und diese zu kauen. Nach Genuss der Teeblätter verflüchtige sich die Müdigkeit und wurde durch ein belebendes Gefühl ersetzt.

 …auf dem Weg nach London:
Die Entdeckung des typisch britischen Earl Grey Teas, einer aromatisierten Form des schwarzen Tees, besitzt ebenfalls eine eigene Legende: Im Jahre 1833 reiste Sir Charles Grey mit dem Schiff von China nach England. An Bord befanden sich Schwarztee und Bergamottöl. Ein Sturm hatte zur Folge, dass die Fracht herumwirbelte und das Öl sich auf die mitgeführten Teeballen ergoss. Die wertvolle Ladung schien verloren. Trotz allen Frustes probierte der Earl diese zufällige Kombination und war zugleich überrascht und angetan von dem Aroma der Mischung. So die Legende … Die Wahrheit: Der Name des Earl Grey Teas entstand als Erinnerung daran, dass Charles Grey, 2. Earl Grey, als britischer Premierminister im Jahre 1833 das Preismonopol der East India Company im Teehandel mit China aufhob. »Grey’s Tea« ist seit den 1850er Jahren bekannt, doch die ersten belegten Quellen über einen Earl Grey Tea sind Anzeigen der Firma Charlton & Co. in der Jermyn Street in London in den 1880er Jahren.

 

Tee im Hier und Jetzt:

Neben den traditionellen Teesorten werden in unserer modernen und hektischen Zeit bevorzugt Tees getrunken, die unserer Entspannung oder Gesundheit dienen. So zum Beispiel:

  • Wellness-Tees zur Entspannung
  • Detox-Tees zur Entgiftung
  • Matcha (Tee aus gemahlenen japanischen Grünteeblättern) als Muntermacher

 

Ein paar persönliche Tipps für vollendeten Teegenuss:

Tea to go: Wenn du auch unterwegs nicht auf frischen Tee verzichten möchtest: Super praktisch und äußerst schick machen sich die Custom Tea Infuser von Aladdin.

 

Custom Tea Infuser von Aladdin - Bild: Aladdin

 

Geschirr aus Porzellan: Mit der Serie Linna von ASA Selection geht jedem Teefreund das Herz auf. Die wunderschönen Kannen und Becher laden zu entspannten Teestunden ein.

 

Teegeschirrserie Linna von ASA Selection - Bild: ASA Selection

Geschirr aus Glas: Für alle, die gern sehen was sie trinken und ihren Tee lieber in einer schicken Glaskanne genießen, gibt es von Blomus die TEA-JANE.

 

Blumus TEA-JANE Teezubereiter - Bild: Blomus

 

Detox-Tee: Hochwertige und besonders aromatische Tees bietet T-Bar mit seinen edlen Detox-Tees. Drei Sorten stehen hier zur Auswahl: DETOX HERBL TEA No. 27 bis 29.

 

T-Bar DETOX HERBL TEA No. 29 Morning Detox Energy Splash - Bild: T-Bar

Matcha: Mild-herber Geschmack und eine liebliche Note: Das feine Pulver von Emcur Bio Matcha kann auch zum Kochen und Veredeln von Speisen sowie zur Herstellung von exklusiver selbst gemachter Kosmetik verwendet werden. In unserem Blogzine findest du unter anderem die Produktvorstellung des → Emcur Bio Matcha Latte samt Rezepten für Matcha Latte Christmas, grünen und Marmor-Matcha-Heidesand sowie Limetten Matcha Cheesecake Mugs. Ebenfalls ans Herz legen möchte ich dir meine unwiderstehlichen → Matchaplatzerl mit Ingwer und nicht zuletzt meine wohltuende → Gesichtsmaske mit Matcha.

 

Emcur Bio Matcha - Bild: Emcur

 

Bananenschneckerls Resümee:

Von Tee kann ich gar nicht genug bekommen! Es gibt nicht nur unglaublich viele aromatische Teesorten, sondern auch mehr wunderschöne Accessoires für perfekten Teegenuss, als in meinem Küchenschrank Platz finden. Leider … Einige werde ich dir in den kommenden Wochen vorstellen, darunter auch die asiatisch inspirierte Teekanne RON des belgischen Herstellers BergHOFF, die du im Artikelfoto bewundern kannst.

Wie ist es mit dir: Trinkst du ebenso gern Tee wie ich? Oder bevorzugst du Kaffee? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

[Quelle: → Nathalie Heisterkamp und → Wikipedia (Text), Hersteller (Fotos) via → TrendXPRESS]

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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