Barschröllchen an Senfsoße - Bild: Sissi St. Croix

Barschröllchen an Senfsoße

Hast du schon einmal Barschröllchen an Senfsoße gegessen? Vermutlich nicht, denn unser einheimischer Flussbarsch (Perca fluviatilis) wird als Speisefisch leider immer noch unterschätzt. Viele Angler ärgern sich sogar, wenn er bei ihnen anbeißt. Das ist schade, denn aus kulinarischer Sicht ist der Barsch einer unserer besten Süßwasserfische. Sein festes, wohlschmeckendes weißes Fleisch ist besonders fettarm und leicht verdaulich.

In unseren Gewässern ist der beißfreudige Räuber sehr häufig anzutreffen, bleibt aber meist recht klein. Von seiner weiten Verbreitung zeugt auch die Vielfalt seiner Namen. So wird der Flussbarsch unter anderem auch Bärschling, Anbeiß, Warschinger, Bürschling, Barsig, Bars, Bärsch, Egli, Pirsche, Schartz, Krautbarsch, Jagd- oder Tiefenbarsch genannt. Sogar die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm haben sich in ihrem Wörterbuch mit ihm beschäftigt:

»EGLI, n. perca fluviatilis, im ersten jahr heiszt er heuerling, hürlig, im zweiten stichling, im dritten egli, im vierten rechling.«

Hübsch angerichtet: Barschröllchen an Senfsoße - Bild: Sissi St. Croix

Hübsch angerichtet: Barschröllchen an Senfsoße

 

Mein Rezept für Barschröllchen an Senfsoße:

Zutaten für vier bis acht hungrige Barschliebhaber:
– 800 g küchenfertige Barschfilets
– 50 g mittelscharfer Senf
– 50 g süßer Senf
– 5 g scharfer Senf
– 1/4 l trockener Weißwein
– 1/4 l Fischfond (alternativ: Gemüsebrühe)
– 2 fein gewürfelte rote Paprika
– 1/2 fein gewürfelte Zwiebel
– 1 EL Pflanzenöl
– zum Abschmecken: Kräutersalz, bunter Pfeffer, Rohrohrzucker
– Zahnstocher

Zubereitung der Barschröllchen an Senfsoße:
Zuerst die Barschfilets kurz unter fließendem kalten Wasser abspülen, sorgfältig trocken tupfen und gegebenfalls – abhängig von der Größe der Filets – in mundgerechte Streifen schneiden. Dann die Senfsorten vermischen, eine Seite der Filets dünn mit der Senfmischung bestreichen, aufrollen und mit Zahnstochern feststecken.

Für die Senfsoße die Zwiebel- und Paprikawürfel im Öl scharf anbraten, mit Fischfond oder Gemüsebrühe ablöschen und den restlichen Senf unterrühren. Abdecken, fünf Minuten sanft köcheln lassen und mit ein wenig Kräutersalz, Pfeffer und einer Prise Zucker pikant abschmecken. Nun die Barschröllchen in die Senfsoße legen und bei geschlossenem Deckel rund acht bis zehn Minuten auf kleiner Flamme gar ziehen lassen. Herausnehmen und mit der Senfsoße servieren.

Tipp: Die Barschröllchen eignen sich als Vorspeise für acht Personen, als Hauptgericht mit Petersilienkartoffeln und Salat für vier Personen. Du kannst sie als Häppchen auf dem Büffet auch kalt servieren.

 

Bananenschneckerls Resümee:

Für uns sind die Barschröllchen an Senfsoße jedes Mal aufs Neue ein delikater Hochgenuss! Und der beste Beweis dafür, dass es nicht immer importierter Meeresfisch auf dem Teller sein muss – unsere einheimischen Süßwasserfische schmecken mindestens ebenso gut. Wenn du keinen Angler kennst, der dich mit frischem Barsch versorgt, dann lohnt sich ein Blick in die Tiefkühltruhen oder die Frischfischtheke deines örtlichen Fischhändlers, bei dem der Flussbarsch immer häufiger als küchenfertiges Filet in den Handel kommt.

Ich bin gespannt, wie dir meine Barschröllchen an Senfsoße schmecken und freue mich wie immer über deine Rückmeldungen und Kommentare!

XOXO

Sissi

 

Comments
2 Responses to “Barschröllchen an Senfsoße”
  1. Annette sagt:

    Leider ist mein Teich zu klein… ☺ aber ich werd mal schauen ob ich den hier irgendwo bekommen kann und dann feedback geben wie er mir geschmeckt hat!

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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