Rosmarinfladenbrot

Rosmarinfladenbrot

Schnupper mal! Hmmmmm … Ist der Duft von frisch gebackenem Brot nicht einfach unwiderstehlich? So ein ofenwarmer Laib mit knuspriger Krume ist für mich der reinste, unverfälschte Genuss! Drücke mir ein bisserl Brot in die Hand und ich bin glücklich. Das wunderbare Aroma verbreitet eine wohlige Atmoshphäre, schmeichelt meiner Nase und regt meinen Appetit an. Allen Trends zum Low Carb zum Trotz möchte ich auf Brot nicht verzichten! Einer meiner absoluten Lieblinge ist Fladenbrot, das ich Woche für Woche in vielen Variationen backe.

Und so geben sich indisches Naan, Chapati, Paratha, Puri und Papadam in meiner Küche ein Stelldichein und flirten mit arabischem Chubz, bevor sie sich kichernd alle gemeinsam mit persischem Lavash ins Brotkörbchen zurückziehen, um von dort aus türkischen Yufka und Pide eine Kusshand zuzuwerfen – eifersüchtig beäugt von der griechischen Pita. An manchen Tagen geht es bei mir zu wie bei der UNO. Das wissen auch die italienische → Focaccia und das französische → Baguette, weshalb sie in regelmäßigen Abständen dafür sorgen, dass sie nicht in Vergessenheit geraten. Blöd nur, dass ich dem Baguette bei solchen Gelegenheiten jedes Mal aufs Neue erklären muss, dass es zwar flach, aber kein Fladenbrot ist. Es grmpft dann immer ganz eigenartig und zieht sich schmollend Richtung Brotkasten zurück – nicht ohne mürrisch darauf hinzuweisen, dass der Schlankheitswahn bedauerlicherweise inzwischen selbst unter den Broten immer mehr um sich greife und ein Baguette nun einmal ein »Plus-Size-Knäcke« sei. Armes unverstandenes Broti!

Apropos Knäckebrot: Auch → Dinkel- und → Roggenknäckebrot haben längst ein liebevolles Zuhause bei mir gefunden. Doch noch habe ich nicht jedes einzelne der unzähligen Fladenbrotrezepte dieser Welt nachgebacken. Kein Wunder: Fladenbrote sind bis heute nicht nur die am meisten verbreitete, sondern auch die älteste Zubereitungsart von Brot. Du kannst dir sicher vorstellen, dass sich da in den letzten 10 000 Jahren ein paar Milliarden Rezepte angesammelt haben, hihi … Und heute kommt sogar noch eines dazu: Erfahre bei mir, wie du im Handumdrehen dein eigenes leckeres Rosmarinfladenbrot backen kannst!

 

Mein Rezept für rustikales Rosmarinfladenbrot:

Zutaten für vier hungrige Rosmarinfladenbrotesser:
– 200 g Dinkel(vollkorn)mehl
– 3 Safranfäden (alternativ: 1 Msp. Kurkuma)
– 1/2 TL selbst gemachtes Rosmarinsalz
– 1 TL Bio-Backpulver
– 2 EL frische Rosmarinnadeln
– 75 ml Bio-Olivenöl (z. B. von → Lakonikos)
– 125 ml Wasser
– Bio-Olivenöl zum Bestreichen
– grobes Meersalz zum Bestreuen
– nach Belieben: 2 Rosmarinzweige zum Verzieren

Zubereitung des rustikalen Rosmarinfladenbrotes:
Zuerst zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und den Backofen vorheizen – Ober-/Unterhitze: etwa 200°C, Heißluft: etwa 180°C, Gas: Stufe 3-4. Alle trockenen Zutaten gründlich vermengen. Mit der Faust eine kleine Kuhle in die Mehlmischung drücken und das Öl und das Wasser hinzufügen. Alles sofort zu einem fluffigen Teig verkneten und dabei nicht zu lange daran herumknautschen.

Den Teig in zwei Teile teilen, zu Bällen formen und diese direkt auf den Blechen zu Ovalen ausrollen. Großzügig mit Olivenöl bestreichen, mit grobem Meersalz bestreuen und nach Lust und Laune mit weiteren Rosmarinnadeln dekorieren. Nacheinander im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene rund acht bis zehn Minuten backen, bis die Rosmarinfladenbrote schön goldgelb gebräunt sind. Herausnehmen und auf einem Rost abkühlen lassen. Zum Servieren in handliche Stücke brechen und in einem hübschen Körbchen anrichten.

Tipp: In luftdichten Dosen hält sich das Rosmarinfladenbrot zwei Tage lang frisch und ist ein gern gesehenes Mitbringsel bei Grillfesten im Freundeskreis.

 

Durch das Bestreichen mit Öl wird das Rosmarinfladenbrot ein bisserl matschig ...  - Bild: Sissi St. Croix

Durch das Bestreichen mit Öl wird das Rosmarinfladenbrot ein bisserl matschig …

 

Doch nach dem Backen ist das Brot schön knusprig! - Bild: Sissi St. Croix

Doch nach dem Backen ist das Brot schön knusprig!

 

Bananenschneckerls Resümee:

Was ist nun das Besondere am Rosmarinfladenbrot, fragst du mich? Nun, abgesehen von seinem verboten guten Geschmack und einem subtilen Olivenaroma lässt es sich schnell abbacken und überzeugt durch eine »Keksigkeit«, die ich bei flauschigeren Fladenbroten wie beispielsweise einem Naan zuweilen vermisse. Du hast hier ein Rezept für ein rustikales, dünnes Brot vor dir, das sich prima wie ein Cracker aus der Hand essen, aber auch wunderbar mit allerlei Aufstrichen. Dips und Belägen genießen lässt. Probiere es am besten einfach selbst einmal aus!

Ich bin sehr gespannt, wie dir mein Rosmarinfladenbrot schmeckt. Was ist dein persönliches Lieblingsbrot? Ich freue mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

 

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One Response to “Rosmarinfladenbrot”
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  1. […] hätte ich es bei Müller am Hauptbahnhof probieren können. Aber wer hätte dann den Teig für das → Rosmarinfladenbrot, die → Focaccia und all die anderen Leckereien angesetzt, die ich noch vorbereiten […]



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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

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