Blogger im Produktwahn? - Bild: Sissi St. Croix

Blogger im Produktwahn?

Heute gibt es neben einem Blick auf weitere Unternehmen, die Nicoles → Bloggertreffen unterstützt haben, auch ein paar Gedanken in ganz eigener Sache. Gedanken, die ich mit vielen anderen Bloggern teile. Denn seitdem ich als engagierte Produkttesterin unterwegs bin, höre ich viel zu oft Bemerkungen wie: »Oh, da kriegst du ja alles umsonst. Toll, das will ich auch machen!« Ne, ist klar … Umsonst ist der Tod und wer schon mal einen lieben Angehörigen bestatten musste weiß, dass dies ebenfalls eine äußerst kostspielige Angelegenheit sein kann.

Natürlich ist die Welt eines Produkttesters durchaus farbenfroh und abwechslungsreich, voller spannender Erfahrungen und prägender Erlebnisse – im Guten wie im Schlechten. Doch die täglich neuen Eindrücke bringen auch ein breites Spektrum an wild wuchernden Emotionen mit sich, dem der bloggende Produkttester und Trendscout meist unvorbereitet gegenübersteht. Schauen wir uns doch die Sache gemeinsam mal näher an. Hast du Lust? Prima, auf geht’s! Aber sei gewarnt: Dieser Artikel ist ganz schön lang …

 

Es gibt Momente im Bloggerleben, da muss man einfach durchdrehen! - Bild: Katrin Gnittök

Es gibt Momente im Bloggerleben, da muss man einfach durchdrehen!

 

Bloggerlust vs. Bloggerfrust:

Es mag dich überraschen, aber Produkttester beschäftigen sich nicht nur mit neuen Produkten und ihren Testberichten, sondern vor allem sehr viel (und sehr gern!) mit sich selbst. Und anderen Blogs. Und anderen Bloggern. Das nennt sich neudeutsch Blogosphäre. In der Mathematik bezeichnet Sphäre die Oberfläche einer Kugel. Ist die Blogosphäre also rund? Nö! Dazu passiert nämlich viel zu sehr in ihr! Rund läuft da schon lange nichts mehr, wenn dies überhaupt je der Fall gewesen ist. Wovon ich spreche? Nun, vom neidischen Schielen der einen Blogger auf die Erfolge der anderen.

Es kann ganz schön weh tun, wenn man gerade über ein überraschend eingetrudeltes Testpäckchen oder die Zusage eines weiteren Unternehmens für das nächste Treffen jubelt und sich die lieben »Mit-Blogger« spontan in den einschlägigen Social-Media-Kanälen das Maul darüber zerreißen, wie »die« das nun schon wieder geschafft hat. Die eine kauft sich ihre Follower auf Facebook flauschig zusammen, die andere lästert gnadenlos Konkurrentinnen vor interessierten Unternehmen in Grund und Boden. Und natürlich wird heftig verglichen, bei welchem Bloggertreffen man am meisten »absahnen« konnte, und zugleich darüber spekuliert, dass die eine oder andere Bloggerin nur eingeladen wurde, weil sie die Busenfreundin der Orga ist. Zum letzten Punkt sage ich nur: Und wenn schon!

 

Gemischte Gefühle …

Bislang habe ich in meinem noch recht jungen Bloggerleben erstaunlich wenige Blessuren gesammelt. Gut, hier und da bekam ich in der Anfangszeit einen blauen Fleck, weil ich damals sehr viel Glück bei Produkttestportalen hatte und dumme Sprüche kassieren musste. Doch da ich bis zum Frühsommer diesen Jahres nie von selbst Firmen angeschrieben habe und auch jetzt in diesem Bereich den Ball weiterhin flach halte (ich habe genug mit den Produkten von den Bloggertreffen zu tun), werde ich nicht als »Konkurrenz« wahrgenommen. Es heißt ja, »viel Feind, viel Ehr«, aber ich bin doch sehr froh darüber, (noch) nicht zur Zielscheibe schießwütiger Neidblogger geworden zu sein. Vielleicht ändert sich das aber schon mit diesem Artikel: Wer ins Wespennest sticht, muss mit angriffslustigen, gereizten Reaktionen rechnen. Oder um es mit Johann Wolfgang von Goethe zu sagen: »Verbiete wer was Alle wollten, Der hat ins Wespennest gestört.«

 

Bitches gibt es nicht nur in der Blogosphäre!

Ganz anders sieht es da schon bei einigen meiner bloggenden Freundinnen aus … Mehr als ein Mal habe ich die halbe Nacht tröstend am Telefon verbracht, weil es wieder einmal einen unverdienten Shitstorm auf Facebook und Co. über einen Bericht gab. Herzig, oder? Da wundert es mich nicht, dass wir Produkttester auf der Beliebtheitsskala der Blogger ganz unten stehen. Wenn ich dann allerorten saccharinsüße Bemerkungen darüber lese, wie lieb wir uns doch alle haben und dass diese oder jene Bloggergruppe beschlossen hat, das unsinnige Konkurrenzgehabe ein für allemal ad acta zu legen, könnte ich im Strahl kotzen!

Sicher, gemeinsam sind wir stark! Oder wären es, wenn wir denn wirklich gemeinsam handeln würden. Miteinander, nicht gegeneinander. Oder so. Aber das scheint bis auf wenige Ausnahmen ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Vielleicht liegt es ja auch schlicht in der menschlichen Natur, immer genau das haben zu wollen, was der andere hat. Dann wäre jede Aufregung über den Neid der »anderen« (man selbst ist ja gewiss nie neidisch, gell?) ein Sturm im Wasserglas. So betrachtet, kann ich auch über den unschönen Umgangston einiger Blogger lächeln: Respektlosigkeit, mangelnde Höflichkeit und Klugscheißerei hat es schon immer gegeben, das sind keine Erfindungen der Blogosphäre. Es hilft, sich gegen diese Marotten mancher Menschen ein dickes Fell zuzulegen – im wirklichen Leben wie im Internet.

 

Und wo bleibt nun die Lust?

Ach ja, da war ja noch was! Abgesehen von den seltsamen Eigenheiten der produkttestenden Blogosphäre, zwölfstündigen Anreisen zu Bloggertreffen, bei denen man mit viel zu schwerem Gepäck und den Unwägbarkeiten des öffentlichen Personennahverkehrs ebenso zu kämpfen hat wie mit der Unbill des Wetters, Absagen von Firmen und Bloggertreffenveranstaltern, weil man »zu ehrlich berichtet« (wie kann man, bitteschön, zu ehrlich sein?), extrem bizarren Unternehmenswünschen, Fotografieren unter den seltsamsten Bedingungen und dem mitternächtlichen Schreiben von Testberichten, weil der Alltag sich unverschämterweise dann doch immer mal wieder einmischt, ist und bleibt Bloggen für mich neben Sex, Sternegucken und dem Naschen veganer Schokolade die schönste Nebensache der Welt!

 

Zombieeskes Kistenkruschteln auf dem #bt01ptms - Bild: Anna Möller/Bildbearbeitung: Sissi St. Croix

Zombieeskes Kistenkruschteln auf dem #bt01ptms

 

Von Sponsoren und Sponsörchen …

Den aufmerksamen Lesern dürfte vermutlich nicht entgangen sein, dass ich eingangs versprach, dir in diesem Artikel weitere Firmen vorzustellen, welche Nicoles → Bloggertreffen unterstützt haben. Versprechen muss man halten, nicht nur gegenüber seinen Lesern, sondern auch gegenüber kooperationsbereiten Unternehmen. Und sei deren Großzügigkeit auch noch so knapp bemessen. Oder nicht zu erkennen … Öhm … Tjaaa … Räusper … Hüstel … Verlegenes Ohrenkratzen …

Warum diese für mich ungewohnte Verlegenheit? Nun, ich stehe gerade vor der Herausforderung, dir Firmen vorzustellen, von denen ich auf dem Bloggertreffen entweder nichts, Pröbchen oder gar Unfug erhalten habe – oder die uns zwar zugesagt, letztlich aber (noch) nichts geschickt haben. Keine leichte Aufgabe, oder? Hinzu gesellen sich Firmen, die uns zwar dicke Testpackerl geschickt, bei denen ich aber freiwillig verzichtet habe, weil mir Gier grundsätzlich fern liegt und es derzeit überhaupt keinen Sinn für mich macht, den x-ten Lippenstift nach Hause zu tragen.

Einige Blogger unserer #bt01ptms-Gruppe haben das Problem sehr elegant gelöst, indem sie die betreffenden Firmen brav aufgelistet haben. Eine gute Idee! Ich nehme mir zusätzlich die Freiheit, meine Liste in diesen Artikel einzubetten und hoffe, dass du daran ein bisserl Spaß hast. Aufi, pack‘ ma’s o, a Stückerl gehts no weida!

 

Alumi Cosmetics

Von der sich gerade erst auf dem deutschsprachigen Markt etablierenden Kosmetikmarke → Alumi Cosmetics hat jeder Blogger zwei Probedöschen mit Lidschattenpuder in seinen Wunschfarben bekommen. Katrin überließ mir ihre beiden Produktproben für eine befreundete Bloggerin, die allerdings derzeit noch in den USA ist. Normalerweise blogge ich nicht über Proben. Doch da die Kommunikation mit Inhaberin Denise sehr nett verlief und ich mir vorstellen kann, dass bei einem Start-up das Geld knapp ist, mache ich in diesem Fall gern eine Ausnahme. Allerdings bitte ich dich um ein wenig Geduld, da andere Produkte Vorrang haben.

 

believa Cosmetics:

Die Believa AG hatte uns ebenfalls ein Testpäckchen angekündigt, von dem wir allerdings bis zum heutigen Tag nichts gesehen haben. Ende offen …

 

BENI DURRER:

Bei den wunderschönen, wenn auch nicht naturkosmetischen Produkten von → BENI DURRER hätte ich liebend gern für meine Freundinnen zugegriffen! Was gab es in dem generös gepackten Päckchen nicht alles zu entdecken: Concealer, Eyeliner, Lidschatten, Lippenlack … Und sämtlich in traumhaften, edlen Farben, die keine Wünsche offen lassen! Doch da im Moment alle mit dekorativer Kosmetik mehr als ausreichend versorgt sind und ich es irgendwie im Gefühl habe, dass uns die tolle Marke nicht zum letzten Mal begegnet ist, habe ich mich tapfer zurückgehalten und die Produkte gern den anderen Bloggern überlassen.

 

BringMeBack:

Das Kölner Unternehmen BringMeBack will schusseligen Menschen dabei helfen, verloren gegangene Gegenstände und sogar Haustiere zurückzubekommen. Dafür müssen diese mit einer Identifikationsnummer versehen werden, die Finder anschließend online suchen können, um sich ihren Finderlohn zu sichern. Eigentlich eine gute Idee, oder? Wir haben zum Testen jeweils einen Marker in Form eines Schlüsselanhängers erhalten. Jeder Marker enthält neben der Nummer einen Hinweis zur → Website von BringMeBack. Ist ein Marker beispielsweise an einem Schlüsselbund angebracht, trägt der Besitzer dessen Nummer im Mitgliederbereich von BringMeBack ein und definiert einen Finderlohn. Gehen die Schlüssel zu Heim und Hof nun einmal verloren, werden sie mit ein wenig Glück von einer aufrichtigen Person gefunden, welcher der markante, blau-weiße BringMeBack-Marker ins Auge sticht. Inspiriert von der Aussicht auf eine Belohnung steuert der Finder die BringMeBack-Website an, gibt die auf dem Marker angegebene Objekt-ID ein und erhält Informationen über den ausgelobten Finderlohn.

Schön ist anders …

Zeitgleich bekommt der Schlüsselbesitzer eine Benachrichtigung von BringMeBack, dass sich sein Schlüsselbund angefunden hat, und wird gebeten, den Finderlohn auf ein von BringMeBack bereitgestelltes Treuhandkonto zu überweisen. Nach der Übergabe der Schlüssel, die entweder persönlich oder auf Wunsch auch postalisch (und anonym via BringMeBack als Mittler) geschehen kann, bestätigt der Schlüsselbesitzer ihren Erhalt, woraufhin BringMeBack dem Finder den versprochenen Betrag auszahlt. Das klingt alles ganz prima, ist aber kein Dienst, den ich nutzen werde: Zum einen finde ich den blauen Schlüsselanhänger im Wert von 7,95 Euro potthässlich. Es mag ja sein, dass er praktisch ist, aber mit so einem Teil mag ich nicht herumlaufen. Zum anderen muss ich schon bei der Registrierung einen Finderlohn angeben.

Die Sache mit dem Finderlohn …

Der Finderlohn beträgt nach deutschem Recht (→ § 971 BGB) in diesem Fall fünf Prozent des Wertes des verloren gegangenen Objektes. Das wären bei mir aktuell rund 20 Euro, eine Summe, die ich für tragbar halte. Doch ich achte sehr gut auf meine Schlüssel und möchte sie garantiert nicht einfach mal eben so absichtlich »verlieren«, um die von BringMeBack angebotene Dienstleistung auszuprobieren. Was ist, wenn mein Schlüsselbund nicht gefunden wird? Oder der Finder unehrlich ist? Allein der Anhänger an meinem Schlüsselbund ist mehr wert als der Finderlohn …

Wie soll ich so etwas nur testen?

Natürlich könnte ich nun alte, nutzlose Schlüssel an einen billigen Ring hängen und diese bei Nacht und Nebel im Park »verlieren«. Aber dafür 20 Euro von meinem eigenen Geld investieren? Nö, ich bin doch nicht deppert! Wir sind nicht die Stiftung Warentest, sondern BANANENSCHNECKERL bloggt und müssen daher schon ein bisserl auf unser Budget achten. Also habe ich beschlossen, auf diesen Test zu verzichten, auch wenn er von BringMeBack sicher gut gemeint war.

 

Daily Marmelade:

Feines für den Frühstückstisch hat uns → Daily Marmelade geschickt. Leider nur vier Gläschen, sodass die Mehrzahl von uns leer ausging. Ich bin aber schon gespannt auf die Berichte der Glücklichen, die sich die Köstlichkeiten aufs Frühstücksbrötchen streichen dürfen!

 

Dr. Schedu Berlin:

Das Unternehmen wollte unser Bloggertreffen mit Haarpflegeprodukten unterstützen. Zwischen Wollen und Tun klaffte eine Lücke – auch in diesem Fall haben wir keines der Produkte zu sehen bekommen. Ende offen …

 

Fabplace®:

Der zur Telekom gehörende 3D-Druck-Store → Fabplace® hatte jedem von uns einen Gutschein überlassen, um uns auf der Onlineplattform individualisierte Handyschalen für unsere Smartphones anfertigen lassen zu können. So weit, so gut. Zu schade nur, dass es für keines der im Haushalt befindlichen Mobiltelefone eine passende Schale gab! Ich habe dann dennoch einen Versuch gewagt, um die Dienstleistung zu testen und das Ergebnis dann unter unseren Lesern zu verlosen.

Leider funktionierte der erhaltene Gutscheincode aber schon etliche Tage vor Ablauf nicht mehr. Nicole hat sich dann zwar um einen neuen Code bemüht, doch auch dieser wollte sich nicht einlösen lassen. Von weiteren Versuchen habe ich dann Abstand genommen: Meine Zeit ist mir für wiederholte Fehlversuche schlicht zu schade. Überdies war uns schon im September bekannt, dass der in der Beta-Phase befindliche Shop zum 31. Dezember 2015 geschlossen werden würde … Bislang tut sich auf der Website auch nichts Neues. Was soll ich sagen? Außer (Zeit-)Spesen nichts gewesen!

 

FRISCHES BLUT:

Als Horrorliebhaberin habe ich ja durchaus etwas übrig für frisches Blut, solange es nicht mein eigenes ist. Hihi … Was bin ich heute wieder albern aufgelegt! Als eingedosten Energy Drink kenne ich → FRISCHES BLUT bereits seit dem Treffen der Königskinder. Der fruchtige, wenn auch pappsüße vegane Cranberry-Ingwer-Mix punktet durch den Verzicht auf Koffein sowie einen relativ niedrigen Brennwert von 158 Kilojoule bzw. 37 Kalorien je 100 Milliliter. Mein neuer Lieblingsdrink wird das blutrote Erfrischungsgetränk aufgrund seines hohen Zuckergehaltes dennoch nicht werden. Für zwei Testdosen gibt es von mir ein freundliches Dankeschön und ein »Daumen hoch« für den coolen Namen!

 

GOURMETBOX:

Hach, wie gern hätte ich dir jetzt stolz und glücklich meine Gourmetbox gezeigt! Darauf war ich nämlich besonders scharf. Zwei Boxen wurden uns versprochen. Angekommen ist keine. Schade. Ich habe nämlich auf dem Bloggertreffen ganz bewusst auf das eine oder andere Produkt auch in der Hoffnung verzichtet, dass sich die anderen Blogger im Gegenzug bei mir revanchieren und mir freudig eine der beiden Boxen überlassen. Dabei gab es gar keine. Schnief! Dumm gelaufen, oder? Für mich wäre der Test wichtig gewesen, weil ich ab Beginn des kommenden Jahres eine Lebensmittelbox abonnieren möchte und noch schwanke, welche ich wählen soll. Dein Tipp in den Kommentaren ist wie immer herzlich willkommen!

 

Hörrlein Feinkost:

Das Feinkostunternehmen Hörrlein war ein weiterer Sponsor, der fest zugesagt, aber bisher noch nichts geschickt hat. Ende offen …

 

Jojada24:

Was, ja was nur, soll ich zum »Produkt« von → Jojada24 sagen? Selten musste ich so sehr nach Worten ringen, wie in diesem Fall. Grob unhöflich werden will ich ja auch nicht …

Um es kurz zu machen: Der Onlineshop-Betreiber hat jedem von uns einen goldfarbenen Blechanhänger im Wert von – großzügig geschätzt – einem Cent geschickt. Echt jetzt? Echt jetzt! Mir ist nicht so ganz klar, ob Herr Aksoy gedacht hat: »Frech kommt weiter!« Oder ob dem guten Mann schlicht nicht klar ist, dass wir Blogger wertvolle, wenn auch unbezahlte Marketing-Arbeit leisten und man uns daher schon aus Höflichkeit nicht wie kleine Idioten behandeln sollte. Wie dem auch sei: Ich habe seinen Shop verlinkt, da er uns etwas geschickt hat. Mehr darf er von mir nicht erwarten. Allein diese verärgert geschriebenen Zeilen sind die Zeit nicht wert, sie niederzutippseln. Pfui!

 

Madavanilla:

Ich liebe, liebe, liebe die gschmackigen Produkte von Madavanilla! Leider hat uns auch hier das versprochene Testpäckchen nicht erreicht. Ende offen …

 

Mein-Name.info:

Die Firma → Mein-Name.info hat uns ein Päckchen mit allerlei lustigem und nützlichen Namensschnickschnack für Babies und Kinder geschickt. Nichts für mich, sodass ich die bunten Sachen gern den anderen Bloggern überlassen habe.

 

ORNAMIN – Das Familiengeschirr:

Auf die Produkte der Marke ORNAMIN hatte ich mich schon sehr gefreut, da ich die Idee eines Familiengeschirrs für ein großartiges Konzept halte. Bedauerlicherweise ist auch von diesem Unternehmen nichts bei uns angekommen. Ende offen …

 

Potful Power – die trinkbare, organische Mahlzeit:

Noch eine der Firmen, auf deren Produkte ich mich im Vorfeld riesig gefreut habe und von denen dann auf dem Bloggertreffen nichts zu sehen war. Wenn ich also in den kommenden Wochen ohne Energie schreibe, arfst du deine Beschwerde gern direkt an Potful Power schicken, hihi … Ende offen …

 

pralinamo:

Jeder liebt Schokoladiges, oder? Umso größer war unsere Enttäuschung, dass von pralinamo kein einziges winziges Pralinchen bei uns ankam. Geschweige denn ein kreativer Pralinengruß, passend zu unserem Treffen, wie ich ihn eigentlich von diesem etablierten Unternehmen erwartet hatte. Ende offen …

 

Silvity:

Wieso nur kommt mir beim Gedanken an → Silvity in letzter Zeit immer wieder das Volkslied »O du lieber Augustin« in den Sinn? Das wird doch sicher seinen Grund haben … Hat es auch! Fand ich es nämlich im Frühjahr 2015 noch charmant, ein paar Wochen lang ein Muschelkernperlenarmband im Wert von 1,99 Euro zu tragen (welches sich dann ziemlich schnell in Krümel aufgelöst hat), finde ich es nun nicht mehr lustig, wenn uns ein Schmuckteam pupsige Plastikperlenarmbändchen zuschickt und erwartet, dass ich mich rund vier bis sechs Stunden mit einem Bericht abmühe.

Wer auf seiner Website vollmundig mit »echter Schmiedekunst« wirbt, sollte Blogger nicht mit Plastik veralbern. Im konkreten Fall hätte es beispielsweise Sinn gemacht, Echtschmuck in kleiner Menge zu schicken, den wir dann fair untereinander hätten verlosen können. Aber so? Nö, nicht mir mir! Über Plastikschrott schreibe ich nicht.

 

SmartTurtle:

Auf die ebenso witzigen wie praktischen → SmartTurtles habe ich bewusst verzichtet, weil ich ja insgeheim auf eine Gourmetbox gehofft hatte (vgl. o.). Dennoch bin ich insgesamt keineswegs zu kurz gekommen, wie du in den nächsten Wochen im Blog noch sehen wirst!

 

social-to-print.de:

Einigermaßen baff war ich von dem Angebot von → social-to-print.de, ein Timeline-Buch (was für ein Wort!) von meiner eigenen Facebook-Pinwand, von der Pinwand meines besten Freundes (meine beste Freundin ist nicht mal auf Facebook …), von einer fremden Fanpage, von mir und meinem Schatz (geht es noch kitschiger?), von mir und meinen Freunden (das wäre sicher nicht allen recht) oder gar von einem beliebigen Unternehmen anzufertigen. Mein spontaner Gedanke: »Dinge, die die Welt nicht braucht!«

Wo liegt der Sinn, Online-Inhalte zu drucken?

Auf meiner privaten Pinnwand teile ich fast nur Inhalte, die du auch auf meiner Fanpage findest. Und ich halte diese nicht für sooo bemerkenswert, als dass ich sie in einem Buch verewigen müsste. Die Fanpage ist lediglich ein Werkzeug, um mit unseren Lesern in Kontakt zu bleiben. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn ich sie mir ansehen will, dann tue ich das online, nicht in Buchform. Sehr kritisch betrachte ich auch den (urheber-)rechtlichen Hintergrund des Ganzen, auch wenn das diesen Dienst anbietende Nürnberger Unternehmen PIXOPOLIS e. K. glaubhaft versichert:

Ist das überhaupt legal?

»social-to-print.de wurde von Rechtsanwalt Thomas Schwenke, LL.M. (UoA), zert. Datenschutzbeauftragter (TÜV Süd / Zert.Nr.: 1346#311657914), Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin, http://rechtsanwalt-schwenke.de, auf Rechtmäßigkeit geprüft und wurde auf Grundlage der Konzeptprüfung gem. § 38 Abs.1 BDSG und den Hinweisen des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht umgesetzt. Geprüft wurden jeweils die datenschutzrechtliche Zulässigkeit der Übernahme von Inhalten und Informationen aus eigenen Facebook-Chroniken, denen der Freunde und von Facebook-Seiten.«

Sechs, setzen!

Ich jedenfalls fände es alles andere als witzig, wenn irgendwelche Menschen dahergehen und aus meiner Fanpage ein Buch machen. Texte und Inhalte gehören mir. Beides hat in einem Buch fremder Menschen nichts zu suchen! Dennoch gab ich dem Unternehmen eine Chance und wollte den erhaltenen Gutschein einlösen, um für dich darüber berichten zu können. Es könnte ja sein, dass du die Bücher für eine tolle Geschenkidee gehalten hättest. Doch leider funktionierte der Dienst auch in mehreren Anläufen nicht, sodass ich irgendwann frustiert das Handtuch warf. Mein Fazit: Sechs, setzen!

 

Söhnlein Hugo:

Sechs Flaschen feinster → Söhnlein Hugo sollten uns das Bloggertreffen verschönern. Da wir aber viele Autofahrer unter uns hatten und vor Ort schon Bier und Wodka verkostet wurde (*hicks*), haben wir die Flaschen lieber unter uns aufgeteilt. Ich hatte die Wahl zwischen dem Hugo und einer Flasche Riesling Brut und habe mich nach einigem Grübeln letztendlich für den Winzersekt entschieden. Eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe! Aber dazu ein andermal mehr in einem gesonderten → Bericht.

 

Trojka Vodka:

Ein großes Überraschungspaket hatte uns Trojka Vodka Deutschland versprochen. Bekommen haben wir je eine Flasche Green und eine Flasche Pink sowie jede Menge Werbematerial. Tjaaa … Nicht alle von uns konnten den Wodka probieren, was ich arg schade finde. Auch mein Team – darunter sehr viele Wodkaliebhaber – hatte sich schon darauf gefreut, diese optisch sehr pfiffige Marke verkosten zu dürfen. Schade, oder? Eine Flasche pro Blogger hätte doch wenigstens drin sein sollen!

 

Bananenschneckerls Resümee:

Ich kann mich nur wiederholen: Die meisten Unternehmen waren überaus spendabel, während sich andere nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Mein besonders herzlicher Dank geht an jene Firmen, die sich Gedanken darüber gemacht haben, wie sie uns eine Freude machen und unser Bloggertreffen bereichern können! Alle Firmen, von denen ich etwas mit nach Hause genommen habe, wirst du in den kommenden Wochen in ausgewogenen und fairen Testberichten kennenlernen.

Unternehmen, die, nennen wir es mal, »knapper« kalkuliert haben, sollten bitte bedenken, dass auch noch so leidenschaftliche Blogger einen gewissen Anreiz brauchen: Ein leckerer Energieriegel für knapp zwei Euro steht in keinem gesunden Aufwand-Leistungsverhältnis zu einem in rund sechs Stunden geschriebenen Bericht. Ich denke, das sollte getrost auch mal ausgesprochen werden, denn hinter eurem Rücken meckern genug Blogger über euch und/oder stellen in der Folge lieblos zusammengeklatschte Testberichte online – ich sage bzw. schreibe euch meine Meinung lieber offen ins Gesicht: In der Hoffnung, dass unser gegenseitiges Verständnis in Zukunft wächst und beide Seiten noch mehr Spaß an der Zusammenarbeit haben.

Die Firmen aber, die glauben, Blogger mit Tand und Kirmeskram abspeisen zu können, haben die Grundregeln des Marketings nicht verstanden: Blogger Relations sind Public Relations! Wer das nicht lernen will, hat das Klassenziel verfehlt. Sechs, setzen!

Extrem irritierend finde ich Unternehmen, die sich zu einem Sponsoring bereiterklären, feste Zusagen geben, und dann nicht nur keine Produkte schicken, sondern auch nichts mehr von sich hören lassen. Was soll das? Verstehe mich bitte nicht falsch: Es geht mir keineswegs darum, auf einem Bloggertreffen möglichst viel Kram zusammenzuraffen! Doch wenn ich mich bereits Wochen vor dem Treffen mit einem Betrieb und seinen Produkten beschäftige, Informationen sammle und meine Neugier von Tag zu Tag wächst, möchte ich vor Ort nicht traurig aus der Wäsche gucken. All meine Vorarbeit war dann umsonst, ebenso meine Vorfreude.

Hugh! Ich habe gesprochen. Danke, dass du mir auf meinem Gedankenritt gefolgt bist! Ich verspreche dir, dass der nächste Artikel wieder kürzer wird und wünsche dir ein wunderschönes, entspanntes Wochenende! Und natürlich freue ich mich wie immer über deinen Kommentar!

XOXO

Sissi

 

Comments
6 Responses to “Blogger im Produktwahn?”
  1. ChrisTa sagt:

    Ja das kommt mir irgenwie bekannt vor… Oft meinen die Firmen, wir Blogger wären eine billige Werbeseite und Berichte zieht man sich in 2 Sekunden aus den Fingern…

    • Zu schade, dass so viele von uns ähnliche Erfahrungen teilen … Umso wichtiger finde ich es, dass wir zusammenhalten und gemeinsam Standards entwickeln, an denen sich die Unternehmen orientieren können.

      XOXO

      Sissi

  2. Perdita Otto sagt:

    Sehr schön geschrieben. Wenn es nicht teilweise sehr traurig wäre/ist – ich habe mich beim lesen königlich amüsiert.
    LG Perdita

    • Dankeschön, liebe Perdita! Gerade in den letzten Wochen mache ich mir wieder verstärkt Gedanken über die Kommunikation zwischen Bloggern und Unternehmen – irgendwie scheint das arg eine unglückliche Liebesgeschichte zu sein … Wollen wir hoffen, dass auch viele Firmen diesen Beitrag lesen und daraus lernen.

      XOXO

      Sissi

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Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

Ihr zur Seite steht ein erfahrenes Team von Autoren, die sich im Blog ebenfalls regelmäßig zu Wort melden. Schau am besten öfter mal bei uns vorbei!