10 Gebote für Fernbusreisende - Bild: Sissi St. Croix

10 Gebote für Fernbusreisende

Aufgrund meiner nicht besonders schillernden Reiseerfahrungen im FlixBus möchte ich euch mit meinen »Zehn Geboten für Fernbusreisende« vertraut machen: Busreisende sollten sich stets umsichtig und rücksichtsvoll verhalten, da Busse »Anlass zur Sünde an Mitreisenden« sein könnten. Klingt komisch? Ist es aber nicht! Nicht, wenn eure Reisegefährten (mindestens) ein Rad abhaben und sich schlimmer benehmen als die sprichwörtliche Axt im Walde … Auch ihr wollt natürlich nicht unangenehm auffallen, oder? Befolgt einfach die »Zehn Gebote für Fernbusreisende« und lernt in weniger als fünf Minuten, wie sich echte Fernbusreisende verhalten!

 

Gebot #01: Ich bin der Herr, dein Mitreisender. Du sollst keine anderen (virtuellen) Mitreisenden haben neben mir.

Das ist natürlich metaphorisch gemeint! Soll heißen: Du sollst im Fernbus nicht lauthals lamentieren, telefonieren, Musik, Hörbücher oder Filme ohne Kopfhörer genießen, wenn du nicht willst, dass du an der nächsten Raststätte »versehentlich« vergessen wirst. Unterhalte dich lieber mit deinem Sitznachbarn, wenn dieser für Gespräche offen ist! Oder mit anderen Worten: Fürchte, liebe und vertraue deine(n) Mitreisenden über alle Dinge.

 

Gebot #02: Du sollst deinen eigenen Namen nicht missbrauchen und dich nicht vor deinen Mitreisenden lächerlich machen.

Du sollst es deinen Mitreisenden (und dir!) ersparen, im Fernbus einen auf »dicke Hose« zu machen: Deine scharfe Sitznachbarin hat eh kein Interesse an dir und würde sich eher vor den Bus werfen, als sich mit dir zu verabreden. Und dass du im Aufsichtsrat von Siemens sitzt und normalerweise einen fetten Ferrari fährt, der nur leider gerade in der Werkstatt ist, glaubt dir sowieso keiner … Warum also lügen?

 

Gebot #03: Du sollst die Ruhe im Bus heiligen.

Um die Stille im Fernbus zu heiligen, sollst du nicht einschlafen, wenn du ein stadtbekannter Schnarcher bist. Auch sollst du im Fernbus keine unanständigen, deine Mitreisenden zum Erbrechen reizenden Geräusche mit Mund, Nase, Rachen oder Po produzieren (Schnodder hochziehen, schmatzend Chips mampfen, lautstark pupsen etc.). Für weitere Hinweise vgl. Gebot #01.

 

Gebot #04: Du sollst deine Mitreisenden ehren.

Du sollst im Fernbus deine Mitreisenden ehren, keinen Krawall mit ihnen anfangen und dich nicht unaufgefordert in ihre Gespräche mischen.

 

Gebot #05: Du sollst nicht gewalttätig werden.

Du sollst im Fernbus deinen Vordermann ehren und ihm weder deine Füße noch deine Knie in den Rücken bohren. Auch findet es dein Sitznachbar wenig erbaulich, wenn du ihm deinen Ellbogen in die Seite rammst.

 

Gebot #06: Du sollst nicht ehebrechen.

Flirten ist eine feine Sache! Aber wie schon bei Gebot #02 angesprochen, ist ein Fernreisebus keine Singlebörse. Lerne, auf die Signale zu achten! In 99,9% aller Fälle ist deine heiße Sitznachbarin nicht an dir interessiert. Und was würden deine Kinder sagen, wenn du ihnen eine junge Studentin als Stiefmutter präsentierst?

 

Gebot #07: Du sollst nicht stehlen.

Finger weg von den Keksen! Wenn dir dein Sitznachbar nichts von seinen Leckereien anbietet, solltest du deine Hände auch dann bei dir behalten, wenn er gerade mal auf dem Klo ist. Gleiches gilt natürlich erst recht für das Reisegepäck.

 

Gebot #08: Du sollst nicht falsch Zeugnis riechen wider deinen Nächsten.

Du sollst im Fernbus nicht deine Schuhe ausziehen, wenn deine Füße so riechen, als seien sie dir schon vor Jahren ins Jenseits vorausgegangen. Auch sollst du aus denselben Gründen im Bus keine hart gekochten Eier verzehren, wenn deine Nachkommen nicht siebzig Mal sieben Mal verflucht werden sollen.

 

Gebot #09: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Imbiss.

Du sollst während eines Fernbus-Stopps nicht zu McDoof, Bürgerknick oder einem anderen Fast-Food-Laden rasen und mit fettig-ekligem Anscheinsessen zurück in den Bus kommen: Es könnte sein, dass dein Sitznachbar Veganer ist oder schlicht eine sensible Nase hat und dir auf den Schoß kotzt.

 

Gebot #10: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Bier, Wein, Sekt, Schnaps noch alles, was dein Nächster an alkoholischen Getränken bei sich hat.

Du sollst im Fernbus keinen Alkohol in derartigen Mengen konsumieren, dass deine gesamte Umgebung schon allein von deiner Fahne blau wird und die Fahrer in Gefahr geraten, bei einer polizeilichen Alkoholkontrolle ihren Führerschein zu verlieren. Und dass du die Finger von den Getränken deines Sitznachbarn lässt, versteht sich hoffentlich von selbst!

 

Bananenschneckerls Resümee:

Meine Gebote basieren auf den → Erfahrungen, die ich in den letzten Wochen und Monaten auf den unterschiedlichsten Fernbusreisen gesammelt habe. Sicher könnte man sie noch ergänzen – für Vorschläge bin ich jederzeit offen! Seid ihr schon mal mit dem Fernbus gereist? Was für Erlebnisse und Begegnungen beschäftigen euch seitdem? Ich freue mich wie immer über eure Rückmeldungen und Kommentare!

XOXO

Sissi

 

Comments
2 Responses to “10 Gebote für Fernbusreisende”
  1. Bettina sagt:

    Sehr cooler Blogeintrag. Vieles kann ich nur bejahen und Amen sagen ^^“

Trackbacks
Check out what others are saying...
  1. […] gestaltete sich einmal mehr als äußerst bizarr, doch wie immer trotzte ich tapfer sämtlichen → Gefahren, die mit einer Fernbusreise einhergehen, und kam pünktlich im hessischen Grebenstein an. Dort […]



Leave A Comment

ARCHIV

September 2015
M D M D F S S
« Aug   Okt »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

WER SCHREIBT HIER?

Sissi ist ein echter Workaholic und als Lifestyle Scout stets auf den Spuren der neuesten Trends unterwegs. Könnte sie es sich aussuchen, träfe man die Wahlmünchnerin allerdings mit den Füßen im Sand und dem Kopf in den Wolken - ihr Tablet immer in Reichweite. Als Autorin und Bloggerin liegen ihr die Themen gesunde Ernährung und Naturkosmetik besonders am Herzen. Schminktechnisch bleibt sie sich bei aller Liebe zu Trends seit Jahren treu. Ihr Markenzeichen: ein roter Lippenstift.

Ihr zur Seite steht ein erfahrenes Team von Autoren, die sich im Blog ebenfalls regelmäßig zu Wort melden. Schau am besten öfter mal bei uns vorbei!